Sonntag, 6. Oktober 2013

Korrupte Justiz: Mollath ist kein Einzelfall

Am 15.8.2013 war Gustl Mollath zu Gast bei "Beckmann" (ARD). Ebenfalls eingeladen waren Mollaths Anwalt Dr. Gerhard Strate und die Gerichtsgutachterin Dr. Hanna Ziegert.

Interessant an der Sendung war, dass der Jurist Strate und die Psychiaterin Ziegert den Zuschauern erklärten, dass Gustl Mollath kein Einzelfall darstellt, sondern dieser Fall zur gängigen Praxis in Deutschland gehört.
Der Fall Mollath ist auch kein "Justizirrtum", sondern die Häufigkeit und Möglichkeit solcher Fälle deuten auf eine korrupte Vetternwirtschaft hin, aber auch auf ein vernetztes fachliches Stümpertum, Unvermögen und Faulheit.

Die Psychiaterin Dr. Hanna Ziegert plauderte in der Sendung reichlich aus dem Nähkästchen. Anwalt Strate bemerkte das bereits in der Sendung an und verwies auf die anstehende Möglichkeit, dass Dr. Hanna Ziegert aufgrund ihrer Offenheit zukünftig keine Gutachteraufträge mehr erhalten würde. Die Psychiaterin hatte sich bereits vor den berechtigten Hinweis des Anwalts zu der anstehenden Möglichkeit der Abstrafung durch die Justiz dahingehend geäußert, dass die Gutachteraufträge nur ein Drittel ihrer Tätigkeit ausmachen würden und sie auch ohne diese Aufträge klar kommen würde.

Das von Anstand geprägte Verhalten der Psychiaterin Hanna Ziegert hatte Gandhi einst als "zivilen Ungehorsam" bezeichnet. Dafür gebührt ihr Respekt.
Es ist unglaublich wichtig, dass gerade ernstzunehmende Fachleute an die Öffentlichkeit gehen, um die Misstände im Lande zu erklären.

Die Justiz bestätigte übrigens im Nachhinein die Aussagen der Psychiaterin Ziegert.
Dr. Ziegert wurde als Gutachterin kaltgestellt.

Ich hatte es bereits in einem früheren Artikel festgestellt. Das Gustl Mollath (fast) frei ist, das ist die eine Sache. Doch wichtiger ist es, dieses korrupte Justizsystem zu zerschlagen und an dessen Stelle ein rechtsstaatliches einzurichten.


Beckmann vom 15.8.2013

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