Samstag, 2. November 2013

Volksverblödung pur - Springers 'Welt' meint: "Bio-Schweine? Nein, danke!"

"Die Welt" aus dem Hause Springer hat einen Artikel zum Thema ökologische Tierhaltung veröffentlicht, da weiß man nicht, ob man beim Lesen lachen oder weinen soll.
Für "Die Welt" handelt es sich auf dem Foto um artgerecht gehaltene, gut ernährte, kerngesunde und glückliche Schweine.

Auf alle Fälle handelt es sich beim "Welt"-Artikel um Volksverhetzung im wahrsten Sinne des Wortes. Allein mit dem Wort Verblödung ist eine solch offensichtliche Werbung für die Massentierhaltung und den Monsantogiftfrass nicht zu beschreiben.
Diese Schweine stammen aus der ökologischen Landwirtschaft. Glaubt man dem "Welt"-Artikel sind diese Schweine nicht artgerecht gehalten, schlecht ernährt, krank, schwach und unglücklich. Solche Bilder sind laut "Welt" der "Unsinn, der in unseren Köpfen spukt"!

Es folgen ein paar Kostproben aus dem "Welt"-Artikel [gemeint ist die Schweinehaltung auf dem Bild ganz oben] :
Angesichts der Erfahrungen bezweifle ich, dass Biofleisch gesünder ist.
Und noch etwas: Das Verdauungssystem des Schweins gleicht dem des Menschen. Wenn Schweine Bionahrung so schlecht vertragen, warum sollte sie gesund für Menschen sein?
Heute führen wir den Betrieb wieder nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Auf unseren neuen Stall sind wir richtig stolz. Den haben wir mit Lüftungstechnikern und anderen Fachleuten konstruiert. Es ist der Versuch, höchste Hygienestandards, bessere Arbeitsbedingungen für uns Menschen und tierfreundliche Einrichtung zu verbinden. Ich glaube, die Menschen in Deutschland wissen immer weniger von der Landwirtschaft. Sie machen sich ein falsches Bild. Tiere werden wie Menschen betrachtet. Da spukt viel Unsinn in den Köpfen.
Es ist zum Beispiel sehr fraglich, ob Tiere die Freiheit lieben.
Keine Angst, der gesamte Artikel ist eine Aneinandereihung solchen Schwachsinns.
Eines Schwachsinns, der sich nach Angaben des Springer-Verlags pro Ausgabe 225.291fach verkaufen lässt. Dass so viele Menschen noch immer bereit sind, für solchen Schwachsinn Geld auszugeben, sollte ebenfalls die Alarmglocken läuten lassen und beweist, dass wir Aufklärer noch viel Arbeit zu leisten haben.

Kommentare:

  1. Der Verfasser und die Redaktion gehören bei Wasser und Monsantogiftfrass in einen Schweinestall der Industriehaltung eingesperrt. Dann können sie für den Rest ihrer Tage darüber nachdenken, wer keine Freiheit mag.

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  2. Das tragische ist, dass viele Landwirte NUR in Profit rechnen. Da wird das Tier zum Nutztier und dann kann man damit machen was man will. Tageslicht? Recht auf Bewegungsfreiheit? All das zählt nichts.
    Das Schweine natürliches Futter schlechter Vertragen ist ein schlechter Witz, gemeint ist wohl, dass sie nicht so schnell wachsen und Profit bringen. Es ist leider so, auch Landwirte durchlaufen diese Indoktrinationsinstanzen und kritisch hinterfragen kann heute leider kaum noch einer.

    Die CIA Springer Presse tut ihr Übriges, diese "Journalisten" sollten mal an ihr Karma denken, das kommt alles zurück...

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  3. Es ist zum Heulen! Da gibt es einen Vortrag von Herrn Hilse (Oberchief vom Bauernverband) der vehement gegen "Rückschritt zur kleinen Hinterhofhaltung" ist, der bestreitet das wir in Niedersachsen ein Gülleproblem durch Massentierhaltung haben könnten. - Ja, Herr Hilse ist Herr über zig Tausend Schweine und er sitzt in verschiedenen Aufsichtsräten, Beiräten etc.
    Auch so eine Spezies ist der Chef von Wiesenhof.
    Alle haben ihre bäuerlichen Wurzeln zur Gott und der Natur gekappt und folgten dem Ruf des weltlichen Gottes nach Geld und Reichtum.

    Dazu fällt mir noch ein: Jedem sei sein Hobby gegönnt, aber so lange es noch Massentierhaltung gibt, sei es bei Schweinen, Kühen oder Geflügel, hat der Mensch kein Recht sich Golfplätze zu seinem Vergnügen an zu legen.

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  4. Den Vergleich mit den Golfplätzen finde ich sehr schön. Den werde ich mir merken.

    Der Name Hilse ist mir bekannt. Das ist auch so ein Dunkelmann. Wenn ich mich recht entsinne, ist er Chef des Bauernverbandes und gleichzeitig Funktionär der Agrarindustrie. Widersprüche und Interessenkonflikte sieht er dabei nicht.
    Er fordert die Freiheit des Marktes, preist den 'gleichberechtigten Wettbewerb' an, findet es aber andererseits gerecht, dass Industrielle wie er subventioniert werden, die kleinbäuerische Konkurrenz aber nicht.

    Solche Leute befinden sich auf der "Abschussliste".
    Wie sagte es Christian Morgenstern so treffend schön:

    "Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt."

    Auch, wenn ich kein gläubiger Mensch bin, so wünsche ich diesem Hilse, dass in diesem "Weltgericht" nur Tiere sitzen werden. Meinetwegen findet dieses "Weltgericht" bereits auf Erden statt. Mit Richtern besetzt, die den Tieren eine Stimme verleihen.

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  5. "Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser besitzt, wird auch immer Schlachtfelder hervorbringen."

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    1. Ja, der gute alte Karlheinz Deschner hat es 'mal wieder auf den Punkt gebracht.

      Ihn wird man noch in Jahrhunderten kennen. Sein Lebenswerk ist dafür wertvoll genug.

      Ich hatte übrigens die Gelegenheit, mich mit Deschner persönlich auszutauschen. Er hat mir sogar seine private Telefonnummer anvertraut.

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