Samstag, 6. Juli 2013

Die Erfolgsstory der Volkspolizei: Vom Saulus zum Paulus

Zwar ist es schon ein paar Tage her, da am 1.Juli der Tag der Volkspolizei gefeiert wird, doch möchte ich auch an dieser Stelle - wenn auch 5 Tage verspätet - diejenigen Polizisten grüßen, die es wert sind, gegrüßt zu werden.
Volkspolizisten der DDR anläßlich der Öffnung der Berliner Mauer am Brandenburger Tor (1989). Foto: Wiki
Volkspolizisten der BRD anläßlich der Öffnung der nationalen "Märkte" (2013).

Freitag, 5. Juli 2013

Bundeswehr: Die Freiheit der Banane wird auf den Weltmeeren verteidigt

Und weil zu einer Bananenrepublik nun einmal Bananen gehören, trägt der bundesdeutsche Soldat in friedenssichernden Heldenkämpfen dazu bei, dass die Einfuhr dieser begehrten Frucht, die gleichzeitig das Symbol der gesamtdeutschen Freiheit von 1989 darstellt, auch für die kommenden Generationen gesichert ist.

Wer nun meint, die Bundeswehr verschwende nur Steuergelder und ihr einziger Kulturbeitrag bestünde allein im Verspeisen von Kunsthonig, dem sei dringend der Konsum des folgenden Kulturbeitrags aus der Schmiede bundesdeutscher Waffenkunst angeraten.

Dafür zahle ich gerne Steuern.
Zudem kann ich jetzt nachts wieder ruhig schlafen...
... und vom Genuß schöner nackter Bananen träumen.

Das Leben ist schön einfach, einfach schön und man muss es dann nur zu genießen wissen.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Wirtschaftskriminalität: Von ehrlichen Bankstern und ihrer Bundeskanzlerin

