Samstag, 13. März 2010

Die EU- Fahne und ihre römisch-katholische Geschichte

Niemand, der mich kennt, würde behaupten, dass ich irgendeine Sympathie für die Kirche hege. Doch habe ich mir erlaubt, folgende kirchliche Darstellung zur Geschichte der EU- Fahne auf diesen Seiten zu veröffentlichen. Erstens, weil diese Darstellung den Tatsachen entspricht und zweitens, weil viele Menschen nur über geringe Kenntnisse zur Geschichte der EU verfügen.
Nicht, dass sie mich falsch verstehen. Ich bin ein Gegner des imperialistischen Marionettenkonstruktes EU, doch bin ich zeitgleich ein Befürworter einer (ehrlichen) Gemeinschaft aller europäischen Völker.
In Bezug auf die Jahrzehnte andauernde Politik einer "Vereinigung der europäischen Völker", die in der Praxis von der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zur heutigen Europäischen Union (EU) führte, beobachte ich seit vielen Jahren ausschließlich die Durchsetzung der Interessen der Finanzelite unter Vorherrschaft der USA. Eine immense Beweisführung dafür ist hier nicht nötig. Die EU wird größtenteils von allen Bevölkerungen der EU- Staaten abgelehnt. Das Gebilde der derzeitigen EU ist somit faktisch und im Wortsinn undemokratisch. Es wäre ein Leichtes gewesen, nach 1945, als alle Völker Europas für ein friedliches Neues offen waren, den Gedanken eines einheitlichen europäischen Gebildes den Massen anzubieten. Schmerzvoll waren auf allen Seiten die Wunden zweier grausamer Gemetzel und stark der Wunsch nach Frieden. Trotz aller tragischen Ereignisse nach dem 8.5.1945, als nicht nur Deutsche, sondern auch heimkehrende Juden, die Slowaken, Ostpolen, Ukrainer usw. vertrieben wurden. Die Alliierten teilten Europa ideologisch als Kriegsbeute auf. Allen voran die USA und die Sowjetunion. Die anderen waren nur die Hunde an der Tafel dieser Rittergeburtstagsfeier. Für die Ideologen bestand kein Interesse daran, den europäischen Völkern diese einmalige Chance zu unterbreiten. Der Hitlerismus und der Faschismus* waren offiziell besiegt, doch nicht die faschistoide Politik der Imperialisten.
Das höchste Gut einer Kultur ist die Sprache.
Damals, nach 1945, hätte man die Chance gehabt, damit anzufangen, in allen Schulen Europas neben der Muttersprache eine einheitliche europäische Sprache zu lehren. Denn Sprache ist der kulturelle Nenner überhaupt. Viele Sprachen standen zur Verfügung. Die kolonialistischen Weltsprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederdeutsch...Verzeihung, Niederländisch, aber z. B. auch die baltischen, slawischen oder skandinavischen Sprachen Europas. Hätte ich dazu etwas zu melden gehabt, hätte ich die Sprache der Deutschen vorgeschlagen. Praktisch und zahlenmäßig wird sie ohnehin von den meisten Europäern gesprochen. In Deutschland , Italien, Österreich, Schweiz, Lichtenstein, Luxemburg, Polen, Tschechien, Baltikum, Dänemark, Niederlande, Belgien,...
Und unpraktisch? Deutschland, also die Nachfolge des Reiches, war 1945 der Schurke, der am Boden lag. Besiegt. Eine neue Moral, eine neue Ethik, erfordert neue Maßstäbe. Kann man etwa keine Zeichen als Sieger setzen, in dem man (vorausgesetzt, sie hätten von meinem Europa geträumt) dem Besiegten seiner Sprache belässt und sie zum Standard eines neuen Europas erklärt? Nicht nur aus praktischer, sondern auch aus moralischer Hinsicht?
Moralisch, weil du, du, du und ich, wir alle den Kindern lehren, dass sie niemals auf ein wehrloses Opfer eintreten dürfen. Weil wir das sonst feige nennen würden.
Das Große wie im Kleinen und umgekehrt.
Durch meine ausländischen Bekanntschaften weiß ich zudem, dass die deutsche Sprache eine hochgeschätzte Sprache unter Nichtdeutschen ist. Grammatikalisch schwierig, aber im Wortaufbau äußerst begreiflich, logisch und deshalb liebenswert. Muss beispielsweise erst ein David Bergmann aus den USA nach Deutschland reisen, um uns von der Ästhetik unserer Sprache zu überzeugen? Egal.
Bevor ich jetzt ausufere und die deutsche Sprache im thematischen Zusammenhang überbewerte, möchte ich ihnen noch ans Herz legen, dass sie niemals diese verpasste Chance außer Acht lassen sollten, wenn sie wieder einmal etwas zur Geschichte der imperialistischen EU lesen oder hören.
Die EU ist ein Vasall des US- Imperialismus. Seine gigantische Festung in der alten Welt. Die EU ist kein Europa der Menschen, sondern ein kapitalistisches Konstrukt zur profitableren Verwertbarkeit des Menschen.
Unter dem fadenscheinigen Begriff Humanismus exportiert Europa schon längst wieder die Schrecken in alle Welt, aus denen man angeblich gelernt haben will. Europa ist ein Spielball der oligarchischen Finanzdynastien und ihrer Kettenhunde. Die EU- Fahne ist nur ein Symbol, aber das Symbol dieses Europas.
Hier nun zur Geschichte dieses Symbols:
* Der Faschismus war damals eine globale Erscheinung. Europa wurde von faschistischen Regimes regiert. Die wenigen Länder, die nicht faschistisch waren (Großbritannien, Frankreich), hatten aber starke faschistische Bewegungen vorzuweisen. Darüber schweigt man heute gern. Aus "gutem" Grund.

