Mittwoch, 14. November 2012

BRD: Exportwirtschaft boom(b)t - Wirtschaftswachstum endlich wie in China

Wir leben zwar in einer "parlamentarischen Demokratie", wird oft behauptet, doch wird das Parlament mindestens ebenso oft getäuscht und umgangen.
So auch, wenn es um Rüstungsexporte geht. Weil die Rüstungsexporte nämlich so legitim sind und stets nur an friedliebende Bündnispartner zwecks Nutzung in der Landwirtschaft erfolgen, werden sie vom geheim tagenden Bundessicherheitsrat genehmigt.
Der Bundessicherheitsrat erteilte 2011 in einer sich zunehmend friedlicher gestaltenden Welt nicht nur neue Einzelgenehmigungen für den Export friedensschaffender Kriegswaffen, sondern es gelang ihm auch, die Erfüllung des Plans - zum Wohle der Menschheit! - noch um 13,9 Prozent auf insgesamt 5,414 Milliarden Euro zu steigern.
Quelle: Ministerium für Wahrheit

Dienstag, 13. November 2012

Zwei US-Bundesstaaten sollen Hanf legalisieren

In den USA wurde jüngst gewählt. Aber nicht nur zwischen Romney und Obama.
In den US-Bundesstaaten Colorado und Washington haben sich die Wähler für eine Legalisierung des Genußes von Hanf (Marijuana) entschieden. Dies wurde durch einen Zusatz auf den Wahlzetteln ermöglicht.
Im Bundesstaat Massachusetts soll der Genuß der bereits antiken Volksdroge weiter entkriminalisiert werden.
Bleibt abzuwarten, wie und ob das Legalisierungsanliegen auch umgesetzt wird.
In der Bundesrepublik wurde Marijuana erst in den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts, als Folge des Zweiten Weltkriegs und auf Betreiben der USA verboten.
Ob auch hierzulande bei den anstehenden Bundestagswahlen 2013 über eine Legalisierung von Hanf abgestimmt werden kann, darf bezweifelt werden.

