Montag, 10. September 2012

EU-Studie: Jeder fünfte Bundesbürger ist ein Analphabet

Laut einer EU-Studie kann in der Bundesrepublik jeder Fünfte nicht oder nicht richtig lesen und schreiben. Das ist eine alarmierende Zahl, die die allgemeine Verblödung der Gesellschaft verdeutlicht. Der Analphabetismus betrifft also ca. 15 Millionen der in Deutschland lebenden Menschen.

Aus diesem Grund führte die jW ein Gespräch mit Andreas Brinkmann, seines Zeichens Projektleiter beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. Dieses Gespräch soll an dieser Stelle kurz kommentiert werden und wird am Ende des Artikels wiedergegeben.

Brinkmann verweist zunächst wegen der EU-Studie auf eine Studie der Universität Hamburg, laut der etwa 7,5 Millionen erwachsene Menschen in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben können. Diese Zahl widerspricht nicht oder nur geringfügig der EU-Studie, da es sich bei der Hamburger Studie um „Erwachsene“ handelt.

Brinkmann macht für die Leseschwäche „grundlegend“ das familiäre Umfeld verantwortlich. Seiner Meinung nach ist es „entscheidend, ob zu Hause viel gelesen und geschrieben wird“. Das ist soweit richtig, da dies ein wichtiger Punkt ist. Allerdings kann ich für meine Person sagen, dass meine Eltern auch nicht viel gelesen und geschrieben haben und ich mich dennoch zur „Leseratte“ und zum „Schreiberling“ entwickelte. Entscheidend ist – und das deutet Brinkmann auch an – wie sich das familiäre Umfeld, insbesondere die Eltern, zum geschriebenen Wort verhalten. Werden Bücher als etwas Wertvolles betrachtet oder werden sie als überflüssig angesehen.
Gerade in religiös geprägten Familien mit niedrigem Bildungsniveau ist letzteres die Regel. In diesen Familien existieren förmlich nur der Koran oder die Bibel. Bücher, die man nicht selbst liest, sondern sich vom Imam oder Pfaffen interpretieren lässt. Alle anderen Bücher gelten oftmals als „unsittlich“ oder „teuflisch“, weil sie dem eigenen Weltbild zu oft widersprechen.
Fanatisierte (und ängstliche) Menschen suchen nicht nach Wissen oder „Wahrheit“, sondern nach Bestätigung ihrer Ansichten.

Es ist förderlich für die Entwicklung der Kinder, wenn schon in der frühen Kindheit den Kindern vorgelesen wird. Die „Gute Nacht Geschichte“ dient nicht nur zum Zwecke der Geborgenheit, sondern lehrt den Kindern auch die Lust auf Bücher.
Dort, wo der Fernseher die Erziehung übernimmt, ist eine Fehlentwicklung absehbar. Solche Fehlentwicklungen nehmen in dem Masse zu, je nachdem wieviel Einfluß der Fernsehkonsum oder das stupide Herumgeballere auf der Spielkonsole den Alltag der jungen Menschen bestimmen.

Beim übergroßen Teil der Menschen ist allein der geistige „Input“ entscheidend für den jeweiligen „Output“, da sie nicht dazu in der Lage sind, eigenständig über den "Input" hinaus zu denken. Dies betrifft alle Gesellschaftsschichten. Gewiss verfügt jeder Mensch über seine Qualitäten, doch basiert die Annahme, alle Menschen wären (intellektuell) gleich veranlagt, auf ideologische Irrtümer, die zwar zeitgemäß sein mögen, aber im unüberbrückbaren Widerspruch zur menschlichen Realität stehen.

An dieser Stelle tritt das Schulwesen in Erscheinung. Eine gute Schulausbildung kann ein bildungsschwaches und -fernes Elternhaus wettmachen.