Blau & Gold: Europas Fahne
von Dr. Christoph Beckmann, Essen

Europas Banner hat eine bewegte Geschichte. Und vielleicht sind die Farben eben nicht zufällig gewählt. Es ist das Symbol unseres "in unitate" geeinigten Kontinents, einem gewaltigen Friedenswerk, das sich vor allem christlichen Politikern und Visionären verdankt. Blau-weiß-Gold sind die Farben der UNITAS: Der Überlieferung nach stehen sie für die Farben, die Maria zugeordnet sind, und für die Farben des Vatikans. Aber auch der Europa-Fahne mangelt es nicht an christlichen Bezügen... 

Bereits 1923 hatte der Gründer und Generalsekretär der Paneuropabewegung, Richard Graf Coudenhove-Kalergiý (* 16.11.1894 Tokio, † 27.07.1972 Schruns/Vorarlberg), ein Symbol für ein politisch geeintes Europa entworfen. Die Paneuropaflagge war quadratisch und trug ein rotes Kreuz inmitten einer goldene Scheibe, umbeben von einem Kranz aus zwölf goldenen fünfzackigen Sternen, auf einem dunkelblauen Grundtuch. Nach 1945 brachte er seinen Vorschlag erneut in die Debatte ein, während daneben zum Beispiel die europäischen Föderalisten das „Hertensteiner Kreuz“ propagierten. 

Auf dem Europa-Kongress in Den Haag im Sommer 1948, bei dem verschiedene proeuropäische Bewegungen zusammentrafen, setzte sich als Fahnensymbol ein flächengreifendes rotes „E“ auf weißem Grund durch. Da dieses bei Windstille leicht mit einer roten Fahne zu verwechseln war – was freilich dem strikten Antikommunismus der Einigungsbewegungen widersprach –, wurde das Rot im darauf folgenden Frühjahr durch Grün als Farbe der Hoffnung ersetzt. Der Vorschlag kam von Duncan Sandys, der nicht nur der Präsident des Internationalen Komitees der Europäischen Bewegung, sondern auch Winston Churchills Schwiegersohn war. Dieses E-Symbol hatte jedoch das Problem, dass man genauso gut das Grün als Grundfarbe identifizieren konnte – was sich dann als Emblem ergab, das hieß im Volksmund bald „Churchills Unterhosen“. Trotzdem trat die Beratende Versammlung des Europarats im Sommer 1949 unter dieser Flagge zusammen. In den frühen fünfziger Jahren wurde das grüne „E“ deshalb häufig, aber fälschlicherweise als das offizielle Symbol des Europarats interpretiert. 

Daneben gab es eine ganze Reihe weiterer Embleme und Fahnen – zum Beispiel seit 1951 sechs in zwei Reihen angeordnete Sterne auf blauem und schwarzem Grund für die Montanunion, seit 1973 die goldenen Buchstaben „EP“ und „PE“ im Lorbeerkranz auf blauem Grund für das Europäische Parlament und für die Europäische Kommission lange Zeit eine stilisierte Karte der sechs Mitgliedstaaten, ab 1978 inoffiziell ein goldenes „E“ auf blauem Grund. So war schließlich die Unübersichtlichkeit der symbolischen Repräsentation Europas perfekt. Zugleich hatten sich bereits einige der ästhetischen und politischen Abgründe gezeigt, welche die Symbolsuche mit sich brachte.

Eine aktive Symbolpolitik setzte vor allem nach der enttäuschend niedrigen Wahlbeteiligung bei der Europawahl 1984 ein. 1985 wurde die vom Europarat verwendete Flagge von allen Staats- und Regierungschefs als offizielles Emblem der Europäischen Gemeinschaften angenommen. Sie wurde zum Emblem der Europäischen Union: Ein Kranz von zwölf goldenen fünfstrahligen Sternen, deren Spitzen sich nicht berühren, auf kobaltblauem Hintergrund, als Zeichen der Union der Völker Europas. Da die Zahl Zwölf als Symbol für Vollkommenheit und Einheit gilt, ist sie unveränderlich. Die zwölf Sterne stehen somit nicht für die Anzahl der Mitgliedsstaaten.