Montag, 12. November 2012

Sie sind nicht willkommen, Frau Merkel

10000 Militärangehörige zeigten am Samstag in Lissabon Ministerpräsident Pedro Passos Coelho und dessen Sparetat die Rote Karte, Foto: dpa
Nur zwei Tage vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben in Portugal Tausende Militärs aller Ränge gegen die ihrem Land oktroyierte Sparpolitik protestiert. Man werde alles tun, »um nicht an der Unterdrückung der Proteste der empörten Bürger« gegen die »ungerechten Kürzungen« teilnehmen zu müssen, heißt es in einer am Samstag abend in Lissabon per Akklamation angenommenen Erklärung. Mit Blick auf die heutige Visite Merkels haben 100 Intellektuelle, darunter die Kinderbuchautorin Alice Vieira und der Filmregisseur António-Pedro Vasconcelos einen offenen Brief veröffentlicht. Sie bezeichnen die Bundeskanzlerin als »Hauptförderin der neoliberalen Doktrin, die Europa ruiniert«. Bis Sonntag war der Brief an Merkel von 3700 Unterstützern unterzeichnet worden.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
zuallererst möchten wir darauf hinweisen, daß wir uns nur an Sie als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland wenden. Wir haben Sie nicht gewählt, erkennen keine Kanzler/in Europas an. In diesem Sinne möchten wir, die Unterzeichner dieses offenen Briefes, diesen Weg nutzen, um an Sie, Frau Bundeskanzlerin, zu schreiben. Wir, die Unterzeichner, sind Bürgerinnen und Bürger des Landes, welches Sie am 12. November besuchen werden, Bürgerinnen und Bürger, die sich solidarisch mit den von den Sparprogrammen attackierten Ländern verbunden fühlen.
Aufgrund des Charakters Ihres angekündigten Besuches und vor dem Hintergrund der katastrophalen ökonomischen und sozialen Lage Portugals, betonen wir, daß Sie hier nicht willkommen sind. Sie sollten sich auf portugiesischem Territorium als Persona non grata betrachten, denn Sie mischen sich eindeutig in innere Angelegenheiten ein, für die Sie kein demokratisch von den hier lebenden Menschen ausgestelltes Mandat haben.
Weil unsere Regierung seit einiger Zeit aufgehört hat, den Gesetzen und der Verfassung dieser Republik Folge zu leisten, müssen wir uns daher mit diesem Brief direkt an Sie wenden. Die Anwesenheit diverser Großunternehmer in Ihrer Gefolgschaft ist empörend. Sie, Frau Kanzlerin, bringen eine Reihe von Personen mit, die unter dem Deckmantel ausländischer Investitionen die Ruinen einer Wirtschaft begutachten sollen, die Ihre Politik hier sowie in Griechenland, Irland und Spanien hinterlassen hat. In Ihrer Delegation sind nicht nur solche Kräfte, die mit Zustimmung unserer Regierung den portugiesischen Staat gezwungen haben, sein Eigentum und seine wertvollsten Güter zu veräußern, sondern auch solche, die als potentielle Käufer derselben von den Ramschpreisen heute profitieren.
Diese Ausführungen können nicht und dürfen nicht als nationalistische oder chauvinistische Forderungen angesehen werden – sie sind direkt an Sie gerichtet, und zwar solange, wie Sie als die Hauptförderin der neoliberalen Doktrin, die Europa ruiniert, agieren. Wir wenden uns auch nicht an das deutsche Volk, das das demokratische Recht hat, jeden zu seinem Vertreter zu machen. In unserem Land stand Ihr Name jedoch auf keinem Stimmzettel. Wir haben Sie nicht gewählt. Wir räumen Ihnen nicht das Recht ein, uns zu repräsentieren und noch weniger, politische Entscheidungen in unserem Namen zu treffen.
Und wir sind nicht allein. Am 14. November, zwei Tage nach Ihrem angekündigten Besuch, werden wir zusammen mit unseren Brudervölkern aufbegehren. Es wird zu einem Generalstreik in vielen Ländern Europas kommen. Dies soll ein Streik gegen all die Regierungen werden, die das Vertrauen ihrer Bürgerinnen und Bürger verraten haben und immer noch verraten, und gegen die von diesen Regierungen eingeleiteten Sparprogramme. Aber täuschen Sie sich nicht, Frau Kanzlerin. Es wird auch ein Streik gegen die durch die Troika auferlegten Sparmaßnahmen sein, und gegen die Kräfte, die versuchen, diese Maßnahmen als dauerhafte Regelungen durchzusetzen. Also auch gegen Sie. Und wenn wir unsere Brüder in Griechenland, Spanien, Italien, Malta und Zypern grüßen, grüßen wir auch das deutsche Volk, das mit uns leidet. Wir wissen genau, wie das deutsche Wirtschaftswunder zustande kam, nämlich auf Basis einer sukzessiven Schuldenerlassung seitens der Kreditgeber. Wir wissen, die angeblich florierende deutsche Wirtschaft beruht auf brutalen Gehaltseinschnitten seit mehr als zehn Jahren, auf der Ausweitung von kurzfristiger bzw. geringfügiger Beschäftigung, welche weite Teile der deutschen Bevölkerung in Sorge stürzt. Das zeigt, welche Perspektiven Sie auch für das deutsche Volk in petto haben.
Es ist anzunehmen, daß Sie nicht antworten. Und es ist wahrscheinlich, daß die unterwürfige, schwache und charakterlose portugiesische Regierung Sie mit Beifall und Blumen empfängt. Aber in Wahrheit wird die Art und Weise, wie diese Regierung, unterstützt von der Troika und von Ihnen, dieses Land zerstört, von der Mehrheit der portugiesischen Bevölkerung äußerst mißbilligt. Auch wenn Sie einen geheimen Weg und einen privaten Flughafen wählen, um den Demonstrationen und Protesten gegen Ihren Besuch zu entgehen, seien Sie versichert, diese werden überall in diesem Land stattfinden. Diese Aktionen werden auch gegen Sie und das, was Sie darstellen, gerichtet sein. Ihre Delegation kann versuchen uns zu ignorieren. Die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank können versuchen, uns zu ignorieren. Aber wir werden immer mehr, Frau Merkel. Hier und in all den anderen Ländern. Unsere Demonstrationen und Proteste werden machtvoller. Wir erlangen zunehmend besseres Wissen über die Realität. Die Geschichten, die man uns erzählte, waren nie ganz stimmig, und jetzt wissen wir, sie sind glatte Lügen.
Wir sind aufgewacht, Frau Merkel. Seien Sie in Portugal unwillkommen.
 Liste der Unterzeichner: carachancelermerkel.blogspot.pt
(c) jW

Sonntag, 11. November 2012

Gysi, quo vadis? - Neues vom kleinen Lügenbaron...