Wenn in der ersten Klasse die langsameren Lerner nicht ausreichend gefördert werden und das Tempo an den Schnellsten orientiert ist, die möglicherweise im Vorschulalter schon Lesen und Schreiben können, dann werden die Langsameren abgehängt.
Brinkmann
Alles schön und gut. Doch hat nicht jeder das Zeug, ein guter Philosoph zu werden, so wie manch ein guter Philosoph nicht das Zeug dazu hat, ein guter Ingenieur oder ein guter Handwerker zu werden. Die Begabung macht den Unterschied und ist auch nicht immer mit viel Fleiß auszugleichen. Eine Gesellschaft benötigt alle Elemente der Begabung. Wozu benötigen wir dann einen erzwungenen Einheitsbrei?

Lassen wir einmal die notwendige Förderung der „Langsameren“ außen vor, dann will uns Brinkmann was sagen? Das sich der Schulunterricht an die „Langsameren“ ausrichten soll?
Einmal davon abgesehen, dass dann alle „Schnelleren“ unterfordert werden und somit geistig kastriert, sie verlieren dann die Lust am Lernen, wie das in der Praxis immer wieder feststellbar ist und nicht selten stürzen dann ihre Schulleistungen ins Bodenlose ab. Auf das Niveau der „Langsameren“ und noch darunter.

Das beständig abnehmende Niveau des Schulwesens basiert doch nicht darauf, weil die „Schnelleren“ maßgebend sind, sondern umgekehrt wird ein Schuh daraus. In den Schulen regiert die Quote und nicht die Leistungsfähigkeit bzw. -bereitschaft. Das ist der Hauptgrund, weshalb das Schulwesen krankt, neben der oftmals schlecht ausgebildeten, schlecht motivierten und unzureichend befähigten Lehrerschaft.

Ich „durfte“ neulich einen „Drittklässler“ kennenlernen, der wahrlich noch nicht einmal seinen Namen schreiben konnte. Wie kommt so einer in die dritte Klasse? Die Quote, das Desinteresse der Lehrer und deren seuchenhafte Neigung, Konflikte aus den Weg zu gehen, macht das aus!
Ja, Konfliktfähigkeit! Eine Grundvoraussetzung für Pädagogen, die nur wenige von ihnen haben und in deren Ausbildung unberücksichtigt blieb.

Herr Brinkmann, folgt man ihrer Argumentation, dann müsste die gesamte Klasse dieses Drittklässlers seit mindestens zwei Schuljahren üben, wie man seinen Namen richtig schreibt. Nur, was macht man mit denen, die das längst können? Weiterhin langweilen, unterfordern und geistig foltern? Oder wäre für den Drittklässler nicht der Besuch einer Sonderschule angebracht? Wäre das etwa diskriminierend für diesen Drittklässler? Stattdessen diskriminiert man die anderen?

Herr Brinkmann, es gilt die Schwachen zu beschützen. Doch das Schwache zu fördern, ist idiotisch und hilft niemanden wirklich weiter. Wir haben bereits genügend Gymnasiasten mit einstigem Hauptschulniveau. Und überhaupt, was bedeutet heute ein Hauptschulabschluss? Dass der Absolvent seinen Namen schreiben und schon freihändig bis 100 zählen kann? Das ist in Hamburg und andernorts leider keine Seltenheit.

Bildungsferne verbunden mit Armut fällt der Masse eher auf, als Bildungsferne im Verbund mit Reichtum. Paris Hilton ist dabei nur eine (Be-)Zeugin von (zu) vielen.
Schließlich will man in einer "Leistungsgesellschaft" leben und wer reich ist, muss demnach auch schlau sein.
Dieser Irrtum hält sich hartnäckig. Dumme Figuren wie die des letzten deutschen Kaisers oder die des jetzigen deutschen Wirtschaftsministers werden ignoriert, sind aber keine Seltenheit in der sog. "Elite". Kein Wunder, immerhin leben wir in Zeiten, in denen Luftblasen- Rhetoriker wie der "Ozean der Weisheit" (Dalai Lhama) als Nonplusultra menschlicher Erkenntnis verkauft werden (können). Nur wenige scheinen wirklich zuzuhören und darüber nachzudenken, sonst wäre so etwas nicht möglich. Die meisten plappern nur nach, was die Medien ihnen als "fast food" servieren. Denken ist Luxus.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
Aldous Huxley (1894-1963)

