Donnerstag, 6. Februar 2014

Wie warm ist es wirklich in der Hölle?

Es soll immer noch Menschen geben, die die Bibel für das "Wort Gottes" halten und nicht für das Werk vieler unterbelichteter Hochstapler, bei denen zwar einer vom anderen abgeschrieben hat, aber das so miserabel, das in diesem Machtwerk 250.000 Widersprüche vorkommen, die sich wiederum meist gegeneinander ausschließen.

Werden diese Menschen mit den Absurditäten der Bibel konfrontiert, versuchen die sich meist mit dem Hinweis herauszureden, dass die antike Menschheit in geistiger Umnachtung weilte. Das mag zwar auf ein gewisses antikes Ziegenhirtenvolk zutreffen, verkennt aber vollkommen das vorhandene Wissen in der Antike.

So beschrieb der griechische Denker Demokrit bereits ein halbes Jahrtausend vor der Entstehung der Evangelien, dass die gesamte Natur aus kleinsten Einheiten, den Atomen, zusammengesetzt sei. Ein leistungsfähiges Mikroskop hatte er nicht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Doch die Beobachtung der Himmelskörper und die Erkenntnis darüber, daß jede Wahrheit im Großen wie im Kleinen funktioniert, waren wahrscheinlich die Mutter seiner Gedanken.

Thales von Milet wußte bereits 6 Jahrhunderte v. Chr., daß der Ursprung allen Lebens auf der Erde im Wasser liegt oder dass die Erde die Form einer Kugel hat. Und Eratosthenes schaffte es ein Vierteljahrtausend vor der Zeitenwende zum Christentum den Erdumfang fast genau zu berechnen.

Derartige Beispiele ließen sich noch weit mehr anfügen. Von Dummheit kann also keine Rede sein, was nicht nur auf das antike Griechenland begrenzt zu sehen ist. China verfügte ebenfalls über einen großen Wissensschatz, von dem noch heute Philosophen wie Konfuzius oder Lao-Tse künden. Ebenso, wie Stonehenge oder die Himmelsscheibe von Nebra ihre eigene Sprache sprechen. Zudem es nicht falsch gewesen sein kann, wenn die Weisen des germanischen Kulturkreises ihre Gedanken nicht schriftlich, sondern mündlich weitergaben. Das verhinderte zumindest, dass sich jeder verbrecherische Idiot eine Bombenanleitung aus dem Internetz besorgen kann, um das auf die heutigen Möglichkeiten zu beziehen.

Erst die lichtscheuen und lichtverachtenden Elemente des Juden- und Christentums brachten uns um die Früchte der Antike (Nietzsche) und tauchten die Welt für viele Jahrhunderte in absoluter geistiger Umnachtung. Insbesondere die Christenheit versuchte das antike Wissen zu vernichten, in dem sie Bücher verbrannte, Schulen abriß und die Denker als Ketzer und Gottesleugner verfolgte. Vom "Baum der Erkenntnis" sollte niemand mehr naschen können.

Wenn man heute die geistigen Errungenschaften in der westlichen Welt auf das christliche Erbe basiert wissen will, so geschieht das nicht nur in Unkenntnis über die Tatsachen, sondern in boshafter Verleugnung der historischen Wahrheit.
Das einige antike Werke in Klöstern erhalten geblieben sind, ist jedenfalls nicht dem Christentum, sondern einzelner christlicher Menschen zu verdanken, die sich bestimmt nicht gefahrlos dem Zerstörungswahn widersetzten. Die Ketzer- und Hexenverfolgungen lassen sich nicht ungeschehen machen und sie sind ganz gewiss kein Resultat der Reste heidnischen Volksglaubens, wie uns das heute noch die Kirche in ihrer traditionellen Verlogenheit weiszumachen sucht.

Mit diesem Hintergrundwissen bewaffnet sind Vorträge wie der folgende zu betrachten.
Wenn sich im folgenden Beispiel der Physiker und Kabarettist Vince Ebert mit der "Weisheit Gottes" und der "alleinseligmachenden Wahrheit" der Bibel beschäftigt, dann geschieht das nicht, weil sie das "Göttliche" per se verneinen, wie das seitens der religiösen Eiferer kolportiert wird, sondern weil sie den blasphemischen Blödsinn, der in der Bibel steht, nicht ertragen können.
Ebert's Spott mag für die Schar der Verblendeten und Umnachteten ein Ärgernis darstellen, für den Teil der gebildeten Menschheit ist es nur eine kleine belustigende Abrechnung mit der Weltherrschaft der Dummheit (Ebner-Eschenbach).

Kommentare:

  1. Nicht zu vergessen der biblische Passus, der da sagt macht euch die Erde Untertan und wachset und mehret euch, sowie die Bransdmarkung der Frau als teufliche Verführerin, mit der man nur Sex haben darf um Nachwuchs zu zeugen (Grund hierfür war lediglich, dass Rom die Sklaven ausgingen, die zu verhüten wussten). Jetzt haben wir ein exponentzielles Bevölkerungswachstum, gleich eines Krebsgeschüres welches seinen Wirt und letztlich sich selbst vernichten wird.

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  2. das größte Rätsel vergessen: platon und die platonischen Körper aus seiner Schöpfungsgeschichte.

    Siehe hier:

    http://www1.lsbu.ac.uk/water/abstrct.html

    http://www.uni-ulm.de/misc/veranstaltungen/41-jahrestag-2008/preistraeger/dr-rer-nat-sven-lustig.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Timaios

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    1. Schöpfungsgeschichten hin oder her, verifizierbar sind diese jedenfalls nicht.
      Zudem hatte ich keine Rätsel aufgezählt, sondern nachgewiesene Tatsachen, die bereits in der Antike bekannt waren. Das ist dann wohl doch ein entscheidender Unterschied.

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