Ehrliche Bankster
Mitgeschnittenes Telefonat: Deutsche Kanzlerin empört sich über Äußerungen von Managern der später abgewickelten Anglo Irish Bank. Scheinheilig.
Inzwischen geschlossen: Passant vor Filiale der Anglo Irish Bank in Dublin, 2010
Foto: Cathal McNaughton/Reuters
Es gibt viele Legenden darüber, warum das obere »eine Prozent« der Bevölkerung so unendlich viel reicher ist, als der Rest. »Harte Arbeit« zählt zu den beliebtesten Schwindeleien, »Risikofreude« beim Einsatz des eigenen Geldes ebenso. Und je nach Region bedarf es – glaubt man den Erzählungen – des Segens vom jeweils zuständigen Gott. Selbstverständlich ist das Unsinn, aber wer weiß schon, wie es tatsächlich funktioniert. Schön, daß manchmal ein Blick hinter die Kulissen gelingt – wenn auch unbeabsichtigt.
Üblicherweise klagt unsere Bundeskanzlerin nicht über die tatsächlich harte Arbeit, die es kostet, der Bürgermehrheit die Interessen einer winzigen Minderheit als ihre eigenen zu verkaufen. Es ist schlicht ihr Job. Beim Versuch der Beantwortung von Fragen zu den »irischen Telefonaten« am vergangenen Freitag in Brüssel fiel sie dann doch einmal kurz aus der Routine: Es sei nun eine »unglaubliche Herausforderung«, Menschen von ihren politischen Zielen zu überzeugen, die »jeden Morgen aufstehen, jeden Tag ihre Arbeit machen, immer ihre Steuern zahlen und Solidarität mit anderen üben. Das alles wird dadurch zerstört«, klagte Angela Merkel, und es klang glaubhaft. Die Telefonate bedrohten das »Vertrauen in Demokratie und soziale Marktwirtschaft«, wurde sie von der FAZ am 29. Juni assistiert.
Es brauchte eine günstige Gelegenheit, Merkels seit der Geburtstagssause für Deutschbanker Josef Ackermann im Kanzleramt (April 2008) anhaftendes Image als »Bankster-Versteherin« abzustreifen und statt dessen auf ausländische Institute und andere Staaten zu zeigen. Die Veröffentlichung von mitgeschnittenen Telefonaten, die Chefs der Anglo Irish Bank im Herbst 2008 untereinander geführt hatten, war so eine Chance.
Zu hören ist unter anderem, wie ein Spitzenmanager der damals bereits schwer angeschlagenen Großbank sich darüber lustig macht, daß (übersetzt) »verdammte Deutsche« der Bank noch Einlagen anvertrauten. In einem Gespräch, bei dem es über das Einwerben deutscher Einlagen ging, singt ein Banker »Deutschland, Deutschland über alles« (wobei, welch Sakrileg, gelacht wird). Exbankvorstand David Drumm kommentiert die damals aktuell existenzbedrohend hohen Abflüsse von Kundengeldern mit einem lakonischen »Neuer Tag, neue Milliarde«. Staat und Zentralbank sollten »helfen«, aber wieviel Geld wird gebraucht und wie soll es zurückbezahlt werden, fragten sich die Spitzenleute des irischen Geldgewerbes. Letzteres sei einfach, beschied ein anderer: »Wir werden das Geld zurückzahlen, wenn wir es haben … also nie«, lautet ein Satz aus den Gesprächen (FAZ vom 30. Juni).
Was die benötigte (»Rettungs-«) Summe angeht, machten es die Bankster, wie es üblicherweise gemacht wird – beispielsweise bei der Veranschlagung von Kosten für ein Rüstungsprojekt oder ein großes Infrastrukturvorhaben: Welches sei der Betrag, der gerade noch durchgehen könnte, fragten sie zynisch.
Der verantwortliche Geldmanager hatte dann der Aufsicht zunächst die Zahl von acht Milliarden Euro genannt. Auf die Frage des Kumpans, wie er auf diese Zahl kommen, antwortet er mit erfrischender Ehrlichkeit: Die hätte er sich »aus dem Arsch gezogen«.
Tatsächlich wurden es dann über 30 Milliarden Euro, die Bank wurde Ende 2009 verstaatlicht und wird nach Verlusten von über 17,7 Milliarden 2010 (mehr als 50 Prozent der irischen Steuereinnahmen) seit Februar 2011 abgewickelt.
Um dem irischen Staat die »Bankenrettung« zu ermöglichen (die Anglo Irish Bank war die größte), erhielt er vom europäischen Krisenrettungsfonds Garantien über 85 Milliarden Euro, sowie Darlehen, die letztes Jahr prolongiert wurden.
Unbequem bei dem Ganzen ist die einfache Frage, bei wem eigentlich die vielen Rettungsmilliarden landen, die u.a. an die Anglo Irish Bank geflossen sind?
»Bemerkenswert ist, daß sofort schlechte Laune eintritt, wenn sie gestellt wird«, schriebt sogar Springers Welt Anfang des Jahres. »Das ist keine lebenswichtige Information«, schmetterte Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos eine derartige Frage ab. Und der Bundesfinanzminister ist derselben Ansicht: »Wer die Begünstigten sind«, sagte Wolfgang Schäuble, »ist irrelevant«.
Offizielle Auskunft dazu gibt es keine – weil solche Informationen unter das »Geschäfts- und Betriebsgeheimnis der Unternehmen« fallen. Das sagt ausgerechnet der alleremsigste deutsche »Bankenretter«, Jörg Asmussen. Seit einem Jahr sitzt dieser Held im Direktorium der Europäischen Zentralbank.
Ganz so geheim sind die Nutznießer der irischen Bankenrettungsaktion auch nicht. Eine Gläubigerliste der Anglo Irish Bank, die ein Blogger gerade unter dem Pseudonym »Guido Fawkes« veröffentlicht hat, nennt u. a. die Deutsche Bank, die Deka-Bank der Sparkassen, die Union Investment der Raiffeisen-Banken.
Zum Vergleich: Wenn die Agentur für Arbeit wissen will, wofür der »Leistungsempfänger« seine Groschen verplempert, braucht es keinen anonymen Blogger. Entweder der »Prekäre« zieht sich selbst bis auf das Hemd aus, oder es kommt ein Kontrolleur und die Überweisung wird gestoppt. Die Bank des armen Schluckers gibt eifrig Auskunft, ob noch was zu holen ist.
(c) Richard Corell (junge Welt)
Unser Autor ist Volkswirt und schreibt u.a. für die Kommunistische Arbeiterzeitung und Theorie und Praxis.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Produziert die islamische Welt durchweg nur "finsterstes Mittelalter"?

Wenn in unserem Kulturkreis von gewissen Medien über die islamischen Länder berichtet wird, dann meist nur von durchgeknallten Islamisten oder Muslimen, die bestenfalls als schlechte Kopien unseres Kulturkreises erscheinen, um nichts besseres im Sinn zu haben, als die Fehler unserer Kultur zu übernehmen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle zwei Werke veröffentlichen, die aus besagten Ländern stammen und nicht dem medialen Klischee entsprechen.
Diese Fotocollage stammt aus den Libanon und wurde von einem Atheisten angefertigt.
البحث عن الله - Seeking God
Diese Karikatur spricht für sich. Und sie stammt nicht von "menschenfressenden Islamisten"...

Solche Werke gibt es im Netz zuhauf, doch sie finden bei uns wenig Beachtung, da sie nicht in das Bild passen, dass wir von den Menschen in diesen Ländern haben wollen. 
Ausgewogenheit im Denken sieht anders aus...

