Montag, 31. März 2025

Dystopia statt Utopia

 
Der Traum von Utopia endete bisher noch immer im Schrecken von Dystopien. Der größte Feind aller Utopisten war stets der Mensch gewesen, insbesondere dessen natürliche Bedürfnisse. Sämtliche Spinnereien der Gesellschaftskonstrukteure endeten stets im Fiasko. Statt der Flüsse, in denen Milch und Honig fließen sollten, regnete es noch immer Pech und Schwefel. Der Traum vom SchlarAFFENland mündete immer in der Realität totalitärer Gesellschaften. Wobei der Traum vom Schlaraffenland besonders in infantilen Gesellschaften wie der unseren gedeiht, da dort die Pfaffenseelen tonangebend sind und den echten Philosophen kaum noch jemand zuhört, geschweige denn sie zu verstehen vermag. Die Dummheit kann nur dort als Zierde dienen, wo der Verstand verachtet wird.

Wie lässt es sich vor Dummheiten schützen?

Die Lebenserfahrung kann Schutz bieten. Jedoch macht das Alter nur wenige weise, dafür aber immer weiß. So verhält es sich auch mit der Bildung. Diese kann noch so groß sein, doch wer sie nicht logisch anzuwenden vermag, der ist keineswegs vor Dummheiten gefeit. Nicht ohne Grund gedeihen deshalb oftmals in intellektuellen Kreisen die dümmlichsten Ideologien noch immer am besten. Was sicherlich auch an der durch Wohlstand hervorgerufenen Dauersättigung liegt, da ein satter Bauch eher träge als beweglich macht.

Jedenfalls kann eine umfangreiche Bildung schützen, wenn sie auch keine Garantie sein kann. So etwa eine umfangreiche Bildung in Geschichte. Mit ihr lassen sich gegenwärtige Entwicklungen noch immer am besten erklären und sie eignet sich für einen Blick in die Zukunft nun einmal unschlagbar besser als jeder Kaffeesatz, jedes Horoskop und jedes Heilsversprechen eines Politikers.

An dieser Stelle möchte ich auf Peter J. Brenners interessanten Vortrag "Utopien – die Suche nach dem besseren Leben" verweisen. Es lohnt sich!

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