Mittwoch, 10. Oktober 2012

Israels Außenministerin Meir verlangte die "Selektion" von "behinderten und kranken" Juden

Gestern erschien auf dieser Seite ein Artikel, der sich mit der Hysterie in puncto "Antisemitismus" und dem politischen Mißbrauch dieses Begriffes befasste. Das heißt, ich stellte eine Radiosendung zum Thema ein, die von KenFM hergestellt wurde.

Passend zum gestrigen Beitrag möchte ich heute einen Sachverhalt einstellen, der den Widersinn der von bestimmten Juden und ihren zionistischen Gojim beanspruchten Rolle vom "ewigen Opfervolk" ins Licht rückt.

Doch zuvor ein kleiner Exkurs, der die Macht, die Verlogenheit und die Hysterie der Heiligen Zionistischen Inquisition verdeutlicht.
Man erinnere sich an die Rede des CDU- Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann.
Nebenbei gesagt, bin ich dem fundamentalistischen Christen Hohmann keineswegs freundschaftlich gesinnt. Figuren wie Hohmann stossen mich ab. Sie sind diejenigen, die an den Scheiterhaufen von Morgen basteln und zündeln. Hohmann dient allerdings als hervorragendes Beispiel.

Als hoher christdemokratischer Funktionär wurde er gestürzt und ins Abseits manövriert, weil er innerhalb der "christlich-westlichen Wertegemeinschaft" von seinem Recht gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes Gebrauch machte.
Bevor Hohmann in seiner Rede historische Fakten aufzählte, stellte er folgende Frage:
Auf diesem Hintergrund stelle ich die provozierende Frage: Gibt es auch beim jüdischen Volk, das wir ausschließlich in der Opferrolle wahrnehmen, eine dunkle Seite in der neueren Geschichte oder waren Juden ausschließlich die Opfer, die Leidtragenden?
Die Kernaussage der Hohmannschen Rede war lediglich, dass weder den Deutschen, noch den Juden die Rolle eines "Tätervolkes" zustehen würde. An sich ist dies in vollem Einklang mit den - zumindest theoretischen - Grundsätzen des "christlich-westlichen" Rechtswesens zu sehen, in dem die "Sippenhaft" verneint und zudem das Etikettieren von Menschen allein aufgrund ihrer Volks- oder Rassezugehörigkeit unter Strafe gestellt wird.
Wir haben es also auch hier mit Heuchelei zu tun.

Über dieses "christlich-westliche" Rechtswesen steht offensichtlich eine höhere Macht, die über die Macht verfügt, die Paragraphen so zu deuten und auszulegen, wie es ihr beliebt.
Eine Macht, die historische Begebenheiten, "offensichtliche" dazu, absolut einzigartig mit Strafandrohung gegen jede Form der Ketzerei absichern lassen kann. Die jeden Ketzer, ob gerichtlich oder nicht, abstrafen kann.
Wer ist diese Macht in einer angeblich "christlichen" Welt?
Um es nicht ausufern zu lassen, sei lediglich gesagt, dass es sich dabei um Zionisten handelt. Ob um christliche, muslimische, pseudo-atheistische, opportunistische oder jüdische Zionisten, sei dahingestellt. Sie sind es, die das gesellschaftliche Denken reglementieren und überwachen. Sie sind es, die Hexen- und Ketzerjagden veranstalten, um den Zweifel an ihrer "Auserwähltheit" und ihren Machtbegierden auszurotten.
Dabei müssen sie zwangsläufig heuchlerisch und irrational vorgehen, da die Realität und der eigene Anspruch darüber, die Realität zu sein, voneinander abweichen. Ja, sich teilweise sogar ausschliessen.
Zionistische Christen verdammen und bekämpfen nichtzionistische Christen, ebenso wie es zionistische Muslime und Juden mit den nichtzionistischen Muslimen und Juden handhaben. Die Macht der Zionisten schreckt dabei vor keinerlei Verbrechen zurück.