Armut lässt Bildungsschwäche schlechter kaschieren. Doch ist die Dummheit, um Bildungsschwäche als solche zu bezeichnen, ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Ein früher vorhandenes Mittelmaß zu erreichen, bedeutet schon eine immense Steigerung.
Günter Jauch stellt zwar Fragen, kann aber ohne abzulesen kaum eine beantworten.
Verona "Blub" Feldbusch gilt als intelligent, weil sie zwar nichts Intelligentes hervorbringt, aber ihre Beine breit machte und mit dem dadurch gewonnenen "Vitamin B(eziehung)" ein kleines Vermögen anhäufen konnte. Dem Popteufel Dieter B. sei dank. Dieter B., noch so einer, der gewiss nicht wegen seiner hohen Bildung zu Ruhm gelangte.

Auswendig lernen müssen, ohne wirklich zu begreifen und die Ausbildung zum Fachidiotentum helfen dabei nicht, die bereits unterschrittene geistige Mittelmäßigkeit dieser Gesellschaft zu überwinden. Mein Vater pflegt zu sagen: „Nimmt man dem W. seine Krawatte ab und seinen Taschenrechner aus der Hand, dann steht er im Dunkeln.“ Volltreffer, meine ich, denn es drückt das Bildungsniveau der sich gebildet wähnenden bestens aus. "Ich weiß, daß ich nichts weiß" ist noch immer der Grundstein jeder hohen Erkenntnis.

Den Wissenden hört man noch immer ungern an. Es ist die Angst vor der eigenen Blamage, die Angst vor den Augenöffner, die Angst zu scheitern bzw. sich hinten anstellen zu müssen. So tummelt sich die oberflächliche Masse lieber unter ihresgleichen. Man fällt weniger auf und die eigenen Karrierechancen sind ungleich höher, bei daraus bedingter (geistiger) Bequemlichkeit versteht sich.

Doch gab es immer wieder Menschen, die in Armut aufgewachsen sind, aber zu den "Geistesleuchten" zählen. Das lässt sich nicht bestreiten.
Herr Brinkmann bestreitet solches auch nicht, sagt er doch selbst, dass es ihm "nicht bekannt" sei, "daß man diese Korrelation [Zusammenhang zwischen Armut und Bildungsschwäche] wissenschaftlich belegt hätte". "Aber man kann dennoch sagen, daß Armut und Bildungsferne in enger Verbindung zueinander stehen", sagt Brinkmann weiter. Klar kann man das. Doch:

In den Familien, die wenig Geld haben, ist es naheliegend anzunehmen, daß wenige Bücher gekauft und gelesen werden und daß auch wenige Mittel zur Verfügung stehen, um eine gezielte Lese- und Schreibförderung zu finanzieren. Für eine Mittel- oder Oberschichtsfamilie ist das deutlich einfacher.
Brinkmann

Herr Brinkmann, man kann auch Bücher leihen. Es gibt so etwas, was man gemeinhin als Bibliotheken bezeichnet. Auch lassen sich käuflich erworbene Bücher wieder verkaufen. Geldmangel allein kann nicht für die Unlust auf Bildung herhalten.
Das neueste "Handy" und die neuste Markenmode will schließlich auch finanziert werden. Und diese Mode wird gerade in bildungsfernen Kreisen besonders gern konsumiert.
Bildung gilt dort nicht als schick, ist unmodern (siehe u.a. die vielen Medien Stars und Sternchen, die aus der Politik usw., die im "Unterschichtenfernsehen" dauerpräsent sind).