Laut US-Regierungsdokumenten, die auf "Wikileaks" veröffentlicht wurden, hatte Gregor Gysi gegenüber US-Botschafter Philip Murphy geäußert, dass die Forderung der Linkspartei, die NATO aufzulösen, "unrealistisch" sei, weil für die Auflösung der NATO die Zustimmung der westalliierten Besatzungsmächte (USA, Großbritannien, Frankreich) notwendig wäre.
Die Forderung der Linkspartei nach Auflösung der NATO diene laut Gysi der Irreführung der Parteibasis und der Linkswähler. "Auf diese Weise könne der gefährlichere Ruf nach einem Rückzug Deutschlands aus dem Bündnis verhindert werden", soll Gysi "gesellig und in Plauderlaune" gesagt haben.
Gysi stritt Äußerungen dieser Art getätigt zu haben, nicht ab, er verwies aber auf Übersetzungsfehler.

Der Fraktionsvorsitzende der "einzigen Friedenspartei im Bundestag", wie sich die Linken gerne selbst verstehen, hat sich nun im Einklang mit den NATO-Medien zur Wiederwahl des US-Präsidenten Obama geäußert.

Für Gysi ist die Wiederwahl des Präsidenten, der alle Kriege seines gescholtenen und verhassten Vorgängers weiterführte und zudem noch weitere Kriege anzettelte, der das KZ Guantanamo gegen sein Versprechen nicht auflöste, unter dessen Regentschaft die USA unter einer forcierten Armut der Massen leiden, "eine kluge Entscheidung des amerikanischen Volkes".
Das "amerikanische Volk" sind in diesem Fall die 50,6% des Wahlvolkes, die sich für Obama entschieden hatten. 50,6 % von denen, die dieses Theater mitmachen. Und das waren schon 'mal über 10% weniger, als beim letzten Wahlakt im Jahre 2008. Die Wahlbeteiligung lag diesmal deutlich unter 60%.
Das heißt, etwa jeder zweite Amerikaner ist zur Wahl gegangen und von denjenigen, die zur Wahl gegangen sind, hat dann jeder zweite Wähler Obamney gewählt.
Einer von drei US-Amerikanern wählte Obama, das nennt Gysi wahrscheinlich noch eine "kluge" Demokratie.

Angesichts dieser Tatsachen sind es merkwürdige Ansichten eines Politikers, der sich dem Frieden der Welt und der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet haben will. Von seinen Vorstellungen über Demokratie (Volksherrschaft!) ist ganz zu schweigen, wenn sich noch nicht einmal jeder dritte US-Wähler für Obama entschieden hat. Was soll daran "klug" sein, diesen Kriegstreiber und Sozialraubritter wiedergewählt zu haben? Etwa die Sachzwänge der "Realpolitik"? Will uns irgendjemand darüber belehren, dass die US-Politik abhängig von der Marionette im Oval Office ist? Realpolitisch betrachtet, ist es unwesentlich, ob nun Obama oder Romney, die zudem über Gremien miteinander verbunden sind, die Menschheit verarscht.
Gysi nennt so etwas "klug"!

Ergebnisse nach Bundesstaaten
Kritik am Wahlablauf
Noch während der Wahl äußerte sich der von der OSZE als Wahlbeobachter entsandte Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke (CDU) kritisch zum Wahlprozess. So sei es nur begrenzt möglich gewesen, Wahllokale zu besuchen, und die Registrierung der Wähler sei oftmals nicht nachvollziehbar. Außerdem seien die teils langen Wartezeiten vor den Wahllokalen von über einer Stunde unzumutbar, ebenso indirekte Wahlbeeinflussung durch Bilder vom amtierenden US-Präsidenten Obama in manchen Wahllokalen.
Gysi, der linke Menschenfreund und Realpolitiker (sic!), schob aber noch einen Satz hinterher, der mich vor Lachen gar nicht tippen lässt:
Barack Obama muss jetzt allerdings seine historische Chance und die Möglichkeiten einer zweiten Amtszeit auch nutzen.
Meine Damen und Herren, mit realpolitischen Ansichten hat das rein gar nichts zu tun. Obama muss vor allem eines, und das ist irgendwann den Weg gehen, den alle Wesen gehen. Nämlich auf's Klo und vor allem ins Nirwana.
Seine "historische Chance" und seine "Möglichkeiten nutzend" wird dieses "Facelifting Amerikas" (Kissinger) das tun, was er bereits in den letzten vier Jahren getan hat. Was sollte er auch anderes machen? Die Welt will erobert sein und die Völker versklavt. Der biblische Wahn von der Auserwähltheit wird Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt. Syrien ist demnach in der kommenden Amtsperiode entgültig zu "befreien", dann folgt die "Befreiung" des Irans und auf der Speisekarte steht vor allem noch Russland. Allerdings wird die "Befreiung" Russlands keine "historische Chance" und keine "Möglichkeit" der Obama-Junta darstellen. Das wird seinen Nachfolgern im Amt obliegen, was nicht heißen soll, dass das Obama-Regime nicht fleißig darauf hinarbeiten würde.