Um Mißverständnisse zu vermeiden, sei angesagt, dass der Zionismus nur eine Ideologie ist, die ansonsten unterschiedliche Ideologen vereint. Der Zionismus ist aber mit Abstand die mächtigste Ideologie in unseren Tagen.

Nun zurück zum "ewigen Opfervolk".
Die Zionisten verstehen Israel als die Zufluchtsstätte aller Juden. Eigentlich als Heimstätte aller Juden, da Israel lange vor den Judenverfolgungen des 20 Jhd. in ihren Köpfen bestand.
Dafür brachten sie so manches "Opfer", von dem sie heute nichts mehr wissen und hören wollen.
Wer mehr darüber wissen will, dem empfehle ich u.a. Lenni Brenners Buch "Zionismus und Faschismus", das mit einer Verspätung von einem Vierteljahrhundert nun auch in deutscher Sprache erhältlich ist. Allerdings in gekürzter Fassung.

Israel die Heimstätte aller Juden?

Dass der zionistische Apartheitsstaat zahlreiche Entschädigungen von mehreren relevanten und weniger relevanten Staaten eingefordert und bezogen hat, wissen wir. Wir wissen auch, dass diese Entschädigungen den Opfern der Judenverfolgungen des 20. Jhds größtmöglich vorenthalten und zweckentfremdet wurden.

Weit weniger Menschen wissen z.B. über die "Opferrolle" einer gewissen Golda Meir alias Golda Meyerson, die an dieser Stelle, stellvertretend für viele andere ihrer Liga, etwas näher beleuchtet werden soll.
Meir war zwischen 1956 und 1965 Außenministerin Israels, zwischen 1969 und 1974 die Premierministerin diesen Landes.

Der polnisch-jüdische Historiker Szymon Rudnicki hat bei seinen Forschungen einen als "streng geheim" eingestuften Brief gefunden, der am 29.4.1958 verfasst wurde und aus der Feder der damaligen Aussenministerin Israels, Golda Meir, stammt.
Meir bittet in diesem Brief den damaligen Botschafter Israels in Polen, Katriel Katz, "der polnischen Regierung auszurichten, dass Israel die Einrichtung einer >>Selektion<< unter den nach Israel emigrierenden polnischen Juden wünsche, da man keine weiteren >>Behinderten und Kranken<< aufzunehmen vermag. Meir fragte den Botschafter, ob man dies den Polen vermitteln könne, ohne die Aliyah (die Einwanderung nach Israel) zu schädigen."
Das Zitat entstammt übrigens dem Buch "Antisemit - Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument", das vom Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv, Moshe Zuckermann, verfasst wurde.

Das "Opfer" Golda Meier verlangte eine "Selektion" von "behinderten und kranken" Juden, weil man die nicht in der "Zufluchtsstätte für alle Juden", in Israel, haben will.
Die "Rampe von Auschwitz" hat es 1958 tatsächlich noch gegeben und unter den "Selektierten" waren viele Opfer der Shoah.

Noch Fragen?
Von solchen selbsternannten Moralaposteln lassen wir uns belehren.
Nicht von der Meir, nach ihr sind nur noch Plätze und Strassen benannt, aber von ihren politischen Erben, die in ihrer Menschenverachtung der Figur Meir in nichts nachstehen, sondern diese allenfalls noch überholen.

Na dann, Schalömchen und überlegen sie es sich zweimal, ob sie sich von den Zionisten für dumm verkaufen und durch den Kakao ziehen lassen wollen!
Manche würden sagen, hier hat man den Bock zum Gärtner gemacht...

