Sonntag, 27. November 2016

Applaus für eine Demagogin



Applaus, Applaus! Dem konnte sich die rote Sahra sicher sein. Eine solch gepfefferte Rede kommt bei vielen Stimmberechtigten gut an. Nicht zu Unrecht. Doch sollte man die frommen Worte gelegentlich an der von den Linken praktizierten Parteipolitik messen und bei dieser Gelegenheit dann vielleicht auch mal auf solch schlechte Berater wie die Vergesslichkeit und die Leichtgläubigkeit verzichten.

Es ist ja schön und gut, wenn die rote Sahra den Regierungen Merkel und auch Schröder die Zerstörung des Sozialstaates vorwirft. Nur sollten wir dabei nicht vergessen, dass die Feldversuche zu Hartz IV in jenen drei Bundesländern durchgeführt wurden, in denen die Linkspartei damals in Regierungsverantwortung gewesen ist. Spätestens dann fragt es sich, weshalb die rote Sahra nur gegen die anderen Blockflöten austeilt und so borniert darauf verzichtet, auch mal vor der eigenen Tür zu kehren?

Wie bereits erwähnt, ist die Vergesslichkeit eine schlechte Beraterin. Und so wollen wir uns doch sogleich einmal daran erinnern, wie die Massenarmut der Rentner im Osten zustande gekommen ist. Die ist nämlich weder auf dem Mist der Merkel gewachsen, noch lässt sie sich Schröder in die Schuhe schieben.
Eine gehörige Portion der Schuld an der Massenarmut der Rentner im Osten gründet auf die Partei, in die die rote Sahra in den Tagen des Zusammenbruchs des Arbeiter- und Bauernparadieses auf Erden frank und frei eingetreten war. Es war die SED unter Führung ihres letzten glossen Volsitzenden Erich Honecker, nachdem dieser noch vollmundig tönte, dass weder Ochs noch Esel im Stande wären, seine Unfehlbarkeit aufhalten zu können. Kurz bevor die Ratten in Scharen das sinkende Schiff verlassen sollten, schickte sich die rote Sahra an, das sinkende Schiff zu betreten.

Leider hat die rote Sahra in ihrer Rede vermieden, dem Publikum zu erzählen, was die Linkspartei konkret unternehmen wird, um die angeprangerte Fehlpolitik abzuändern, falls sich ihr Vorhaben bewahrheiten sollte, im Anschluss an die Bundestagswahl 2017 gemeinsam mit der SPD die Regierungssgeschäfte zu übernehmen. Wer sich wie die Linkspartei in Scheinopposition befindet, mag zwar gut im Anprangern sein. Doch heißt das noch lange nicht, dass er dann auch gut im Regieren ist.

Da die Nachfolgeorganisation der SED, die Linkspartei, schon vor geraumer Zeit beschlossen hatte, die eigene "Regierungsfähigkeit" dadurch herzustellen, in dem die Partei auf Linie einer SPD 2.0 gebracht wird, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Linkspartei vom zerstörerischen Kurs der CDU-SPD-Regierung abweichen würde. Allenfalls in Nuancen und selbst die müssen dann nicht unbedingt in positiver Richtung abzielen.
Wer zum Beispiel wie die rote Sahra eine Fortführung der bedingungslosen Einwanderung von Abertausenden, wenn nicht gar von Millionen in die Sozialsysteme fordert, der sollte doch gefälligst auch erklären, wie sich das mit der gleichzeitig geforderten Stärkung der Sozialsysteme bewerkstelligen lässt oder wie sich dadurch die Armutsrenten aufstocken bzw. verhindern lassen.

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