Will uns etwa der "Realpolitiker" Gysi verkaufen, dass er von all dem keine Ahnung hat?
Für solche Lügen hat man derartige Quacksalber früher - zur Abschreckung und wegen der Wiederholungsgefahr - gehängt!
Gut, das ginge vielleicht zu weit, leben wir doch mittlerweile in einer "christlich-westlichen Wertekultur", in der das "Hängen" nicht der Vernunft, sondern allein den demorattischen Eliten überlassen ist. Vor allem hängt man heute möglichst unauffällig, abseits der Wahrnehmung des Pöbels.
Naja, das heißt, wenn man nicht gerade wieder kuschelige "Bombenteppiche", wie neulich über Tripolis, auslegt.
Aber das Auslegen will der besagte Pöbel ja nicht wahrnehmen.
Zumindest ist er nicht konsequent bzw. nur konsequent oberflächlich und ignorant.
Kino und Fernsehen sind an sich gute Erfindungen, doch ihr Gebrauch entfaltet eben seine Wirkungen.

Gysi beeindruckt noch immer diejenigen, auf deren Wiese dieser opportunistische "Möchtegern-Bulle", dieses links angestrichene U-Boot, zu grasen pflegt, mit seinem populistischen Geschwafel von den "lieben Rentnerinnen und Rentnern" und den "lieben HartzIVern und Hartz IVerinnen".
Letzteres rutscht diesem Apologeten des politisch korrekten Sprachgebrauchs allerdings nicht heraus.
Man erkennt allein schon die Heuchelei dieser "Korrekten" an der Tatsache, dass sie niemals von "Mörder und Mörderinnen" reden, sondern tunlichst die negativ erscheinende Sprachverunstaltung wie "der Mond und die Mondin" vermeiden.

Gysi gibt gewiss keinen Rattenfänger aus Hameln ab, aber über einen aus Berlin, lässt es sich ebenso gewiss nicht streiten.

Abschliessend möchte ich noch auf die Kollegen Gysis hinweisen, die sich ebenfalls zur Wiederwahl Christis (ohne Scheiß, aber dieses kaffeebraun geschöpfte Ebenbild in Washington bezeichnet sich wie seine Amtsvorgänger als  "Nachfolger Christi" - es handelt sich hierbei um keine "üble Nachrede", sondern um ein Fakt, der sich überprüfen lässt) geäußert hatten.

Cem Ozdemir, dieser leider noch nicht ausgewiesene Übeltürke und seines Zeichens in den U.S.A. ausgebildete "Atlantikbrückler" äußerte sich über die Wiederwahl Obamas folgend:
Wir haben einen Partner in den USA, der die gleiche Sprache spricht wie wir." Die Wiederwahl Obamas sei eine gute Nachricht, weil der Präsident in Fragen der Gesundheitsversicherung, des Klimaschutzes und der Außenpolitik "europäisch" sei.
Sieht man einmal von der typischen Phrasendrescherei ab, dann fällt vor allem das orwellsche "europäisch" auf.
Dieses "europäisch" lässt sich übrigens ohne weiteres mit dem sinngebenden Wort "zionistisch" austauschen.
Nun möchte ich aber Özdemir nichts Böses unterstellen. Denn von Geburt her, ist jede europäische Sprache für diesen bundesdeutschen Asiaten eine Fremdsprache. Sprachliche Mißverständnisse sind demnach nicht auszuschliessen.