"Gezielte Lese- und Schreibförderung" wurde zudem in diesem Land niemals zuvor so flächendeckend und vielfältig angeboten. Nur nützen all die Angebote nichts, wenn sie nicht beansprucht werden. 
Eine mir bekannte Einrichtung bietet Hausaufgabenhilfe an, genutzt wird diese allerdings nur selten. Das nicht, weil es etwa an Kundschaft mangeln würde. An Kundschaft mangelt es ebenso wenig wie am Desinteresse der Probanden.

Es gibt eine Bedürfnispyramide: Dabei stellen Essen und ein Dach über dem Kopf die ganz fundamentalen und prioritären Bedürfnisse dar. Lesen und Schreiben sind zwar wichtig, aber innerhalb dieser Pyramide nachrangig. Wenn man Rahmenbedingungen vorfindet, bei denen nackte, existentielle Sorgen keine Rolle mehr spielen, dann hat man auch den Kopf frei, um sagen zu können: Ich nehme jetzt auch das Thema Lesen und Schreiben in Angriff.
Brinkmann

Das ist richtig, es existiert eine Bedürfnis-Pyramide. Nur hinkt die Brinkmannsche, denn sie bezieht sich auf Deutschland. Welche Familie mit Kindern hat in Deutschland "nackte, existenzielle Sorgen", also weder "ein Dach über'n Kopf, noch etwas zum Essen"? Herr Brinkmann, die deutschen Ghettos lassen sich mit denen von Mexico-City oder denen von Rio de Janeiro nur äußerst bedingt vergleichen. Wieviele Familien mit Kindern müssen in Deutschland unter Brücken nächtigen und haben keinen geregelten Zugang zu Nahrungsmitteln? Wozu dann die Übertreibung?
Reicht es nicht aus, um auf die wachsende Armut in Deutschland und zwar spezifisch auf dieses Land bezogen hinzuweisen? Arm unter Armen zu sein, ist schrecklich. Arm unter Reichen zu sein, unerträglich. Es benötigt also keiner "Horrorszenarien" aus den Blechhütten-Vierteln der "Dritten Welt".

Zudem die besagten "Köpfe nicht frei werden" können, wenn sie mit geistigem "fast food" und abergläubischer Balast (Opium fürs Volk) zugedröhnt sind. Der geistige Selbstanspruch jedes Einzelnen ist nur - wenn überhaupt - bedingt eine Frage der Finanzen. Das ist analog zu der Phrase "ich habe keine Zeit" zu sehen. Denn zwischen Leben und Tod ist das Einzige über das wir verfügen unsere Zeit. Wie wir sie uns einteilen, ist eine andere Sache. Ich rede hier nicht über die wirklich beschämend Armen, ich rede hier von der Masse, die als arm gilt. Wie bereits erwähnt: Deren Geld reicht aber immer immer noch für allerlei Luxus wie dem neuesten "Handy", dem neuesten Markenpullover, die neueste ???. Schauen sie sich in Deutschlands Ghettos um und sie werden staunen, wieviel Geld dort für all diesen Schnickschnack ausgegeben wird, nur nicht für die Bildung der Kinder, die ja zudem in solchen Vierteln weitestgehend - etwa als Integrationsmaßnahme -staatlich subventioniert wird, also kostenlos ist.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Auch diese. Es ist töricht, ungerecht und kontraproduktiv, nur eine beleuchten zu wollen.
Und vergessen wir nicht, dass es als schick und modern gilt, keinen IQ über 100 zu besitzen. Vergessen wir auch nicht, wer uns das durch welche Medien verkauft. Und dann kommen wir dazu, warum die uns das verkaufen.
All die Verblödeten - und vor allem diejenigen, die sich trotz ihrer fortgeschrittenen Verblödung als intellektuell betrachten - sind notwendig, um dieses System zu erhalten und es noch zu Gunsten der Ausbeuter auszubauen.
Wer von denen könnte an einer hohen Allgemeinbildung der Massen interessiert sein?
Von denen, die die absolute Gleichheit aller Menschen predigen, die alle bisherigen gesellschaftlichen Grenzen auflösen, doch nicht die zwischen "denen" und dem Plebs. Aus gutem Grund: Zum Divide et impera hat sich das Admiscere et impera gesellt.