Dienstag, 9. Oktober 2012

Hysterie als Dauerzustand



Ich stimme nicht in allen Punkten mit KenFM überein und die eingespielten Geräusche während seines Vortrags, besonders den Dauerbedrohungston,  halte ich weiterhin für überflüssig und störend. Ich bin auch kein Freund des "Denglischen". Für mich sind Wurzeln Wurzeln und keine "roots". Vor allem dann nicht, wenn ich mich an ein deutschsprachiges Publikum wende. KenFM benutzt "des Idioten Fremdwortsprache". Wahrscheinlich aus dem selben Bedürfnis heraus, aus dem er auch seinen Vortrag mit unnötigen Geräuschen versetzt. Eine fragwürdige Variante des Kommunikationsbedürfnisses. Man möchte meinen, wenn KenFM eine Unterhaltung am Mittagstisch pflegt, beisst er noch 'mal kräftig ab, bevor er wie ein Schwein schmatzend seine Rede beginnt. Und wenn er sich zur Abendstunde am Wohnzimmertisch unterhalten will, benutzt er zur Untermalung seiner Frohbotschaften mindestens eine Tüte zum untermalenden Knistern seiner Brandrede. Verwundern würde es nicht.

Ich gehöre zur "Alten Schule", gewiss, und ich bin nicht durch die Massenmedien in meiner Wahrnehmung gestört. Nun gut.
Wer mit der Unsitte von KenFM klar kommt, sollte sich KenFMs Botschaft zum Thema "Antisemitismus" anhören. Wie gesagt, ich stimme nicht mit allem überein, was er von sich gibt. Doch im Grunde seiner Aussage hat er recht.
Wir sind bereits soweit, dass, wie es KenFM sagt, jemand, der im Radio lediglich den Wetterbericht hört, bereits als Antisemit gilt, weil er nicht die Nachrichten über Israel hören wollte.
Die blanke Hysterie, basierend auf das "Herrenmenschentum der Superauserwählten".
Wenn ich sage, dass ich mich zum Antizionismus bekenne, heißt das noch lange nicht, dass ich generell etwas gegen Juden habe. Wer die Merkel oder die NPD nicht mag, wird ja auch nicht als Antideutscher oder Deutschenhasser angesehen. Wo mit zweierlei Maß gemessen wird, suche ich nicht nur das Weite, nein, ich gehe auch dagegen an...

Montag, 8. Oktober 2012

Das Terrorbündnis

US-Heuchelei um Kriegseskalation
Der Konflikt in Syrien könnte auf Nachbarländer wie die Türkei übergreifen, zeigt man sich in Washington besorgt. Man bemühe sich deshalb über diplomatische Kanäle darum, das Übergreifen des syrischen Bürgerkrieges auf andere Länder zu verhindern. Der von außen stimulierte und gesteuerte Bürgerkrieg in Syrien hat längst auf die Türkei übergegriffen. Das heißt: Die Türkei hat in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen. Und das erfolgte ganz gewiß nicht gegen den Willen der USA.
An Syrien grenzendes türkisches Territorium dient den Paramilitärs der sogenannten »Freien Syrischen Armee« als Rückzugsgebiet, von wo aus sie immer wieder zu ihren terroristischen Überfällen aufbrechen. In der Türkei werden sie ausgerüstet und ausgebildet, was allein schon einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt, das die von außen erfolgte Bewaffnung einer Bürgerkriegspartei verbietet. Selbst wenn der Beschuß türkischen Territoriums von Stellungen der syrischen Regierungsarmee aus erfolgt sein sollte, handelte es sich somit um einen Akt der Notwehr.
Es spricht indes alles gegen die Annahme, Assads Armee hätte die »Reaktionsfähigkeit und Entschlossenheit unseres Landes« testen wollen, wie das der türkische Premier Erdogan suggerierte. Denn daß die Regierung in Damaskus angesichts des bewaffneten Aufruhrs im Inneren und des auf sie von außen ausgeübten Drucks auch nur auf die Idee kommen könnte, einen Krieg gegen eine der stärksten Armeen der Welt anzuzetteln, kann so gut wie ausgeschlossen werden. Hingegen spricht alles für die Annahme, daß die eher glücklos agierenden Rebellentruppen türkisches Gebiet beschossen haben, um das NATO-Land Türkei und mit ihm das ganze Kriegsbündnis nach Syrien einzuladen.
Weil das die einzig logische Erklärung für den Granatenbeschuß ist, wird sie sogar von einigen westlichen Kommentatoren zaghaft angedeutet. Umso erstaunlicher ist die auch mit den Stimmen Rußlands und Chinas verabschiedete Resolution des UN-Sicherheitsrates, in der Syrien – ohne daß der Vorfall einer Untersuchung unterzogen worden wäre – für den Angriff auf das Grenzdorf Akcakale auf das Schärfste verurteilt wurde. Über die Motive, welche die beiden Vetomächte bewegt haben, erstmals eine gegen Syrien gerichtete Resolution nicht zu blockieren, kann nur gerätselt werden. Immerhin enthielt der Text auch eine Verurteilung der Terrorakte der Freischärler, was im allgemeinen Medienjubel freilich völlig unterschlagen wurde.
Vom Beschluß des UN-Sicherheitsrates offenbar ermutigt, wollen die Paten des wahhabitischen Terrors, Saudi-Arabien und Katar, schwere Waffen an die syrischen Todesschwadronen liefern. Sie erwarten dafür die »Rückendeckung der USA und am besten auch der UNO«. Washington zögert noch, weil die Waffen in die Hände von Terroristen gelangen könnten. Doch die sind längst zu unverzichtbaren Verbündeten geworden.
Werner Pirker (jW)