Und der einst von der Staatssicherheit der DDR hofierte, bis zur "Wende" linientreu gebliebene "Widerstands"-Pfarrer und jetzige "Grußaugust" von und zu Bellevue förderte nicht weniger mein Bauchmuskeltraining und meine Lachfalten, in dem dieser ausgemachte Berufsknecht des "Zion-Gottes" seinen obersinnigen (ist nun einmal das Gegenteil von tiefsinnig) Schmarrn, wie dereinst vor den Thälmann- und Jungpionieren verbreitete:
Bundespräsident Joachim Gauck wünschte Obama viel Glück für seine zweite Amtszeit. Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen trügen die USA und Deutschland gemeinsam Verantwortung in der Welt. "Wir sind gefordert, die globalen Herausforderungen und Bedrohungen für Freiheit, Frieden, Wohlstand und unsere Umwelt anzunehmen", betonte Gauck.
Dazu möchte ich nichts mehr sagen.
Aber eine rhetorische Frage sei erlaubt:
Stehen am Schloss Bellevue keine Bäume, deren Nutzwert sich nicht ungleich erhöhen ließe?

Freitag, 9. November 2012

Berufsverbot für Schornsteinfeger

Viele denken, die Zeit der Berufsverbote gehöre der Vergangenheit an. Das ist ein Irrtum.
Das jüngste Mitglied im Klub der Berufsverbotenen ist ein Schornsteinfeger, dem wegen seiner Gesinnung und sein Freizeitverhalten das Ausüben seines Berufes verboten wurde.

In der "linken Szene" wird dieses Urteil gegen einen NPD-Sympathisanten gefeiert. War man doch schon immer in dieser Szene der Meinung, dass "Freiheit stets nur die Freiheit der Andersdenkenden bedeuten kann" und demonstriert noch heute fleißig gegen die Berufsverbote in den 70iger und 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts, als das System in den eigenen Reihen diesbezüglich wilderte.
Es gibt Menschen die solche Verlogenheit als Heuchelei bezeichnen und zu denen gehöre ich.

Das Gericht begründete das Berufsverbot vor allem mit den Freizeitaktivitäten des Schornsteinfegers, der seit 1987 als Schornsteinfegermeister tätig war. Ihm wurde vorgeworfen, dass er sich an Gedenkverantstaltungen zu Ehren der Killer des Großindustriellen - eines Kriegsgewinnlers und Kriegstreibers des Ersten Weltkrieges - und Hochgradfreimaurers Rathenau beteiligt haben soll.
Das mag dem ein oder anderen Bürger nicht passen, doch ein Gericht hat nicht auf emotionaler Linie zu entscheiden.

Denn dann wäre die Konsequenz bzw. müsste es gängige Praxis in diesem Land sein, dass Menschen, sobald sie einen "Mörder" bzw. einen, der als solcher gilt, irgendeine Ehrung zu Teil werden lassen, mit Berufsverbot belegt werden.
Das ist aber nicht der Fall. Beispielsweise können Jahr für Jahr selbst Lehrer öffentlich "Do it again, Harris" skandieren, ohne das sie in irgendeiner Weise belangt werden. Und dem Chef von Harris, dem Massenmörder Churchill, verlieh man den Karls-Preis und ehrt ihn auch sonst auf alle erdenkliche Art, ohne das irgendjemand der Verantwortlichen auch nur ermahnt wurde.

Das ist aber den Richtern völlig egal, wenn sie das Recht beugen und politische Willkürurteile fällen.
Zudem die NPD im juristischen Sinn keine verbotene Partei darstellt. Im "demokratischen" Lager gilt die NPD als verbotene Partei, doch auch das hat die Richter nicht zu interessieren.

Den "Linken" gefällt es. Jeglicher linker Selbstanspruch darauf, die Fortschrittlichsten und die Humanistischsten auf dem Erdenrund zu sein, offenbart (nicht nur) hier seine Scheinheiligkeit. Was würde es für einen Aufschrei unter ihnen geben, wenn es einen von ihnen treffen und ein Berufsverbot erteilt werden würde, weil er Stalin, Mao, Lenin oder Trotzki ehrt?