Jede bisherige "Bildungsoffensive" hatte noch immer ihr behauptetes Gegenteil erzeugt.
Qui bono?

Träumen sie weiter ihren traumlosen Schlaf!

Das Erwachen kommt von ganz allein. Es ist nur eine Frage der Zeit...

Nachtrag: In guter alter "Aktuelle Kamera"-Manier des DDR-Staatsfernsehens vermeldete heute der NDR die großen Erfolge, die diese EU-Studie belegen würde. In Milchmädchen-Art wurde propagiert, dass sich die Balken biegen. Allerdings fiel kein einziges Wort über die Seuche des Analphabetismus.
Denn "Die Partei, die Partei, die hat immer recht..."
1989 war Schluss damit.
Deren Ende ist auch schon in Sicht. Anspruch und Realität entzweien sich zu sehr...

Das gesamte jW-Interview:

Donnerstag, 6. September 2012

Iran und Irak unterstützen Syrien

Die Junge Welt ist von den mir bekannten Medien die bestinformierteste Zeitung, was Kriege und Krisenherde angeht. Es folgt ein Bericht des ehemaligen NATO-Stabsoffiziers und Staatssicherheits-Mitarbeiters Rainer Rupp zum Thema Syrien:
Ausgeschert
New York Times: Iran hilft Syrien über irakischen Luftraum. Premier Maliki widersetzt sich den Wünschen der USA
Widerspenstig: Iraks Premier Maliki, Foto: AP
Iran versorgt das syrische Militär über irakischen Luftraum«. So lautete am Mittwoch die Schlagzeile der New York Times, die sich dabei auf ein namentlich nicht genanntes »hochrangiges« Mitglied der US-Regierung berief. Laut dieser anonymen Quelle hatte die Obama-Administration Anfang des Jahres schon einmal Bagdad mit massivem Druck dazu gebracht, den irakischen Luftkorridor für iranische Versorgungsflüge nach Syrien zu schließen. Aber offensichtlich nicht für lange. Seit infolge der Intensivierung der Kämpfe in Syrien die von islamistischen Fanatikern entfachte Instabilität auch auf die benachbarten Staaten wie Libanon, Jordanien und Irak überzugreifen droht, hat der irakische Ministerpräsident Nuri Al-Maliki nicht nur seine diplomatische Unterstützung für die syrische Regierung in Damaskus verstärkt. Die iranischen Versorgungsflüge sind laut dem New Yorker Blatt im Juli wieder aufgenommen und zum Ärger der amerikanischen Regierung trotz persönlicher Intervention des US-Vize-Präsidenten Joseph R. Biden am 17. August bis heute fortgesetzt worden.
Laut US-Militärexperten haben die Flüge es Iran ermöglicht, das syrische Militär mit sensibler und hochwertiger Ausrüstung zu versorgen, deren Lieferung auf dem Landweg zu gefährlich gewesen ist, da die von den USA gestützten Rebellen verschiedentlich die Grenzübergänge überfallen haben, über die iranische Hilfe transportiert wurde. Laut US-Militärquellen hat Iran Syrien auch Flugzeuge für den Transport von Soldaten und Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Das dürfte die Mobilität wichtiger Truppenteile zur Niederschlagung der vom Ausland gesteuerten Rebellen signifikant erhöhen.
Ebenfalls unter Berufung auf US-Beamte berichtet das New Yorker Blatt von einer neuen Facette des Syrien-Konflikts, wonach inzwischen irakisch-schiitische Milizen, die lange in Irak sowohl gegen die US-Besatzer als auch gegen sunnitische Gruppen gekämpft haben, sich nun auf den Weg nach Syrien gemacht haben, um der Regierung Assad zu helfen.