Das Internet-Lexikon WIKIPEDIA erläutert die Symbolgeschichte wie folgt: "Trotz seiner relativ kurzen Entwicklungsgeschichte ranken sich um die Entstehung der Flagge schon jetzt Legenden. So soll abweichend von der offiziellen Begründung, die auf die Zwölf als Symbol der Vollkommenheit und Vollständigkeit und das Blau als Farbe des Himmels verweist, eine christliche Symbolik Pate gestanden haben. Eine Legende ist die, dass Paul M.G. Levy, ein Belgier jüdischer Abstammung, das Gelübde abgelegt habe, dass er, wenn er den Krieg lebend überstehen würde, zum katholischen Glauben konvertieren wolle, was er dann auch tat. Levy, inzwischen Pressechef des Europarates, sei eines Tages an einer Marienstatue mit einem Sternenkranz vorbeigekommen. Durch die Sonne beschienen, leuchteten die goldenen Sterne vor dem blauem Himmel. Levy habe daraufhin dem damaligen Generalsekretär des Europarats vorgeschlagen, zwölf goldene Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europaflagge zur Abstimmung zu stellen. 

Eine andere Legende behauptet, der damalige Generalsekretär, Léon Marchal, habe beim Verlassen des Sitzungssaales, in dem er zuvor die Flagge mit dem Verweis auf die zwölf Tierkreiszeichen und die zwölf Monate des Jahres durchgesetzt hatte, zu Lévi bemerkt, dass die Europaflagge wie durch Zufall den in der Apokalypse genannten Sternenkranz trage. Die angesprochene Stelle der Bibel lautet: „Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. “ (Offenbarung 12,1)


Da der 8. Dezember, an dem der Ministerrat die Flagge beschlossen hat, der Festtag der Unbefleckten Empfängnis Marias ist, und das so genannte apokalyptische Weib vielfach mit Maria gleichgesetzt wird (vgl. Mondsichelmadonna), berufen sich inzwischen insbesondere der katholischen und evangelischen Kirche nahestehende Kreise auf diesen Symbolgehalt der Flagge. Daneben existieren eine Reihe weiterer Deutungen, die eine Rolle gespielt haben können und zum Teil mittlerweile in den offiziellen Beschreibungen des Europarates und der EU auftauchen: Die zwölf Apostel, die zwölf Söhne Jakobs, aus denen die zwölf Stämme Israels hervorgingen, die zwölf Tafeln des ersten geschriebenen römischen Rechts als Ausdruck der europäischen Rechtsgemeinschaft, zwölf Monate eines Jahres, zwölf Stunden der Uhr, die legendären zwölf Taten des Herkules und das Produkt aus „Drei mal Vier“, wobei die Drei für die Dreifaltigkeit und die Vier für die vier Elemente oder Himmelsrichtungen stehen." 
Nach der offiziellen Deutung ist die ZWÖLF ein Zeichen der Vollkommenheit. Da Europa allerdings sicher noch einige Zeit brauchen wird, bis die Freude vollkommen ist, darf das Symbol auch im übertragenen Sinne wohl auch als Zeichen der Hoffnung stehen ... 


Bilder oben: Antonio Giuseppe Bossi 1736, Immaculata, Würzburg, links: Francisco de Zurbarán (1598-1664): Inmaculada Concepción (1630-35, Öl auf Leinwand, 139 x 104 cm; Museo del Prado, Madrid) - rechts: Rückseite der sog. "Wundertätigen Medaille" - weitere Bilder am Ende des Artikels! 


Zur Entstehungsgeschichte verweisen wir auf die folgenden beiden Artikel: 


Europas „katholische“ Fahne
aus: Der Sonntag, Kirchenzeitung für das Bistum Limburg, So. 11.10.1998, S. 7

"Seit einiger Zeit schon ist sie uns vertraut, hängt sie doch an vielen öffentlichen Gebäuden neben der deutschen Flagge. Gemeint ist die Europafahne: zwölf goldene Sterne auf dunkelblauem Grund. Fragt man jedoch danach, was diese zwölf Sterne symbolisieren, stößt man auf unterschiedliche Antworten. 


Viele wissen gar keine Antwort und reagieren mit einem Achselzucken. Andere können sich noch erinnern, dass die Europäische Union einmal aus zwölf Staaten bestanden hat und glauben, damit die Antwort auf die Frage gefunden zu haben. Aber diese ist ganz anders.

Die Geschichte der Fahne hat ihren Ursprung eigentlich schon zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Paul Levi, ein Belgier jüdischer Abstammung, sah damals in Löwen Eisenbahnzüge fahren, in denen Juden von der deutschen Gestapo nach Osten in eine ungewisse Zukunft transportiert wurden. Damals legte Levi das Gelübde ab, wenn er den Krieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten lebend überstehen würde, zum katholischen Glauben überzutreten. Er überlebte und wurde katholisch.

Am 5. Mai 1949 wurde in London der Europarat gegründet, und Paul Levi wurde Leiter der Kulturabteilung des Europarats. Sechs Jahre später, 1955, wurde die Frage einer gemeinsamen Flagge der Mitgliedsländer des Europarats diskutiert. Sämtliche Entwürfe in denen, etwa nach dem Vorbild der skandinavischen Flaggen, ein Kreuz enthalten war, wurden von den Sozialisten als ideologisch gebunden und als zu christlich abgelehnt.

Eines Tages kam Levi damals an einer Statue der Mutter Gottes mit dem Sternenkranz vorbei. Durch die Sonne beschienen, leuchteten die goldenen Sterne vor dem blauen Himmel. Levi suchte daraufhin Graf Benvenuti auf, einen venezianischen Christdemokraten und damals Generalsekretär des Europarats, und schlug ihm vor, zwölf goldene Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europafahne zu wählen, was dann allgemein akzeptiert wurde. Und so ziert heute in allen Staaten der europäischen Union der Sternenkranz Mariens die Europafahne.