Sonntag, 7. Oktober 2012

Granatenangriffe auf Türkei wurden mit NATO-Munition durchgeführt

Als das türkische Militär damit begann, offene Kriegshandlungen gegen Syrien zu führen, demonstrierten Tausende von Türken gegen dieses Verbrechen und lieferten sich zum Teil schwere Straßenschlachten mit der türkischen Polizei.
Offensichtlich verfügt das Erdogan-Regime über keinen ausreichenden Rückhalt in der türkischen Bevölkerung. Es war beeindruckend, sehen zu können, wie sich Teile des türkischen Volkes gegen den globalen Wahn wehren.

Als Grund für das Vorgehen des türkischen Militärs gegen Syrien wurde Vergeltung für die Granatenangriffe auf die türkische Stadt Akçakale angegeben, in deren Folge zwei Frauen und drei Kinder getötet und zahlreiche Menschen verletzt wurden.
Für mich und viele andere aufmerksame Beobachter war klar, dass es nicht im Interesse Syriens sein konnte, die Türkei mit Granaten zu beschiessen und somit der NATO ihren ersehnten "Sender Gleiwitz" zu liefern.
Der Gedanke, dass die zum Teil aus internationalen Terroristen bestehende sog. "Free Syrian Army" (FSA) hinter diesen Anschlägen stecken würde, drängte sich förmlich auf. Die FSA muss eine Niederlage nach der anderen einstecken und versuchte dadurch, ihre imperialistischen Bündnispartner in den offenen Konflikt mit einzubeziehen. Ob die Anschläge mit oder ohne Wissen der entsprechenden NATO- Einheiten durchgeführt wurden, ist dabei zweitrangig.
NATO-Granaten aus EU-Produktion