Dienstag, 2. Juli 2013

Welche Art von Jude bist du?

   לקחת את זה I am
Hier ein kleiner Überblick über die Evolutionsgeschichte der heilsversprechenden Religionen des Judentums.
Für jeden ist die "einzig seligmachende Wahrheit" dabei. Immer soviel, um vor lauter Gewissheit, zwar ein und desselben Gottes Gesetzen zu folgen, aber der ihm gefälligsten Variante anzugehören, um die Glaubensbrüder abschlachten zu können...

Montag, 1. Juli 2013

Balztanz der Puppen

An dieser Stelle 'mal was außergewöhnliches, was einfach nur Spaß beim Zuschauen macht.

Es heißt über Kunst läßt sich nicht streiten, weil sie im Auge des Betrachters liegt.
Dass Kunst im Auge des Betrachters liegt, damit kann ich mich abfinden. Aber was so alles unter dem Kunstbegriff läuft, darüber läßt es sich sehr wohl streiten.

Kunst kommt von Können. Was jeder kann, ist demnach keine Kunst.
Kunst soll den Menschen erhöhen und nicht erniedrigen.
Mich hatte einst ein dreijähriges Mädchen porträtiert. Für ihr Alter außergewöhnlich, zeichnete sie sogar Details wie Ohrringe. Das war eindeutig Kunst.
Doch in Dosen scheißen, das kann doch nun wirklich jeder, der einen Arsch besitzt. Für mich stellt das hannebüchenen Blödsinn dar, aber gewiss keine Kunst.

Der Puppenspieler im nachfolgenden Film ist ein Künstler. So wie er die Puppen tanzen läßt, wünschte sich manch ein Mensch wirklich tanzen zu können.


Puppenspieler sorgt für Staunen und gute Laune...

Linkspartei fordert "Deutsche Ausbildungsplätze für deutsche Jugendliche"!

Manchmal traut man seinen Augen nicht, was man da so sieht?
Kurz vor den Bundestagswahlen 2013 versuchen die Internationalisten der Linkspartei mit "platten nationalistischen Parolen und ewiggestrigem Nazigedankengut" zu punkten, um einmal im Sprachgebrauch dieser Apologeten des Gutmenschentums zu bleiben.

Ob aus Selbsterkenntnis heraus oder durch erfahrene PR-Berater geschult, in schlechten Zeiten punktet man am besten beim Wahlvieh, wenn man sich ein Patrioten-Image verpasst.
Die "Frontfrau der Linkspartei", Sahra Wagenknecht, forderte deshalb in einem Interview mit der neoliberalen NATO-Kampfschrift "Der Spiegel" sinngemäß ein:
"Deutsche Ausbildungsplätze für deutsche Jugendliche!"
Mit ihrer Forderung reagierte Wagenknecht auf den bundesdeutschen Wirtschaftsminister mit Migrationshintergrund, Dr. Philipp "Fipsi" Rösler, der sich trotz der einheimischen seuchenhaften Jugendarbeitslosigkeit und sinnloser Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Form von unbezahlten Praktika und Schulungen erdreistete, junge Arbeitslose aus Südeuropa in die Bundesrepublik einzuladen, auf das sie hier mit den einheimischen Interessenten um die wenigen sinngebenden Ausbildungsplätze streiten.

Trotz seiner dummdreisten Beleidigung einheimischer und südeuropäischer Jugendlicher ist Rösler übrigens immer noch in Amt und Würden, was nicht für das Niveau des von ihm beleidigten Publikums spricht.
Jedenfalls ist es kaum vorstellbar, dass sich die Wagenknecht und mit ihr die gesamte Führungsclique der Linkspartei über Nacht vom Saulus zum Paulus gewandelt haben soll und fortan die "Nächstenliebe" der "Fremdenliebe" vorziehen will.
Wer meint, diese internationalistische Blockflötenpartei würde nun zu einer Sozialistenpartei der nationalen und internationalen Interessen mutieren, verkennt die Lage. Allenfalls sollen hier die Belange der typischen Linkswähler durch leere Wahlversprechen befriedigt werden, da man in Kenntnis gewisser Umfrageergebnisse ist, auf die es einzugehen lohnt, will man sich erneut an den parlamentarischen Töpfen mästen.

Von Merkel bis Obama - stehen Wahlen an - tun selbst die arrogantesten Internationalisten so, als ob ihnen die Belange von Oma Friede oder der Müller-Kinder aus der Nachbarschaft nah am Herzen liegen würden.
Das an politischer Demenz schwer erkrankte Wahlvieh fällt stets auf's Neue auf diese Hausierertricks der Politiker und ihrer PR-Berater herein.