Warum aber wird Maria mit diesem Sternenkranz dargestellt? Im letzten Buch des Evangeliums, der „Offenbarung des Johannes“ oder auch „Apokalypse“ genannt, heißt es: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt“ (12, 1). Die Zwölfzahl der Sterne ist Hinweis auf die zwölf Stämme Israels (Genesis 37, 9) und somit auf das Volk Gottes. Der Kranz als Symbol des Erfolgs und des Triumphs signalisiert die Unbesiegbarkeit der Frau. Johannes, der Autor der Offenbarung, spricht nur von einer „Frau“. Er nennt sie nicht Maria. In der katholischen Auslegung der Bibel wurde eine Zeitlang die Meinung vertreten, mit der „Frau“ sei Maria gemeint, da einige Kapitel später die Offenbarung erwähnt, diese Frau werde den Messias gebären. Daher, so die Auslegung, könne es sich nur um Maria handeln.



Gegen diese Auffassung spricht aber, dass diese „Frau“ in Offenbarung 12,17 als „Mutter der Christen“ bezeichnet wird. Daher ist es naheliegend, in der „Frau“ das Symbol für das Gottesvolk in seiner Einheit von Altem und Neuem Bund zu sehen.

Die Zahl „Zwölf“ hatte schon immer für die Menschen eine besondere Bedeutung. Bereits bei den Ägyptern hatte die Unterwelt zwölf Tore. In der griechischen Mythologie hatte Herakles zwölf Aufgaben zu erfüllen, um somit die Vollkommenheit zu erlangen. Die Römer gründeten ihre Rechtsordnung auf ein Gesetz, das auf zwölf Tafeln niedergeschrieben war.

Jesus erwählte aus dem Kreis seiner Gefolgsleute zwölf Männer, die in den Evangelien als die zwölf Apostel beschrieben werden, in Anlehnung an die zwölf Stämme Israels im Alten Testament. Und in der bereits erwähnten Offenbarung des Johannes heißt es über das himmlische Jerusalem, das als Heimstadt für das vollendete Gottesvolk beschrieben wird: „Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben, die Namen der zwölf Söhne der Stämme Israels ... Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.“ Auch hier findet sich wieder die Verbindung der zwölf Stämme Israels vom Alten Testament mit den zwölf Aposteln des Neuen Testaments.

Die besondere Bedeutung der Zahl „Zwölf“ kommt auch darin zum Ausdruck, dass zwölf das Produkt von „drei“ und „vier“ ist. Die Dreizahl steht dabei für die Dreifaltigkeit Gottes in Vater, Sohn und Geist, und die „Vier“ symbolisiert die Himmelsrichtungen Norden, Süden, Osten und Westen. „Zwölf“ ist dann die Vereinigung des Göttlichen mit dem Weltlichen. Ferner sind die Zahlen von eins bis zwölf einsilbig und werden in Texten immer ausgeschrieben.

Und die 13, sie gilt als Zahl des Unglücks weil sie die nächste Zahl in der numerischen Reihenfolge ist, die nicht mehr in die absolute Vollkommenheit von eins bis zwölf passt."


Bild oben: Maria Immaculata 1673, Wallfahrtskirche St. Bäumel bei Thalmassing südlich von Regensburg, Öl auf Leinwand, 2,40 x 1,60 m, eine der ältesten Darstellungen der "Maria Immaculata" im Bistum Regensburg 


Der Sternenkranz ist die Folge eines Gelübdes - Die Idee zur Europaflagge kam einem Belgier 1955 - beim Anblick einer Marienstatue
von Thomas Pinzka, in: Die Welt, 26.02.1998 
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.” 
Offenbarung des Johannes 12,1
Berlin - Schon seit einiger Zeit hängt sie an vielen öffentlichen Gebäuden neben der deutschen Flagge. die Europaflagge. Zwölf goldene Sterne auf dunkelblauem Grund. Fragt man jedoch danach, was diese zwölf Sterne symbolisieren, stößt man auf unterschiedliche Antworten. Viele wissen gar keine Antwort und reagieren mit einem Achselzucken. Andere können sich noch erinnern, dass die Europäische Union einmal aus zwölf Staaten bestanden hat und glauben damit die Antwort gefunden zu haben. Doch damit liegen sie falsch.

Die Geschichte der Fahne hat ihren Ursprung in der Zeit während des Zweiten Weltkriegs. Paul Lévi, ein Belgier jüdischer Abstammung, sah damals angsterfüllt in Leuven zahlreiche Eisenbahnzüge fahren, in denen die Juden von der deutschen Gestapo nach Osten in eine ungewisse Zukunft transportiert wurden. Damals legte Lévi das Gelübde ab, wenn er den Krieg und die Nationalsozialisten lebend überstehen würde, wollte er zum katholischen Glauben konvertieren. Er überlegte und wurde katholisch.