Die türkische Zeitung Yurt hat nun veröffentlicht, dass die Granaten, die auf Akçakale abgefeuert wurden, aus NATO-Beständen stammen. Damit dürfte naheliegen, dass die von der NATO angeheuerten Terroristen hinter dem Granatenangriff stecken. Zwar gibt es noch die Möglichkeit, dass das syrische Militär mit eroberten NATO-Granaten geschossen haben könnte, doch spricht gegen diese Möglichkeit der fehlende Nutzen für das syrische Militär.
Die türkische Zeitung Yurt hat bereits im Juli mit Dokumenten und Videos belegt, wie der türkische Geheimdienst in Terrorangriffe in Syrien involviert ist, wie Ausbildungslager von der türkischen Regierung an der Grenze in der Nähe der Stadt Yayladağı eingerichtet wurden, um die Terroristen von dort aus nach Syrien einzuschleusen.
In einem Video zeigte die Zeitung, wie zahlreiche türkische Terroristen, die Türkisch sprachen, eine Polizeistation im syrischen Dorf al-Sha’abaniya angegriffen haben. Die Zeitung zitiert auch eine Anzahl Bewohner des Gebiets die sagen, bewaffnete Terroristen die in den Lagern untergebracht sind, haben die Grenze überschritten, um Terrorangriffe und Massaker an der syrischen Zivilbevölkerung zu verüben, ohne von den türkischen Grenzwächtern aufgehalten zu werden.
Alles Schall und Rauch
Solche Fakten sind der Bundesregierung und den Staats- und Industriemedien bekannt, das hindert sie allerdings nicht daran, wie jüngst Außenminister Schwesterwelle von "Besonnenheit" zu schwafeln und somit die deutsche Bevölkerung anzulügen. Denn was hat es mit Besonnenheit zu tun, dass sich die BRD sogar aktiv am syrischen Konflikt beteiligt?
Doch entsprechende Massenproteste, wie wir sie in der Türkei erleben durften, bleiben in Deutschland weiterhin aus. Daran ist sicherlich die einseitige Berichterstattung und die vorherrschende Dominanz der NATO-Medien schuld, aber garantiert auch die Charakterschwäche eines umerzogenen und sich beständig selbst erniedrigenden Volkes.

Samstag, 6. Oktober 2012

Das Wort zum Sonntag: heute - Referent Barth

Vergangene Woche verstarb ein kleiner schwuler Dicker an den Segnungen der Zivilisation.
Das ist nichts ungewöhnliches, doch zog dessen Ableben eine große Trauergemeinde hinter sich her. Denn beim kleinen dicken Schwulen handelte es sich um einen sog. "Comedy-Star" des Unterschichtenfernsehens. Und die Unterschicht ist groß in diesem Land, mit erschreckend wachsender Tendenz.

Bekannt wurde der kleine schwule Dicke durch seinen medial zelebrierten Sandkastenhumor, seine seichten, von Stil befreiten Versuche, das Verwandlungstalent eines Diether Krebs nachzuahmen und nicht zuletzt durch seine Dauerauftritte im "Dschungelcamp", wo es dann hieß: "Dreck fressen mit Dirk B.".
Nun soll jeder über das lachen, über das er lachen will und vor allem kann. Im Gegensatz zur Dummheit ist die Intelligenz nicht weit verbreitet und der Satz von Karl Kraus, dass dort, "wo die Sonne der Kultur niedrig scheint, auch Zwerge lange Schatten werfen", trifft heute um einiges mehr zu, als zu Zeiten von Kraus.

Das Sternchen im Zirkus der Verblödungsindustrie ist erloschen. Der kleine schwule Dicke war sich für keine Banalität zu schade, zu schade war er sich nur, wenn es darum ging, ein klein wenig Niveau zu erreichen. Denn Niveau kann der sich verblöden lassen wollenden oder bereits verblödeten Zielgruppe nicht zugemutet werden.
Wo käme denn diese Gesellschaft hin, wenn im Fernsehen Niveau geboten werden würde?
Womöglich würde es all die traumatisierten Verlierer - sie haben nicht nur ihr Hirn verloren - auf die Straßen oder auf die Barrikaden treiben.
Die Angst vor einem schrecklichen Ende ist (noch) größer als diejenige vor einem Schrecken ohne Ende.
Das Fernsehen ist jedenfalls eine großartige Erfindung. Es könnte dazu dienen, den Menschen zu erhöhen. Dass es dazu genutzt wird, den Menschen zu erniedrigen, liegt nun wahrlich nicht an dieser Erfindung.

