Montag, 29. März 2021

Denk ich an Deutschland...

Je mehr sich das große Verhängnis dieser Kanzlerschaft seinem Ende zuneigt, umso mehr ähnelt dieses Deutschland dem Staat, in dem Angela Merkel einst sozialisiert wurde. Kaum je zuvor in der Geschichte wurde die Zeit mit solcher Konsequenz zurückgedreht, wurde dem Sozialismus aus freien Stücken eine solche Renaissance beschert wie in den letzten 16 Jahren. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung nur noch einmal deutlich beschleunigt. So wohl wie heute dürfte sich die Kanzlerin hierzulande seit ihrer privilegierten Kindheit im Osten nicht mehr gefühlt haben.
Der Zustand der DDR vor 1989 ist fast wieder Wirklichkeit geworden, das "Reenactment" so gut wie vollendet: Der Staat schreibt den Menschen vor, wer arbeiten darf, wer das Haus verlassen darf und wann, wohin sie sich frei oder gar nicht mehr bewegen dürfen. Die Innenstädte verfallen, Leerstand greift um sich, es gibt wieder lange Schlangen vor den Geschäften. Leere Supermarktregale vor Ostern und Anstehen für Dinge des täglichen Bedarfs gehören zur neuen Normalität. Wer in Restaurants einkehrt, wenn dies in diesen Tagen überhaupt möglich ist, wird wieder "platziert", so wie es einst in der Zone der Fall war.
Die gegenwärtige Lockdownpropaganda ist gleichgeschaltet mit der wissenschaftlichen "Expertise" handverlesener, weltfremder Wissenschaftler, die - wie die kinderlose Kanzlerin selbst - empathie- und gefühllos die Abwürgung fast aller Freiheiten und bürgerlichen Verfassungsrechte im Namen eines entarteten, vorgeschobenen "Gesundheitsschutzes" vorantreiben, anhand abstrakter Zahlenreihen und hanebüchener Modellrechnungen.
Neuerdings plant Merkels Kabinett sogar erstmals seit 30 Jahren wieder Urlaubs- und Ausreiseverbote für Deutsche aus dem eigenen Land. Der Staat bestimmt die Feiertage, bestimmt, wer wie seine Religion ausüben darf, und will gezielt Christen von der Ausübung ihres Glaubens zu Ostern abhalten, an den höchsten Feiertagen im Jahreskreis also. Die "Veröffentlichkeit" feiert den taktischen Rückzieher einer Kanzlerin, die um "Verzeihung" für keine 36 Stunden zuvor gefällte Wahnsinnsbeschlüssen bittet, als Zeichen von charakterlicher Größe - obwohl dieser keiner Einsicht, sondern opportunistischem Zurückweichen vor dem Zorn der eigenen Gefolgschaft geschuldet war. Für die großen Eigenmächtigkeiten ihrer Amtszeit, die verfassungswidrige Preisgabe Deutschlands zugunsten einer kulturfremden Problemmigration, die Verlagerung nationaler Souveränitäten nach Brüssel oder den (nun dank Corona glücklich vollendeten) Ausverkauf des Landes in einer faktischen Schuldenunion, hat Merkel nie um Verzeihung gebeten.
Die einzige verbliebene bürgerliche Opposition wird vom Verfassungsschutz unter Generalverdacht gestellt. Missliebige Journalisten und Kabarettisten verlieren ihre Jobs, kritische Künstler werden von Staatsmedien für verrückt, paranoid oder politisch unzuverlässig erklärt. Merkels Corona-Regime fördert gezielt solche Journalisten und Verlage, die die Transformation Deutschlands in einen nicht länger vom Volkswillen, sondern von zentralistischen Planungsbehörden getragenen linken Leviathan beklatschen, sie konferiert mit (und dekoriert) Aktivisten, die bei Agendathemen wie Migration und Klima gezielt für undemokratische, autoritäre Maßnahmen eintreten.
Der amtliche Sprachgebrauch nähert sich immer mehr Euphemismen und Sprachverrenkungen an, wie sie auch im real existierenden Sozialismus an der Tagesordnung waren. Die Orwell'sche Neusprech der Gegenwart verklärt die Zwangsstillegung des öffentlichen Lebens zu "Ruhepausen", sie macht aus Grundrechten "Privilegien", denunziert den Wunsch nach Freizügigkeit als "Lockerungsdebatte", die Gewerbefreiheit als "Öffnungsrausch" oder gar "-orgien" und macht aus kerngesunden, positiv Getesteten ohne jeden Krankheitswert "Infizierte" und erklärt deren Häufung zum "Ausbruch".
Mehr Gehirnwäsche war seit Mauerzeiten nicht. Das Neue Deutschland der Angela Merkel atmet wieder den Muff der Unfreiheit, den wir vor knapp 32 Jahren für immer überwunden glaubten. Und die gestrige bittere Kritik von Katharina Witt, sie fühle sich an die DDR erinnert, beweist: Diesen Eindruck haben nicht nur Westdeutsche und vom Hörensagen, sondern auch die Zeitzeugen von einst.

journalistenwatch.com

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