An ihren Taten werdet ihr sie erkennen...
Einen Tyrannen zu hassen vermögen auch knechtische Seelen. Nur wer die Tyrannei hasset, ist edel und groß.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
P.S. Ich bin kein NPD-Sympathisant. Ich empfinde eine Abneigung gegen diesen geheimdienstlich gesteuerten Verein. Doch ich halte es mit Voltaire, der da sagte:
"Ich bin zwar nicht ihrer Meinung, doch ich würde mein Leben dafür geben, dass sie diese äußern dürfen."
Und ich möchte an dieser Stelle auch nicht über "Menschenrechtsverletzungen" in China oder Russland debattieren...

Donnerstag, 8. November 2012

Heute schon ein Kind geschlagen?

Zugegeben, ich bin kein Freund von Gewalt gegenüber Kindern.
Aber ich bin auch kein Christ und hege auch sonst keinerlei Sympathien für die verschiedenen Varianten des kollektiven Wüstenwahns.
Die Realität im Lande ist allerdings anders. Die Anzahl misshandelter Kinder ist erschreckend.

Man beruft sich gerne auf die "jüdisch-christlichen" Wurzeln "unserer Kultur" und die "christlich westlichen Werte", wenn es darum geht, sich möglichst effektiv die eigenen Taschen vollzulügen. Dogmatisch und gesetzlich geschützt werden diese "jüdisch-christlichen Werte" zum Höhepunkt jeder Vernunft, ja, zum Ausgangspunkt des Humanismus und zur höchsten Stufe der Moral erhoben.
Das sahen allerdings die Weisen schon damals anders; die Verachtung gegenüber dem Juden- und Christentum liegt bei allen ernsthaften Denkern (der Antike) in deren Schriften vor. Verachtung, eben weil die antiken Philosophen allesamt Werte zu verteidigen gedachten.

Nur was hat das Schlagen von Kindern mit den christlichen Werten gemein?
Schließlich haben doch auch die Christdemokraten das Schlagen von Kindern per Gesetz verboten, so wie einst die posthum zu Antichristen erklärten "Nazis" den Lehrern verboten hatten, ihre Schüler zu verprügeln.
Papier ist bekanntlich geduldig und kann nicht so mächtig sein wie der Allmächtige im Himmel, der auf selbigem seinen ganz besonders unterbelichteten Auserwählten Propheten persönlich diktierte, was er unter Allgüte und Allbarmherzigkeit versteht. Dieses Mach(t)werk nennen sie Bibel und bezeichnen das, was in meinen Augen in die Rubrik "Schund- und Schmutzliteratur" gehört, als "Buch der Bücher". Schließlich handelt es sich um das "Wort Gottes", in dem sich zwar dieser "Gott" in seiner angedichteten Allwissenheit tausendfach grotesk widerspricht und nicht etwa um ein schnödes Buch eines weisen Menschen.
Nicht "Gott" erschuf den Menschen, sondern der Mensch erschuf sich seinen Gott.

Jedenfalls glaubten und glauben Milliarden von Menschen an den ausgemachten Unsinn, der in diesem Buch, das über Jahrhunderte von Schwachsinnigen und Kriminellen angefertigt wurde, enthalten ist.
Neben klugen Sprüchen, die aus anderen Religionen und vor allem von den antiken Philosophen übernommen wurden, befindet sich in der Bibel ungleich mehr Boshaftigkeit, Hass, Jähzorn und was sonst noch so an Niedertracht zu bieten ist.
Weil beispielsweise die Ebenbilder dieses allmächtigen Gottes essen, tranken und miteinander zu viel Sex hatten, strafte er die Sünder nicht etwa mit Lustlosigkeit, sondern er vernichtete seine eigene Schöpfung und ließ von jeder Art nur ein Paar über. Anders konnte sich also der Allmächtige nicht weiterhelfen und in vollendeter Allbarmherzigkeit vernichtete er auch all diejenigen - die Tiere, Pflanzen und Kinder - die ihn nicht auf den Kopf herumtanzten.
Macht man sich über diese lächerlichen Geschichten lustig und benennt die Widersprüche und Unsinnigkeiten, fühlen sich die Gläubigen "in ihrem Glauben verletzt". Der Bote wird dann verfolgt und geächtet, auch wenn derzeit keine Scheiterhaufen mehr brennen.