Und bevor jetzt noch jemand auf die Idee kommt, ich wäre "homophob"*, überreiche ich Markus Barth das Wort:



* Hierbei handelt es sich wieder einmal um ein allgemein benutztes Fremd-Wort, dessen Wortsinn den meisten unbekannt sein dürfte, da es sonst niemals in diesem Zusammenhang verwendet würde.
Homo = Mensch, Phobie = Angst, Furcht. Jemanden, der Homosexualität ablehnt hat doch nicht Angst oder Furcht vor Menschen im allgemeinen. Eine solche Unterstellung ist widersinnig und anmaßend. Bei der Verwendung des Wortes Homosexualität handelt es sich um einen weiteren zweck- und sinnentfremdeten Begriff, da jeder Mensch, dessen Sexualität auf Menschen bezogen ist, im Wortsinn homosexuell ist. Gleichgeschlechtliche Sexualität funktioniert auch mit Menschen, grenzt aber die andere Hälfte aus.
Parsexuell (par = gleich) wäre als Bezeichnung weit treffender. Das nur nebenbei zum Orwell Sprech, den es schon weit länger gibt, als zu Orwells Lebzeiten. 

Freitag, 5. Oktober 2012

Die Medien entdecken die gescheiterte "Integration" - wieder einmal

Kolumnist Harald Martenstein fragt sich: Wieso fühlen sich manche Menschen mit Migrationshintergrund persönlich angegriffen, wenn man Geschichten aus dem Leben erzählt?
Potsdamer Neueste Nachrichten
Zunächst sei angemerkt, dass Martenstein für Zeitungen schreibt, die der Verlagsgruppe von Holtzbrinck gehören, also für Zeitungen aus dem Dunstkreis der "Bilderberger".
Das ändert allerdings nichts am Inhalt des von Martenstein verfassten Artikels mit der Überschrift "Ich entschuldige mich", der in den Potsdamer Neuesten Nachrichten erschienen ist.

Die eingangs zitierte Frage, die aus dem Einleitungstext des besagten Artikels der Potsdamer Neuesten Nachrichten stammt, sollte bei aller Berechtigung der Fragestellung dennoch erweitert werden:
Wieso fühlen sich Menschen in Deutschland angegriffen, wenn man Geschichten aus dem Leben erzählt?
Wir wollen doch nicht etwa all die Politiker, die Medien- und Meinungsmacher, die Gutmenschen, den Klerus, die "Antifa", die "Linken" und all die anderen nicht populistischen Minderheiten vergessen, die es im Sinne der Besatzungspolitik bis zum heutigen Tag und über Jahrzehnte hinweg schafften, Volkes Meinung in die "menschenverachtende rechte Ecke" zu stellen, die gesellschaftliche Vernunft nebst einer absoluten Mehrheitsmeinung zu unterdrücken und es somit schafften, in einen vermeintlichen "gesellschaftlichen Konsens" einzutauchen, sprich eine Meinungsdiktatur einzurichten.

Es soll also abgelenkt werden? Abgelenkt von den gesellschaftlichen und historischen Ursachen, aus denen solche "Geschichten aus dem Leben" erwachsen.
Und dafür benötigt es wie immer eines Sündenbockes, der nicht zufällig genau in die Schiene passt, auf der auch die NATO-Kriegspropaganda seit 2001 fährt.

Damit möchte ich nicht sagen, dass diese "Geschichten aus dem Leben" weiterhin unterdrückt bleiben sollen.
Im Gegenteil. Es soll lediglich dabei radikal gedacht werden, nämlich die Wurzeln des Übels betrachtend. Denn den "Rattenfängern" soll dieses Thema nicht überlassen werden.
Oder waren es nicht auch die Zeitungen der Holtzbrinck-Verlagsgruppe, die über vier Jahrzehnte hinweg - denn solange gibt es das Problem der kriminellen und asozialen Jugendbanden mit Migrationshintergrund  - verschwiegen, heruntergespielt und die einsamen Rufer in der Wüste denunziert hatten?