Die Tatsache, daß trotz Intervention von höchster Stelle in Washington die irakische Regierung ihren Luftraum für iranische Flüge nicht geschlossen hat, zeigt deutlich die Grenzen des politischen Einflusses der US-Administration im heutigen Irak. Darüber kann auch die Washingtoner Behauptung von einer »strategischen Partnerschaft« mit Irak nicht hinwegtäuschen.
Maliki hat in seiner Amtszeit die engen Beziehungen zwischen Bagdad und Teheran aufrechterhalten und weiter ausgebaut, während die Vereinigten Staaten alles daran setzten, den Iran mit Sanktionen und Drohungen international zu isolieren. Zugleich ist der schiitisch geprägten
Regierung in Bagdad klar, daß der Sturz der alawitisch-schiitischen Regierung des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad in Damaskus durch fanatisierte sunnitische Gotteskrieger auch die eigene Position schwächen und den unruhigen sunnischen und kurdischen Minderheiten im Irak in die Hände spielen würde.
Hinzu kommt, daß die islamischen Staaten, die am eifrigsten auf den Sturz der Regierung in Damaskus hinarbeiten, Saudi-Arabien, Katar und die Türkei, auch scharfe Gegner von Malikis schiitisch dominierter Regierung in Bagdad sind. Trotzdem ist für Washington Teheran an allem schuld. »In Syrien spielt Iran in vielerlei Hinsicht eine große Rolle«, erklärte US- Verteidigungsminister Leon E. Panetta letzten Monat. »Es gibt jetzt Hinweise, daß sie versuchen, eine Miliz in Syrien aufzubauen und auszubilden, die für das Regime kämpft.« Prompt griff die Hauspostille der US-Großbourgeoisie am Mittwoch den Anstoß aus dem Pentagon auf, um angesichts der angeblichen iranischen Waffenlieferungen und direkten Einmischung in Syrien, die angebliche US-Zurückhaltung zu kritisieren und Stimmung für eine Flugverbotszone zu machen.
Die Eroberungspolitik der USA und ihrer Lakaien-Staaten trifft auf Widerstand. Jedes Volk hat das Recht sich gegen Unrecht zu wehren. Es sind die USA, die den von ihnen begonnenen Dritten Weltkrieg eskalieren lassen und nicht irgendwelche von den NATO-Medien personifizierten Bösewichter.

Bundesrepublik: USA rüsten ihr Atomwaffenarsenal auf

Die USA werden ihr Atomwaffenarsenal auf deutschem Boden „modernisieren“, was heißen soll, dass noch mörderische Waffen der Besatzungsmacht in unsere Heimat gelangen.
Die Sprengkraft dieser Waffen „lasse sich nach der Modernisierung je nach militärischem Bedarf verändern. Das sei bisher nicht möglich gewesen“, vermeldet die Junge Welt unter Berufung auf den außenpolitischen Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Jan van Aken.

Diese Massenvernichtungswaffen dienen dem Zweck, die Dominanz der USA in Europa zu bewahren und Russland zu bedrohen. Dass diese Waffen eine ernsthafte Bedrohung für uns Europäer darstellen, dürfte nicht nur aus der Geschichte der USA klar ersichtlich sein, sondern auch dadurch, dass Russland aus verteidigungstaktischen Gründen dazu gezwungen wird, ein entsprechendes Abwehrsystem auf Deutschland zu richten.

