Dienstag, 27. März 2012

'Zonen-Gabys erste Banane' oder wie man sich noch heute lächerlich macht

Wie ausgeprägt kann das Niveau eines Volkes sein, wenn Figuren wie ein Helge Schneider oder ein Stefan Raab als lustige Gesellen gelten, als großartige "Komiker" "Comedians" gefeiert werden und sich dabei 'dumm und dämlich'* verdienen?
Karl Kraus meinte einst: "Wo die Sonne der Kultur niedrig scheint, werfen auch Zwerge lange Schatten." Dem schließe ich mich an.

Nun gibt es aber nicht nur die o.g. Gestalten im Land und ich kenne eine Menge Leute, die weder über Raab, noch über Schneider lachen können.
"Katzenklo" und "Maschendrahtzaun" ist eben nicht jedermans Geschmack und nicht wenige behaupten, solche Ergüße wären etwas für Unterbelichtete.
So einfach ist das.

Fragt man beispielsweise Schneider- Jünger, was an Schneiders Ausdünstungen lustig sein soll, dann folgt zumeist die Antwort:
"Er ist aber ein guter Musiker".
Wie unterbelichtet, einfältig und verblödet muss man sein, um eine solche Antwort abzugeben?
Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun?!!

Es gibt aber trotzdem noch wirklich lustige Gesellen im Land.
Neben vielen Kabarettisten zählen dazu auch Satire- Zeitungen wie der "Eulenspiegel" oder die "Titanic".

Laut dem Qualitätsmedium "Süddeutsche Zeitung" ist das Satire- Magazin Titanic "nicht immer komisch", was durchaus am schwarzen Humor der Titanic-Macher liegen dürfte, den die politisch korrekte Süddeutsche nicht nachempfinden will oder besser, nicht kann.

Als komisch empfand die Süddeutsche allerdings eine der schlechtesten, wenn nicht gar die schlechteste Titelseite, die jemals von der Titanic veröffentlicht wurde:
Nicht zufällig wird diese Titanic-Titelseite ebenso von den bereits bezeichneten Raab- und Schneider- Jüngern gefeiert.
Doch, wer lacht hier wen aus?
Zu Wendezeiten hing Zonen-Gaby in unzähligen Partykellern und Studentenzimmern der noch geteilten Republik. Die Frau mit der Gurke wurde zum Star, Zeitungen in der ganzen Welt druckten das Titelbild nach. Bis heute erfreuen sich Berlin-Touristen an Gaby als Postkartenmotiv. Und in einem Zürcher Hotel findet sich auf dem Rezeptionstisch die Musteranmeldung "Name: Zonen-Gaby, Wohnort: Im Glück." Journalisten benannten die ehemalige PDS-Bundesvorsitzende Gabriele Zimmer nach ihr.
...Zonen-Gaby bleibt bis heute der mit Abstand berühmteste, am häufigsten nachgedruckte Titanic-Titel. 
SZ
Setzen wir voraus, was schon verblödet genug ist, dass DDR- Bürger vor dem 9.11.1989 absolut nichts von der Existenz von Bananen wussten, so kannten sie doch Gurken.
Versteht das Raab/Schneider- Bildungsbürgertum selbst unter dem Stichwort Spreewald nichts?
Wie - bitteschön - soll jemand, der Gurken kennt, eine Gurke für eine Banane halten?

Anfangs dachte ich, die Titanic-Redaktion  hätte sich hier einen Scherz geleistet, der auf die Oberflächlichkeit, Bildungsschwäche und Arroganz des gemeinen Bundesbürgers abzielte.
Immerhin befand sich jetzt laut der Titanic-Redaktion diese "Gaby" mit ihrer Gurke "im Glück", Klammer auf, "BRD" (sic!), Klammer zu.

Doch Fehlanzeige:
Die Satiriker unterhielten sich über die kruden Fernsehbilder, auf denen zu sehen war, wie Bundesdeutsche an über Ungarn ausgereiste DDR-Bürger Bananen verteilten. Da soll Titanic-Ur-Vater Robert Gernhardt gesagt haben: "Wir zeigen einfach eine junge Frau, die eine Banane in der Hand hält. Zonen-Gaby im Glück." Bernd Eilert spann die Idee weiter: "Und statt einer Banane drücken wir ihr eine Gurke in die Hand." Große Begeisterung an der Spaßfront! Bernd Fritz wurde angewiesen, nach einer geeigneten Gaby zu suchen. Da fiel ihm Dagmar aus seiner Wormser Lieblingskneipe ein.
SZ
Es mag sein, dass die Titanic- "Spaßfront" an besagtem Abend nicht mehr Herr über ihre Sinne war.
Vielleicht war der Realitätssinn durch Rauschmittel derart betäubt, dass die grauen Zellen auf Urlaub waren.
Egal.
Was übrig bleibt, ist jedenfalls dieses Titelbild:
Ein vortrefflicher Beweis dafür, wie der auf Dummheit basierende Chauvinismus des gemeinen Bundesbürgers noch heute Wirkung zeigt.