Die Frage muss erlaubt sein - berechtigt ist sie ohnehin - weshalb die Staats- und Industriemedien dieses Thema erst seit 2001 berücksichtigen und das noch viertelherzig dazu?
Gut, das ist nicht ganz richtig. Denn diese Thematik wurde in der Vergangenheit mehrfach medial zubereitet. Zum Beispiel am Anfang der 90iger, bis die Asylbewerberheime brannten, danach war dann wieder Ruhe im Blätterwald eingekehrt.
Von Ruhe kann eigentlich auch keine Rede sein, denn man machte danach dort weiter, wo man zuvor aufgehört hatte. Man wetterte gegen diejenigen und denunzierte sie, die dieses Thema nicht vergessen wollten und mit den Brandstiftungen nichts zu tun hatten.
Auch hier ließen sich Sündenböcke produzieren, um von den eigenen Unzulänglichkeiten und dem kriminellen Wirken, das damit einhergeht, abzulenken. In bester "Rattenfänger"-Mentalität, denn die Dummen und Vergesslichen werden nicht weniger.

Ende der 90iger griffen die Medien erneut das Thema auf. Die Kohl-Junta wollte ihr altes Versprechen einlösen und die "Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer halbieren". Die Medien machten hierfür die Stimmungsmusik.
Allerdings verringerte sich nicht die Anzahl der Ausländer, schon gar nicht die der Kriminellen. Man führte einfach die "doppelte Staatsbürgerschaft" ein und meinte mit diesem "Rechentrick" die Problematik - zumindest statistisch - abgeschafft zu haben. Kriminalstatistiken der Polizei, in denen Täter mit Migrationshintergrund vorkamen, wurden zeitweise oder gleich ganz abgeschafft. Mit der Absicht, der indigenen Bevölkerung statistisch die Kriminalität der Zuwanderer anrechnen zu können.
Wissen sie, wie man so etwas nennt? Da fallen mir mehrere Begriffe ein, mit denen die Verantwortlichen ansonsten nur die gemeinen "Nazis" versehen.
Es ist schon dummdreist, wenn man beispielsweise meint, der drogendealende Schwarzafrikaner würde von seiner Umwelt als weißer Dealer wahrgenommen werden, nur weil er einen Bundespass besitzt.
Soll man ein Volk ernst nehmen, dass sich derart verarschen läßt?
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
Martenstein berichtet in seinem Artikel von seiner Opferrolle während einer räuberischen Erpressung in Verbindung mit Körperverletzung.
Wenn sich ein ausgewachsener Mann von zwei halbwüchsigen "Schakalen" erniedrigen läßt, dann sicherlich nicht, weil der Klügere nachgeben sollte, sondern weil der Feige oder Ohnmächtige nachgibt.
Womöglich hatte Martenstein als Kind gemieden, seine Quarkstullen aufzuessen und hatte dafür liebend gern den Märchen vom Jesus gelauscht. Jedenfalls gibt er an, die Erniedrigung ohne jegliche Gegenwehr - auch keine spätere - hingenommen zu haben.  Wo die Kraft nicht reicht, reicht der Verstand, denn über diesen verfügen die "Schakale" nicht.

Es kommt vor, dass man in einer bestimmten Situation machtlos ist. Doch zwingt das einen nicht, im Anschluss an dieser Situation tatenlos zu bleiben. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass die Figur Martenstein jemals zuvor seine Macht als Journalist oder Bürger dazu nutzte, diesem gesellschaftlichen Spuk ein Ende zu bereiten.
Ehrbare Männer verhalten sich jedenfalls anders.