Dass die USA nachwievor Besatzungsmacht sind, lässt sich bestens daran erkennen, dass der Bundestag beschlossen hatte, dass die US- Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden sollten. Der Abzug wurde auch im Koalitionsvertrag zwischen den Regierungsparteien CDU/CSU/FDP festgelegt. Umgangen wurde dieses „Versprechen“ durch die NATO-Hintertür.
Auf dem NATO-Gipfel im Mai diesen Jahres musste sich die Bundesregierung dazu bereit erklären, ihren eigenen Beschluss und den des Bundestages zu missachten.
Das Außenministerium gab unterdessen bekannt, dass sich die Bundesregierung „weiterhin für Fortschritte beim Abbau und Abzug sog. substrategischer Atomwaffen einsetzen werde“ und mit der derzeitigen Faktenlage „nicht hundertprozentig zufrieden sei“.
Mit dieser Aussage beweist das Außenministerium, wer der wahre Herr im Hause BRD ist.

Diese Meldung betrifft die atomaren Massenvernichtungswaffen, die im Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert sind, da die Bundesregierung keine Angaben dazu macht, wo in Deutschland noch solche Waffen gelagert werden.

Unterdessen meldeten sich aus Kreisen der Opposition die Heuchler.
Der SPD-Außenpolitiker Gernot Erler bezeichnete die Ankündigung des BRD-Außenministers Schwesterwelle, dass „die Waffen aus Deutschland verschwinden sollen“ als erwiesene „Luftnummer“. Dabei verkennt er die Tatsache, dass ein SPD-Außenminister unter gleichen Umständen eine ebensolche „Luftnummer“ abgelassen hätte, da die BRD eben nicht souverän ist und sich dem Diktat der USA zu beugen hat. Er verkennt dabei auch, dass Deutschland diese Waffen auch dem allseits rücksichtslos qualmenden SPD-Guru Helmut Schmidt zu verdanken hat, der seinerzeit die „Vertrauensfrage“ stellte und sich über die Parteibeschlüsse stellte.

Ebenso meldete sich das Ex-Mitglied des Kommunistischen Bundes und der derzeitige Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Jürgen Trittin, in seiner gewohnt heuchlerischen Manier zu Wort und hackte auf Schwesterwelle herum, weil dieser „jetzt das Gegenteil von dem mache, was er angekündigt habe“.
Trittin übersieht hier wissentlich, dass ein Grünen-Außenminister ebenso gehandelt hätte.
Das haben die Funktionäre der bundesdeutschen Blockflöten-Parteien nachweislich gemeinsam.
Trittin übersieht ebenso, dass seine Grünen-Partei eine aktive Kriegspartei ist und sich noch immer hinter jedem Schurkenstück der USA zu stellen wußte.
Trittin übersieht vor allem auch seine Rolle als führender Politiker: Es gibt nicht wenige Menschen, die Trittin als einen „Kriegsverbrecher mit Krawatte“ bezeichnen. Zu recht, wie ich meine, denn es gibt Menschen in diesem Land, die nicht vergesslich sind und andere Menschen an ihren Taten erkennen.

Mittwoch, 5. September 2012

Kathryn Bolkovac verlor ihren Job bei der UNO, weil sie nicht schweigen wollte

Ich habe meine Schwierigkeiten mit Institutionen wie die UNO, weil das, was diese Institutionen für sich offiziell beanspruchen und das, was diese Institutionen unter'm Strich leisten, zumeist weit auseinander geht.
Das betrifft jedoch nicht die einzelnen Mitarbeiter dieser Institutionen, denn unter ihnen gibt es aufrichtige Menschen.
Kathryn Bolkovac, Foto: Dana Lixenberg