Im erwähnten SZ- Artikel aus dem Jahre 2009 findet sich folgende aussagekräftige Einleitung:
Deutschland, Anfang November 1989. In wenigen Tagen fällt die Mauer. Noch immer reisen Zehntausende DDR-Bürger auf abenteuerlichsten Wegen nach Deutschland ein.
Hochmut bzw. Übermut kommt bekanntlich vor dem Fall. Wenn nicht sofort, dann später irgendwann.
Welch geistiges Kind der oder die Verfasser des SZ-Artikels sind, kann nicht nur mit mangelhaften Geographiekenntnissen schöngeredet werden.

Es spricht Bände und entstammt mit Sicherheit dem selben Geist, der auch die ostdeutsche Gurken-Banane erfunden hatte, um seinem Springer-Abi gerecht zu werden.

Einerseits ist es traurig, andererseits spotte und lache ich noch heute über die Anmaßungen derjenigen, über die mein Vater einst sagte:
Nimmt man ihnen den Taschenrechner weg und schneidet ihnen die Krawatte ab, dann stehen sie im Dunkeln.
Für wahr.
Dort, wo selbst das Mittelmaß (zum Menschsein) unerreichbar ist, werden auch fernerhin die Raabs und Schneiders Karriere machen. Dummheit ist nicht behandelbar. Da kann jeder einzelne von denen eine ganze Apotheke leerfressen. Wer von Kind an eingetrichtert bekam, dass er Juden und Amerikanern gegenüber bis in alle Ewigkeit etwas schuldig ist, aber sonst auf Platz 3 der Weltrangliste des Herrenmenschentums und der Alleskönner zu finden ist, der ist eigentlich bemitleidenswert. Von Klein auf bekamen sie eingehämmert, dass das Böse im Osten siedelt. Und das die Untermenschen des Ostens keine Schuhe haben und vor lauter Hunger die eigenen Kinder auffressen müssen. Was will man von solchen denkschwachen Hirnen erwarten?

Humor kann verbindend und demzufolge auch trennend wirken.

Einer auf Dauer ausgerichteten Partnerschaft (zwischen den beiden in 50 Jahren voneinander Entfremdeten) kann es nur von Nutzen sein, wenn auch der Humor geteilt werden kann.
Wenn man wieder über dieselben "schwarzen" Sachen lachen kann.

Die Voraussetzung hierfür sind Sachkenntnisse.
Schwarzer Humor begründet sich stets auf ein "verstecktes Wissen", das zwar ab einer bestimmten Geistestätigkeit für jederman erkennbar sein sollte, es aber nicht sein kann, weil der Mensch eben Mensch ist.

Wo allerdings ausgewiesene Pisa- Krüppel  ihre Zoten reißen*, sollte man nicht mitlachen, sondern diese Trottel auslachen.

Suum cuique!

* Wer sich angesprochen fühlt, sollte sein Weltbild überdenken. Bei negativer Bestätigung möge er sich selbst ins Klo kacken und anschließend runterspülen.

Kommentare:

  1. Der Autor scheint Toleranz für einen entbehrlichen LUXusartikel zu halten, bedauernswert...

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    1. Toleranz bedeutet Duldung. Also Dinge hinzunehmen, die man eigentlich ablehnt.

      Ich bin oft tolerant, doch nicht zu jedem Preis und nicht alles und jeden gegenüber.
      Darin unterscheide ich mich nicht von anderen Menschen.
      Wenn jemand von sich behauptet, stets und ständig tolerant zu sein, dann handelt es sich um Dinge wie intellektuell bedingter Gleichgültigkeit, aber vor allem Heuchelei.

      @Anonym In der Praxis sieht das dann so aus, dass ich Ihnen die Frage stelle, weshalb sie dann nicht meinem Artikel gegenüber tolerant sind?
      Sollen vielleicht immer nur die Anderen tolerant sein?
      Das nennt sich dann allerdings Doppelmoral und einer solchen Charakter- bzw. Ehrlosigkeit werde ich auch zukünftig mit Intoleranz begegnen.

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  2. Dem Autor ist in seiner Durchgeistigkeit entgangen, was wirklich Satire ist. Wer auf Grund seiner vermeintlichen geistigen Überlegenheit die Menschheit in unterschiedliche Klassen einteilt, hat sehr viel gemein mit Menschen anderer Gesinnung, die Selbiges tun.