Am 5. Mai 1949 wurde in London der Europarat gegründet, und Paul Lévi wurde zum Leiter der Kulturabteilung des Europarats ernannt. Sechs Jahre später, 1955, diskutierten die Vertreter über eine gemeinsame Flagge. Sämtliche Entwürfe, in denen, etwa nach dem Vorbild der skandinavischen Flaggen, ein Kreuz enthalten war, wurde von den Sozialisten als ideologisch gebunden und zu christlich verworfen. Eines Tages kam Lévi bei einem Spaziergang an einer Statue der Mutter Gottes mit dem Sternenkranz vorbei. Durch die Sonne beschienen, leuchteten die goldenen Sterne wunderschön vor dem strahlend blauen Himmel. Lévi suchte daraufhin Graf Benvenuti, ein venezianischer Christdemokrat und damaliger Generalsekretär des Europarats, auf und schlug ihm vor, zwölf goldene Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europafahne vorzuschlagen. Benvenuti war begeistert, und wenig später wurde der Vorschlag allgemein akzeptiert. Und so ziert bis heute in allen Staaten der Europäischen Union der goldene Sternenkranz Marias die Europafahne. 

Die Zwölfzahl der Sterne ist ein Hinweis auf die zwölf Stämme Israels (Gen 37,9) und somit auf das auserwählte Volk Gottes. Der Kranz als Symbol des Erfolges und des Triumphes signalisiert die Unbesiegbarkeit der Frau. 

In der Offenbarung spricht Johannes nur von einer „Frau”. Er nennt sie aber nicht Maria. In der katholischen Auslegung wurde aber eine Zeitlang die Frau in der Offenbarung mit Maria gleichgesetzt. Weil einige Kapitel später in der Offenbarung erwähnt wird, diese Frau würde den Messias gebären, müsse sie damit auch die Mutter Jesu sein. Dagegen spricht aber, dass diese „Frau” in Kapitel 12, Vers 17 der Offenbarung als „Mutter der Christen“ bezeichnet wird. Daher wäre es am naheliegendsten, in der erwähnten „Frau” das Symbol für das Gottesvolk in seiner Einheit von Altem und Neuem Bund zu sehen, so ein Religionswissenschaftler. 

Die Zahl „zwölf” hatte schon immer für die Menschen eine besondere Bedeutung. Bereits bei den alten Ägyptern hatte die Unterwelt zwölf Tore. In der griechischen Mythologie musste Herakles zwölf Aufgaben erfüllen, und die Römer gründeten ihre Rechtsordnung auf ein Gesetz, das auf insgesamt zwölf Tafeln niedergeschrieben war. 

Jesus erwählte aus dem Kreis seiner Gefolgsleute zwölf Männer, die in den Evangelien als die zwölf Apostel beschrieben werden, in Anlehnung an die zwölf Stämme Israels, von denen im Alten Testament erzählt wird. 

Außerdem wird in der Offenbarung Jerusalem als die Heimatstadt für das vollendete Gottesvolk geschildert. „Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Söhne der Stämme Israels....Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.” Auch hier findet sich die Verbindung der Stämme Israels vom Alten Testament mit den zwölf Aposteln des Neuen Testaments. 

Die Bedeutung der „Zwölf” kann man auch darin sehen, dass zwölf das Produkt von drei und vier ist. Die Dreizahl steht für die Dreifaltigkeit Gottes in Vater, Sohn und Geist und die Vier symbolisiert die Himmelsrichtungen.


Hier weitere Madonnenfiguren, die Maria als "Immaculata" im Sternenkranz darstellen: 
zu sehen auf der Originalseite 

Die Bush-Familie und die Naziförderung aus den USA

Dieser Artikel entstammt heise.de/telepolis:

Nun zeigt freilich ein Blick in die Geschichte - nicht der offiziellen "Stars & Stripes", sondern der verborgenen "Skull & Bones" -, dass auch schon der Aufstieg Hitlers mit dem von Figuren wie Osama Bin Laden oder Saddam Hussein durchaus vergleichbar ist: Sie alle waren nützliche Werkzeuge, nette Hurensöhne der USA. Im Zuge der Re-Education Nazi-Deutschlands nach 1945 und der üblichen Neu-Geschichtsschreibung durch die Sieger haben die Historiker der Nachkriegszeit zwar nicht die Geburtshilfe und Alimentierung der NSDAP durch die deutsche Großindustrie ausgespart, sehr wohl aber die massive Förderung aus den Vereinigten Staaten.

Um zu erfahren, dass Hitlers Privatarmee, die SA, schon vor 1933 komplett mit nagelneuen Remington-Pistolen, Made in USA, ausgerüstet war, oder dass das General Motors gehörende, Mitte der 30er Jahre eröffnete LKW-Werk Brandenburg, eine der größten Autofabriken der Welt, die ausschließlich Militärfahrzeuge herstellte, erst ganz am Ende des Kriegs bombardiert wurde, als es der Roten Armee in die Hände zu fallen drohte, um solche Fakten über die Faschismusförderung durch amerikanische Finanziers und Industrielle zu erfahren, hilft ein Blick in die Standard-Geschichtswerke kaum. Auch dass der Großvater des amtierenden US-Präsidenten Prescott Bush wegen seiner Geschäfte mit Hitler-Deutschland vor Gericht stand - und sein Vermögen beschlagnahmt wurde -, ist dort nicht zu finden.