Eine von ihnen ist Kathryn Bolkovac. Die aus Nevada stammende US-Amerikanerin ging in den späten 1990er-Jahren als Polizeiausbilderin ins Nachkriegsbosnien. Dort war sie über den privaten Militärdienstleister DynCorp bei der UNO als Peacekeeperin eingesetzt.
Bolkovac klagte interne Misstände an und wurde daraufhin entlassen. In Großbritannien klagte sie gegen ihre Entlassung und bekam dort am 2.8.2002 Recht zugesprochen. Ein schwacher Trost, da Bolkovac nach ihrer Entlassung nie wieder eine Anstellung in öffentlichen Diensten bekam. Man hat es ihr nicht verziehen, dass sie nicht über die Geschäfte bezüglich des Mädchen- und Frauenhandels schweigen wollte.
Heute lebt Frau Bolkovac in Amsterdam in den Niederlanden.
"Kathy Bolkovac, war die erste Frau, welche gegen die Verbrechen der UN Missionen vorgegangen ist, während bis heute alles über das Debakel der Kosovo UNMIK Mission unter den Tisch gekehrt wird. Zum System der UN-Mafia gehört, das Personen, welche das System kritisieren, oder kriminelle Aktivitäten aufdecken, oft bis ganz nach oben, gefeuert werden, oder die Verträge werden nicht verlängert, wie auch bei der OSCE." - Quelle: Balkan-Spezial

Ihre Geschichte wurde 2010 in "The Whistleblower" preisgekrönt verfilmt. 2011 erschien ihr Buch unter dem Titel "The Whistleblower: Sex Trafficking, Military Contractors, and One Woman’s Fight for Justice" beim Palgrave MacMillan Verlag.

Dienstag, 4. September 2012

Erst der Buhmann, dann die Beförderung

Gestern vor drei Jahren hatte ein gewisser Oberst Klein in Afghanistan angeordnet, zwei von Rebellen gestohlene Tanklastwagen bombardieren zu lassen. Dabei kamen mind. 139 Zivilisten, darunter Kinder und Jugendliche, um, die dabei waren, den Inhalt der Fahrzeuge zu plündern.

Seinerzeit wurde Klein durch die Bundesregierung ins Abseits geschoben. Also von denjenigen, die diesen Krieg und somit auch Kleins Opfer mitzuverantworten haben. Krieg beinhaltet nun einmal alle Verbrechen, deshalb ist es leidlich von Kriegsverbrechen reden zu wollen, ohne den Krieg als solches zu geiseln. Man brauchte einen Buhmann und hatte diesen in Klein gefunden.

Drei Jahre später sieht die Sache ganz anders aus. Es ist das sprichwörtliche Gras darüber gewachsen. Klein wird nun Abteilungsleiter im neugeschaffenen Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr. Dies wird eine Ernennung zum General mit einem Grundgehalt von 11.000 € zur Folge haben.
Mit dieser Beförderung beweist die Bundesregierung einmal mehr, welch heuchlerisches Treiben zu ihrer täglichen Arbeit gehört.

Montag, 3. September 2012

Human Rights Watch, Ai, Avaaz, chance.org - stets im Interesse der Geheimdienste des Imperiums

Sie nennen sich "Human Rights Watch", "Amnesty International", "Avaaz.org", "change.org" usw. Sie sind geheimdienstlich gesteuerte Institute zur "Bauernfängerei". "Mehrere Fliegen können" mit Hilfe dieser Einrichtungen" mit einer Klappe geschlagen werden". Sie üben sich in Schweigen oder lügen Verbrechen um.
Beides dient den Interessen der Strippenzieher im Hintergrund. Hier lassen sich einmal mehr die Machenschaften dieser Bauernfänger nachvollziehen.

Samstag, 1. September 2012

Staatstrojaner für sämtliche Mobilgeräte entdeckt

Experten der University of Toronto sind offenbar auf eine weitere Version des FinFisher-Trojaners gestoßen. Allem Anschein nach ist eine mobile Fassung des Schadprogramms auch mit gängigen Smartphones kompatibel. Durch die Angreifbarkeit von beispielsweise iOS oder Android-Systemen, könnte ein infiziertes Handy zum getarnten Spionage-Tool werden.
Hier weiterlesen.