Nun gut, dennoch gestehe ich jedem zu, seine bisherigen Sichtweisen und Handlungen zu überdenken und zu ändern. Besser, die Sachen werden spät angesprochen, als gar nicht.
Ich möchte Martenstein auch keine Unehrlichkeit vorwerfen, doch kann jeder kritisch Denkende seine Einseitigkeit herauslesen. Martenstein greift die Wirkung an, nicht die Ursache. Anders formuliert, Martenstein denkt zu kurz.
Wenn ich Jude wäre, dann wären die Prügel, die ich bekommen habe, der Beweis für den wachsenden Antisemitismus. Wenn ich Ausländer wäre, und die Täter wären deutsch gewesen, würden die Prügel den deutschen Rassismus beweisen. Weil ich aber weder das eine noch das andere bin, sind diese Prügel der Beweis für gar nichts.
Martenstein
Beweis für gar nichts? Oh doch, es ist der Beweis dafür, dass wir es im Lande mit einer gigantischen Heuchelei zu tun haben. Eine Heuchelei, die nicht nur die Benachteiligung der heimischen Bevölkerung beinhaltet, sondern auch aller Zuwanderer mit Gemeinschafts- und Wertesinn, der über die eigene Sippe und die eigene Religion hinausgeht. Diese Heuchelei trägt eindeutig rassistische und menschenverachtende Züge und sie ist zudem branntgefährlich.
Aber wieso fühlen sich eigentlich manche Menschen mit Migrationshintergrund persönlich angegriffen, wenn man Geschichten aus dem Leben erzählt? Für mich ist das so, als fühle sich ein Deutscher persönlich angegriffen, wenn man etwas gegen Neonazis sagt. Da gibt es auch soziale Ursachen [für deren Denken und Handeln].
Martenstein
Diese Frage läßt sich ganz schnell und eindeutig mit einer guten alten deutschen Volksweise beantworten, nämlich mit der von den Krähen, die sich nicht gegenseitig die Augen auszuhacken pflegen...

P.S. "Ich entschuldige mich" ist eine Redensart, die von der ursprünglichen Bedeutung abweicht.
"Ich möchte mich entschulden" oder "ich bitte um Entschuldigung" sind Bitten und keine vollendeten Tatsachen. "Entschulden" kann nämlich nur das "Opfer" bzw. der "Geschädigte", doch niemals der "Täter" oder der "Verursacher".
Martenstein meint seine "Entschuldigung" ironisch, das ist mir auch klar.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Solidarität und Verantwortung: Im badischen Weisweil sind das keine "böhmischen Dörfer"

Es freut mich, ausgerechnet am sog. "Tag der deutschen Einheit" über ein kleines "gallisches Dorf" namens Weisweil berichten zu können.
Weisweil, Fotos: Google Earth
Im weißen Kästchen befindet sich der Bildausschnitt des oberen Fotos, also das "gallische Dorf".

Die im Badischen gelegene 2.000 Einwohner Gemeinde wehrte sich am vergangenen Freitag gegen eine "Nacht- und Nebelaktion" des FIAT-Tochterkonzerns Iveco. Dieser möchte sein Werk in Weisweil schließen und wollte mit dieser Aktion schon 'mal klammheimlich die Maschinen deportieren lassen.
Daraus wurde nichts.
Bewohner der Gemeinde setzten den Betriebsrat über das "Räumkommando" in Kenntnis und die dann über eine Telefonkette informierte Belegschaft des Werkes verhinderte anschliessend das Vorhaben des Konzerns.

Da die mit der Deportation beauftragten LKW-Fahrer einer Ulmer Spedition für das ganze Wochenende angeheuert gewesen waren, blieb der Belegschaft keine andere Wahl, als in Alarmbereitschaft zu bleiben und Wache zu schieben. Dafür wurde vom Betriebsrat vor Ort ein Zelt organisiert und Bürgermeister Grumbler, der ebenfalls vor Ort war, sorgte dafür, dass die Feuerwehr und das Rote Kreuz die Verpflegung der Streikposten übernehmen konnten.
Weisweiler Streikposten vor IVECO-Werk, Foto: Michael Haberer

Soviel Solidarität untereinander (sic!) ist im bundesrepublikanischen "Land der Neider" gewiss nicht alltäglich.
Dass es sich in Weisweil um kein "Zufallsprodukt" handelte, wird schon daraus klar, weil sich die Kommune "bei der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2009 von den politischen Parteien verabschiedet hatte und nun von überparteilichen Wählerlisten vertreten wird" (jW).

Eine Nachbargemeinde von Weisweil ist übrigens das (ebenfalls) "rebellische Dorf Wyhl, wo die Einwohner in den 70er Jahren den Bau eines Atomkraftwerkes verhindert hatten".

Eine sympathische Gegend, die nicht nur eine Reise wert ist.