Wenn den Gläubigen der Wider- und Schwachsinn, welcher in der Bibel steht, bewußt wird, dann überdenken sie zumeist nicht ihr Verhältnis zu diesem Schundwerk, sondern wiederholen gebetsmühlenartig die Phrase, dass man die Bibel nicht wörtlich nehmen dürfe (wenn es im Sinn der Gläubigen ist, dann muss man die Bibel wörtlich nehmen sic!) und die Menschen in der Antike so gedacht hätten. Letzteres ist nachweislich eine Lüge. Bereits in der Antike wurde die Bibel nicht anders beschrieben, als ich das heute mache. Eine Kostprobe gibt es hier.

Was der "liebe Gott" in all seiner Allbarmherzigkeit und Allgüte von der Kindererziehung hält, läßt sich unmissverständlich an den folgenden Bibelzitaten festmachen:
Ihr Väter, behandelt eure Kinder nicht so, dass sie widerspenstig werden! Erzieht sie mit Wort und Tat so, wie es dem Herrn gemäß ist. (Epheser 6,4)
Mein Sohn, wehre dich nicht, wenn der Herr dich hart anfasst; werde nicht unwillig, wenn er dich ermahnt. Denn wenn der Herr jemand liebt, dann erzieht er ihn mit Strenge, genauso wie ein Vater seinen Sohn. (Sprüche 3,11)
Wer den Stock schont, hasst seinen Sohn; wer seinen Sohn liebt, erzieht ihn beizeiten. (Sprüche 13,24)
Erzieh deine Kinder mit Strenge, dann kannst du Hoffnung für sie haben; lass sie nicht in ihr Verderben laufen! Wer im Jähzorn handelt, soll dafür Strafe zahlen; wenn du sie ihm erlässt, wird es nur noch schlimmer mit ihm.  (Sprüche 19, 18-19)
Bring einem Kind am Anfang seines Lebens gute Gewohnheiten [den Stock?!!] bei, es wird sie auch im Alter nicht vergessen.
Kinder neigen zu Dummheiten; strenge Erziehung wird sie davon heilen. (Sprüche 22, 6 und 15)
Erzieh deinen Sohn mit Strenge. Eine Tracht Prügel bringt ihn nicht um. Aber wenn du ihm seine Unarten austreibst, wirst du ihm das Leben retten. (Sprüche 23, 13-14) 
Stock und Tadel helfen, klug zu werden; ein Kind, das man sich selbst überlässt, macht seiner Mutter Schande. 
Erziehe deinen Sohn mit Strenge, dann wird er für dich zur Quelle der Zufriedenheit und Freude. (Sprüche 29, 15 und 17)
Mit strenger Hand erzogen zu werden tut weh und scheint zunächst alles andere als ein Grund zur Freude zu sein. Später jedoch trägt eine solche Erziehung bei denen, die sich erziehen lassen, reiche Früchte: Ihr Leben wird von Frieden und Gerechtigkeit erfüllt sein. (Hebräer 12,11)
Es handelt sich also um gute "jüdisch-christliche Werte", wenn sie ihrem Kind 'mal so richtig oder besser noch regelmäßig den Arsch versohlen und die Fresse einschlagen. Mit und aus heilig biblischer Liebe versteht sich.
Ich für meinen Teil werde diese primitiven Kulte weiterhin verachten und bekämpfen.

Es gibt für mich zwei Geräusche, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Das eine ist ein Kinderlachen, das andere Kinderschreien.
Ersteres ist Musik in meinen Hörgängen, letzteres Säure in meinen Ohren.
Sicherlich sollte man Kindern nicht alles durchgehen lassen und ihnen "Wurzeln" geben.
Doch wer es nötig hat, sie zu knechten und zu verprügeln, der ist einfach nur dumm, niederträchtig und haßerfüllt.

Aber wie sagte es der biblische Jesus - das jüngste Drittel dieses dreigeteilten Schizo- Gottes - in der Bergpredigt:
"Selig sind die im Geiste armen".
Jawohl, wer an solche Märchenfiguren glaubt, muss wahrlich im Geiste arm sein und feige noch dazu!

Zwischen den Extremen der "jüdisch-christlichen" Erziehung und der "antiautoritären" Erziehung liegt jedenfalls ein breites Mittelfeld...