Roland Harriman, Prescott Bush, Knight Woolley und R. Lovett im Jahr 1964

Aus der Familiengeschichte des Bush-Clans bleibt dieses dunkle Kapitel in der Regel ebenfalls ausgespart, ebenso wie die Mitgliedschaft im "Skull & Bones"-Geheimorden der Yale-Universität, dem Prescott, George und George W. Bush angehören und dessen finstere Ideologie in den offiziellen Biographien allenfalls gestreift wird. Dass es der Bones-Bruder Prescott Bush und sein Kollege Harriman waren, die nicht nur das Vermögen des Nazi-Finanziers und Stahlmagnaten Fritz Thyssen verwalteten, sondern auch auf andere Weise gezielt in den Aufbau des Hitler-Regimes und der kriegswichtigen Industriebranchen investierten, findet sich heutzutage nur in der "Unautorisierten Biographie" der Bush-Familie, die gerade deswegen, weil ihr die offizielle Autorisierung fehlt, umso besser belegt und dokumentiert ist (Webster G. Tarpley & Anton Chaitkin: George Bush:The Unauthorized Biography). Denn unbemerkt blieb aufmerksamen Zeitgenossen das freudige und finanzkräftige Hitler-Engagement des US-Establishments nicht. Der US-Botschafter in Deutschland William E. Dodd bekundete 1937 gegenüber einem Reporter der "New York Times":
Eine Clique von US-Industriellen ist versessen darauf, unseren demokratischen Staat durch ein faschistisches System zu ersetzen und arbeitet eng mit den Faschistenregimes in Deutschland und Italien zusammen. Ich hatte auf meinem Posten in Berlin oft Gelegenheit zu beobachten, wie nahe einige unserer amerikanischen regierenden Familien dem Naziregime sind. Sie trugen dazu bei, dem Faschismus an die Macht zu verhelfen und sind darum bemüht, ihn dort zu halten.
Doch so wenig heute das Foto des Pentagon-Emmisärs und Lieferanten von Massenvernichtungswaffen Donald Rumsfeld auf dem Sofa Saddam Husseins verhindert, dass sich derselbe Rumsfeld 20 Jahre später als Befreier und Abrüster des Irak feiern lassen kann, so wenig änderten die Interventionen des Botschafters oder die Veröffentlichungen von Historikern - etwa: Robert A. Brady: "The Spirit and Structure of German Fascism" (1937); "Business as a System of Power" (1943) oder Journalisten - George Seldes, "Facts and Fascism" (1943), Charles Higham: "Trading With The Enemy; The Nazi American Money Plot 1933-1949" (1983) - etwas daran, dass sich die Bushs, Harrimans, Dulles, Duponts, Rockefellers, Fords et al. nach 1945 von den Deutschen als Befreier feiern ließen.

Erst in den Neunziger Jahren konnte der ehemalige Staatsanwalt und jetzige Leiter des Florida Holocaust Museum John Loftus ("The secret war against the Jews", 1994) aufdecken, was auch den amerikanischen Kontrolleuren bei der Beschlagnahme von Nazi-Vermögen verborgen geblieben war: Auf welchen Kanälen die US-Investionen in das "Hitler-Projekt" hinein- und wie die Profite wieder hinausgeflossen waren.

Die Schlüsselrolle dabei kam zwei Wall Street Banken - "Brown Brother Harriman" und "Union Banking Corporation" - zu, in denen Prescott Bush jeweils als Direktor bzw. Aufsichtsrat fungierte, sowie ihrem Ableger in Rotterdam, der "Bank voor Handel en Scheepvaart" . Loftus zeigt, wie es über diese von Thyssen 1916 gegründete Bank, die u.a. 1923 die Baukosten für das "Braune Haus", des ersten NSDAP-Hauptquartiers in München, finanzierte, nach dem Krieg gelang, die Milliarden des Thyssen-Konzerns vor der Konfiskation durch die Alliierten zu bewahren. Die Großwäsche von Nazi-Geld durch "Union Banking" blieb den bis Ende der 40er Jahre ermittelnden Staatsanwälten verborgen. Nach erfolglosem Abschluss der Untersuchung wurden Prescott Bush und seinem Schwiegervater Herbert Walker, dem der amtierende Präsident sein W. verdankt, ihre eingefrorene Beteiligungen an der Union Banking Corporation 1951 mit 1,5 Mio $ restituiert. 


siehe auch:
Der Handel mit dem Feind 
Waffen- und Drogenhandel im Dienst der US-Regierung 
Der 11.9. oder: Es gibt Wichtigeres als die Wahrheit 

Freitag, 12. März 2010

Wer glaubt, dass Gott in den Alltag eingreift?

von Florian Rötzer, 12.03.2010, Telepolis

Ein Soziologe geht davon aus, dass Menschen schlicht deswegen religiösen Vorstellungen anhängen, weil sie permanent damit eingelullt werden und nicht weil sie arm oder ungebildet sind.

Religion ist das Opium des Volkes, Gott ist eine Projektion der Menschen, mit dem Glauben an ein allmächtiges, alles beobachtende und richtende Wesen, verbunden mit einem Leben nach dem Tod, halten die Menschen auch unter schlimmen Bedingungen ruhig und nehmen sie als Schicksal hin. Dagegen spannen auch die höchsten und reichsten Gesellschaftsschichten die Religion ein, um die Ungleichheit und ihre Macht als gottgegeben zu rechtfertigen.