    "Wo allerdings ausgewiesene Intelligenz Bestien ihre Kommentare ablassen, sollte man nicht zustimmen, sondern diese Trottel bemitleiden."

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    1. @Anonym

      Es ist mir also entgangen, "was wirklich Satire" ist?
      Wenn es mir nur entgangen ist, dann wußte ich zuvor, was Satire ist. Das unterstellen Sie mir damit.
      Wie wäre es damit, dass Sie uns darüber aufklären, was Satire nun wirklich ist?
      Weshalb halten Sie mit "Ihrer geistigen Überlegenheit" hinterm Berg?
      Machen Sie sich wenigstens nicht zum "Trottel".

      Den Menschen eine unterschiedslose Intelligenz andichten zu wollen, halte ich allerdings für eine sehr gewagte Behauptung.
      Über diese Illusion kann ich nur mitleidig lachen... :-)

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    2. Lieber Lux, einen Witz zu erklären hat keinen Sinn. Wenn sie diesen Titanic-Titel nicht verstehen ist es ja nicht so schlimm. Allerdings sollten Sie das vielleicht nicht so an die große Glocke hängen!

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    3. Lieber Anonym, ich erkläre keinen Witz, da es keinen gibt.
      Vielleicht erklären Sie mir, wie ich diesen Witz erkennen kann und noch besser, wie ich den Titanic-Titel zu verstehen habe?!

      Wenn ich hier die Kontra-Kommentare lese, dann fällt vor allem auf, dass ich nichts verstehe, weil ich sogar zu dumm dafür sein soll usw.
      Keiner der Herrschaften ist aber scheinbar dazu in der Lage, seine Behauptung auch stichhaltig untermauern zu können. Wenn der Witz so offensichtlich ist, dann beleuchtet doch meine geistige Dunkelheit!
      Wer hindert euch daran?
      Euer Unvermögen?

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  3. Übrigens hätten Sie meinen Text lesen (und verstehen) sollen, bevor Sie herum unken.
    Der Gabi eine Gurke statt einer Banane in die Hand zu drücken, wo es doch Gurken zuhauf in der DDR gab (Spreewald), kann doch nur witzig sein, wenn man sich über den gemeinen Wessie lustig machen will, der Dank BLÖD-Zeitung & Co. bis heute denkt, im Osten wäre man noch im Bärenfell herumgerannt und hätte seinen Faustkeil bearbeitet.

    Wer den Osten kannte, weiß, dass es dort Bananen gab. Nicht täglich, auch nicht im Überfluß, aber es gab sie.

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  4. In der Tat, der Autor versteht wenig von hintegründigem und sarkastischem Humor - andernfalls würde er Schneider und Raab nicht auf eine Stufe stellen. Was Helge Schneider macht ist schlichtweg genial, dass es nicht für jeden zugänglich ist, ist zu verstehen, aber wer Helge Schneider nur auf "Katzenklo" reduziert, wird Schneider nicht gerecht. Geben Sie ihm mal eine Chance und schauen Sie sich sein Bühnenprogramm an, das ist feinster, subtiler Humor, der gesellschaftliche Eigenheiten wunderbar herausstellt und entblößt. Aber leider scheinen Sie nichts davon zu verstehen, genau auf solche verbohrten Leute wie Sie zielt Schneider aber ab, vielleicht treten Sie ihn deshalb so in die Tonne?

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    1. Schneider als "genial" zu bezeichnen, verraet einiges. Doch welches Superlativ verwenden sie dann beispielsweise fuer einen Goethe?

      Ihre Masslosigkeit zeugt daher von fanatischer Einfaeltigkeit, aber gewiss nicht von hohen intellektuellen oder kuenstlerischen Anspruechen.

      Sie bezeichnen einen Menschen, der ihren Geschmack nicht teilt als "borniert"?
      Ich frage mich, wie borniert man dafuer sein muss?!

      Ich sollte Schneider nicht auf sein "Katzenklo
      reduzieren"? Damit bestaetigen sie, dass sie diesem "genialen" schneiderischen Evergreen keine "Genialitaet" beimessen wollen. Ja, diese Nummer sogar selbst fuer fragwuerdig halten!

      Worauf stuetzt sich ihre Behauptung, ich waere darueber in Unkenntnis, was Schneider noch so ausduenstet?
      Auf ihre fanatische Borniertheit?
      Ich meine, auf ihre Kenntnisse bezueglich meiner Person kann sich ihre duemmliche Anmassung ganz bestimmt nicht stuetzen.

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