Nachtrag:
Dass es sich bei den Bibelzitaten um keine Fehlinterpretation handeln kann, die der einstigen Kultur "nordischer Barbaren" geschuldet sein könnte, beweist sich anhand der Tatsache, dass in der germanischen Mythologie die Frau (Freya, Frigga - nach ihr ist übrigens noch immer der Wochentag Freitag benannt) des Hauptgottes Odin (Wotan) zugleich die Schutzherrin der Liebe und der Kinder darstellte.
Im Juden- oder Christentum gibt es keine annähernd ähnliche Gestalt. Noch nicht einmal dem "göttlichen Erlöser" wurde, trotz zahlloser Nachbearbeitungen der Bibel, auch nur eine einzige Zeile zum Kinderwohl angedichtet. Ganz im Gegenteil, selbst unschuldige Kinder haben nach christlichem Verständnis in der Hölle zu braten und gelten bis zur Taufe - die Taufe ist ein Exorzismus! - als vom Teufel, also vom Bösen besessen. Davon abgesehen, dass sich nach jüdisch-christlicher Werteordnung jede Mutter "befleckt", also "versündigt" hat, weil sie einem Kind das Leben schenkte. Ganz egal, ob dieses Kind in und mit Liebe gezeugt wurde!
Gemäß jüdisch-christlicher WERTvorstellung ist auch dieses Kinderlächeln, das Lachen des Teufels bzw. alles Bösen.
Dieser kleine "Sünder" ist noch ungetauft, also noch nicht von seiner Schande befreit, die ihm vor seiner Geburt zu Teil wurde, weil sich nicht nur seine Eltern lieb hatten, als sie ihn zeugten, sondern weil die allmächtige Allgüte im Himmel es seinem Ebenbild auch nicht nach 4000 Jahren verzeihen will, das die "Rippe" seinerselbst (die Frau) vom "Apfel der  Erkenntnis" (denn heilig sind die "im Geiste armen") abgebissen hatte. :-)


Mittwoch, 7. November 2012

Aus gegebenem Anlaß

Ich habe eine Vorliebe für Karikaturen. Oftmals gelingt es den Zeichnern, mit einem kleinen Bild die Sache auf den Punkt zu bringen.

Dem folgenden Zeichner ist es treffend gelungen, das medial verblödete "Bildungsbürgertum" in unseren Breiten darzustellen.
Dieses Bildungsbürgertum ist unfähig, eins und eins zusammenzuzählen.
An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.
Bibel
Unfähig, eine Bilanz zu ziehen, unter dem, was Obama vor 4 Jahren versprach und was er in seiner Regierungszeit bewerkstelligte. Stattdessen plappern sie hirnlos nach, was ihnen die gesteuerten und ebenso hirnlosen Medienmacher servieren.
Sie freuen sich über die Wiederwahl Obamas und bezeichnen diese als "Hoffnungsschimmer".

Welchen Schimmer gab es denn? Dass der Kandidat gewonnen hat, der in den letzten vier Jahren nachweislich mehr Scheiße fabrizierte, als sein Vorgänger George Doubleju II.? Der wurde wenigstens noch für seine Politik entsprechend gewürdigt und nicht zu etwas umgedeutet, dass er nachweislich nicht ist.
Ziehen wir einen Strich unter die Wahlversprechen Obamas und seiner Regierungszeit.
Im Irak und Afghanistan ist immer noch Krieg, das KZ Guantanamo ist noch kein Museum der Rechtsstaatlichkeit, aber dafür hat er noch mindestens ein Dutzend weiterer Kriege entfacht. Was für eine Bilanz?!! Und was für ein Hoffnungsschimmer - ich frage mich nur für wen?

Und als ob das nicht reicht - den Medien gelang es, vom Wesentlichen abzulenken - wird die mediale Aufmerksamkeit, also die Tagesdebatte auf ein "Gesundheitssystem" gelenkt, das fürchterlicher nicht sein kann, weil es keins ist.
Und überhaupt, was interessiert uns Deutschen das US-amerikanische Gesundheitssystem, das zudem auch nach den Vorstellungen Obamas noch weit schlechter ist, als beispielsweise das derzeitige in Griechenland. Ich finde es paradox, wenn wir die Zertrümmerung UNSERES Gesundheitssystems - pardon, die Gesundheitsreformen hierzulande - bemängeln, aber Obama für etwas loben, was hierzulande hoffentlich niemals erreicht wird. Und dabei richten sich alle Gesundheitsreformen hierzulande am Vorbild unserer Freunde in Übersee aus.

Wie gesagt, es ist dem Zeichner der unten dargestellten Karikatur vortrefflich gelungen, diese Hirnrissigkeit darzustellen.
Der kritisch aufgeklärte Bildungsbürger unserer Tage...