So lauten einige Vorwürfe der bekannten Religionskritik, wobei Skeptiker, Atheisten und der wissenschaftlichen Aufklärung Verpflichtete vor allem nicht verstehen, wie Gläubige davon ausgehen können, dass Gott in das Alltagsleben eingreift und sich um das Leben der einzelnen Menschen kümmert. Davon aber sind viele Gläubige überzeugt. Der kanadische Soziologe Scott Schieman ist mit der Auswertung von zwei landesweiten Umfragen in den USA der Frage nachgegangen, ob sich die Menschen, die an einen persönlichen Gott glauben, der in der Alltag interveniert, näher charakterisieren lassen. 

Bekanntlich sind die USA eine Art Gottesstaat (Der Gottesstaat im Westen), nur 15 Prozent bezeichnen sich als nicht religiös (Säkularere USA). Und auch wenn die Kirchenanhänger weniger werden, heißt dies noch nicht unbedingt, dass sie weniger religiös würden (In God's own Country breitet sich der Glaube an Geister aus). Mit weitem Abstand sind die US-Amerikaner religiöser als die Menschen in anderen Industriestaaten (In ganz Europa geht es seit Jahrzehnten mit der Religiosität bergab). Das zeigen auch die beiden Umfragen aus dem Jahr 2005, die Schieman für seine Studie ausgewertet hat, die in der Zeitschrift Sociology of Religion erschienen ist. So sind 82 Prozent der Meinung, dass sie sich auf Gott verlassen, um Hilfe oder Hinweise auf Entscheidungen zu erhalten. 71 Prozent glauben, dass die guten oder schlechten Dinge, die ihnen zustoßen, irgendwie zu einem Plan Gottes gehören, 61 Prozent sind sogar weitgehend dem Schicksal ergeben und sagen, Gotte habe die Richtung ihres Lebens festgelegt. Und 32 Prozent stimmen mit dieser Aussage überein: "Es macht keinen Sinn, groß zu planen, weil mein Schicksal letztlich doch in Gottes Hand liegt."


Bei den konservativen Protestanten oder Evangelikalen ist der Anteil derjenigen, die an göttliche Interventionen glauben, allgemein höher als bei den Katholiken, den normalen Protestanten, den Juden oder bei denen, die anderen Religionen oder keiner angehören. Frauen und Schwarze neigen auch eher dazu als Männer und Weiße. Nicht überraschend ist, dass diejenigen, die von der buchstäblichen Wahrheit der Bibel ausgehen, meist auch an das göttliche Wirken glauben – unabhängig, welcher Schicht sie angehören.

Erstaunlich viele Menschen leben also weit entfernt von Aufklärung und wissenschaftlichem Weltbild, sie glauben an Gottes Eingriffe und damit an Wunder oder daran, dass sie letztlich nur Marionetten in einem göttlichen Spiel sind. Eigenverantwortung ist nicht groß angesagt. Schieman schaute dann nach, welche sozialen Gruppen im Hinblick auf Einkommen oder Bildungsstand eher dem Glauben anhängen, dass Gott in das Leben eingreift. Das sei auch deswegen wichtig, weil in der US-Gesellschaft so viel von Gott die Rede sei und die Religion auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf den politischen Diskurs habe.

Wie nicht anders zu erwarten, sinkt die Bereitschaft, dies zu glauben, mit der Höhe des Einkommens und dem Bildungsmaß. Allerdings nur bei denjenigen, die am Kirchenleben nicht teilnehmen. Wer regelmäßig Gottesdienste besucht, häufig betet und sich als religiös bezeichnet, glaubt, auch wenn er Großverdiener und Akademiker ist, in ähnlichem Ausmaß wie Geringverdiener und gering Ausgebildeten an das göttliche Wirken.

Schieman geht davon aus, dass seine Studie den allgemeinen Zusammenhang zwischen höherer Bildung und geringerem Glauben nicht durchweg bestätigt. Bildung alleine also führt nicht zum Abfall vom Glauben. Die "religiösen Erklärungen" werden bei all denjenigen, die ständig die Botschaften und Lehren bei seinen kirchlichen Betätigungen vernimmt, verstärkt, so der Soziologe, was wiederum auch bedeutet, dass die Ärmeren und Ungebildeteren sich mit der Religion nicht trösten, sondern sie in der Regel der kirchlichen "Indoktrination" eher oder öfter ausgesetzt sind.

Man könnte natürlich auch – wie der Streit auch beim behaupteten Zusammenhang von Medienkonsum und Gewalt verläuft – auch der Meinung sein, dass diejenigen, die religiös sind, nicht nur eher zu religiösen Aktivitäten hingezogen sind, sondern auch Einwände gegen religiöse Annahmen wie das kausale Einwirken Gottes in das Alltagsleben abwehren. Man baut dann zwischen dem Wissen und der Rationalität und dem Glauben eine Wand und kann dann einmal so und einmal anders entscheiden. Ähnlich wird ja oft auch vielfach gesagt, dass Wissenschaft und Rationalität den Glauben nicht ausschließen, sondern nebeneinander bestehen können, um die kognitive Dissonanz zu mildern.

