Sonntag, 7. Mai 2023

Warum wir wurden wie wir sind

Der 8. Mai 1945. Das Ende des zweiten dreißigjährigen Krieges in Deutschland. Man hat manchmal die Zeit zwischen 1914 und 1945 als Epoche eines zweiten dreißigjährigen Krieges bezeichnet. Lässt sich diese Bezeichnung rechtfertigen? Gibt es auch auf Sinnebenen Analogien zwischen dem ersten Dreißigjährigen Krieg und dieser Epoche? Welche Grundcharakteristika hatte die deutsche „Gesellschaft der Überlebenden“ der unmittelbaren Nachkriegszeit? Außerdem wird nach Langzeitwirkungen des 8. Mai 1945 bis in unsere Gegenwart gefragt.

So lautet die Beschreibung auf Kontrafunk zur empfehlenswerten Eigenproduktion "Friedrich Pohlmann: Zwei dreißigjährige Kriege". Wer sich für das Hier und Jetzt interessiert, wer wissen will, warum wir so wurden wie wir sind, der muss zur Quelle vordringen und darf sich nicht vom Propagandastrom treiben lassen. Der Soziologe und Historiker Friedrich Pohlmann fasst in seinem gelungenen Essay Historisches zusammen und setzt dies in den Kontext, ohne dabei auf die soziokulturellen Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft bis in die heutige Zeit hinein zu vernachlässigen. Auch hierbei gilt: Wissen ist Macht, Nichtwissen ist Ohnmacht.

Zum Foto oben: Dresden wurde wieder aufgebaut. Die Volksseele jedoch nicht. Sie liegt noch immer größtenteils in Trümmern. Der Selbsthass, die Selbstverleugnung und das ekelhafte Mitläufertum der Deutschen hat Ursachen. Diese muss man kennen, insofern man Interesse an einer Gesundung hat.

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