Wäre die Theorie der Aussetzung an kirchliche Botschaften – in Analogie zur Aussetzung an Medien wie Computerspielen für ein bestimmtes Verhalten – wahr, woraufhin ja auch die Missionierungsanstrengungen verweisen, dann könnte eine aufgeklärte Gesellschaft entstehen, wenn die Kirchen abgeschafft werden oder die Kinder vor und in der Schule nicht mit dem religiösen Weltbild "massiert" werden. Das ist zwar in den kommunistischen Gesellschaften weitgehend der Fall gewesen, aber die Kirchen wurden dann u.a. auch als unterdrückte oder verbotene Instanzen zumindest teilweise wieder "interessant". Die Verbreitung des Glaubens ist trotzdem in den ehemaligen europäischen Ostblockstaaten immer noch, abgesehen von Polen, ziemlich gering.

Mittwoch, 10. März 2010

Kunst und Moderne müssen sich nicht einander ausschließen

Ich war zu keiner Zeit ein Freund von "moderner Kunst". Mit wenigen Ausnahmen. In Dosen eingebrachte Scheiße, die blaue Phase eines Picasso oder das Eintüten von Gebäuden entsprechen nun einmal nicht meiner Ästhetik. Für mich kommt Kunst von Können und verkörpert dadurch die besondere Befähigung eines Menschen. Kunst steht im Widerspruch zur Beliebigkeit. Der Anblick zweier Drähte, die über Kreuz zusammengelötet wurden, erzeugen nun einmal in mir keine Bewunderung oder Staunen. Da waren die Kunstschaffenden vor 10.000 Jahren weiter. Surrealismus hin oder her. Es gibt Ausnahmen, aber ich kann in vielen Kunstwerken keine Kunst erkennen (siehe Bild).
 Frau mit Vogel. 
Wären sie darauf gekommen, wenn man ihnen das nicht sagen würde?* Das erinnert an das eigene Kleinstkindalter, als man den Erwachsenen noch erklären musste, was man da für sie gezeichnet hatte.

Vielmehr erkenne ich in solchen Werken das Unvermögen. Einfaltslosigkeit ersetzt jede Ästhetik und Schönheit.
Wobei Schönheit und Ästhetik kein Maßstab moderner Kunst sind, aber auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden (siehe z.B. Giger).
Moderne Kunst entspringt der Gleichmacherei.
Wirkliche Kunst hat einen beständigen Wert. Wenn sie heute als Atheist vor dem Kölner Dom stehen, bewundern sie dennoch die Baukunst dieser Zeit. Und wenn sie als Romchrist Stonehenge besuchen, bewundern sie dennoch die Baukunst dieser Epoche. Moderne Kunst bezieht sich mehr auf den Begriff Mode, als auf das Wort Kunst. Künstliche Moderne wäre hierbei die treffendere Bezeichnung, da sie weitestgehend von der wirklichen Kunst befreit ist.
Ein Versuch der absoluten Gleichmacherei. Das Können, das Vorhandensein besonderer Befähigung, soll dadurch ersetzt werden, in dem alle Ansprüche an die Kunst auf ein beliebiges Minimum heruntergeschraubt werden und dadurch jeder die Möglichkeit erhält, ein Künstler zu sein. Ob er es dann nun wirklich ist oder auch nicht. Hauptsache wir sind alle gleich. Wir sind alle Künstler, so wie wir alle Ärzte, Wissenschaftler, Maurer, Mütter,... sind. Die besondere Befähigung eines jeden Menschen soll zur beliebigen Befähigung aller Menschen entwertet werden. Die Kunst hat sich einem Modediktat unterzuordnen. Das Besondere muss dem nicht Besonderen weichen, um diese Utopie erreichen zu wollen. Besondere Könner wie Giger werden zeitgleich diskreditiert, stellen sie doch etwas Besonderes in der Moderne dar und ragen aus dem Einheitsbrei heraus. Aus dem Grund, weil sie Künstler sind.

Vor über 15 Jahren meinte ein Müller- Westernhagen, er könne bei entsprechender Werbung in heutigen Zeiten eine CD veröffentlichen, auf der absolut keine Daten vorhanden sind und diese würde dennoch in die Top 10 gelangen. Diese Aussage ist nachvollziehbar. Die Masse ist unkritisch und ihr Herdentrieb würde sie bei entsprechender Führung (durch Werbung, Propaganda) dazu veranlassen, nötigenfalls auch eine leere Musik- CD zu erwerben. Wenn es denn nur modern genug ist und "alle anderen" es auch so machen.
Und auf ein paar besonders durchgeknallte Exemplare der Gattung können sie auch rechnen. Diese würden dingfest behaupten, sie könnten auf dem modernen phonetischen Kunstwerk etwas hören, wo es gar nichts zu hören geben kann. Wenn sie das nicht können, dann liegt das an ihrer mangelnden Intelligenz, ihrer fehlenden Phantasie (die benötigt ein Künstler, weniger der Betrachter) und ihrer ewig gestrigen unmodernen Art.
Das heute ein Bohlen einen Beethoven weitgehend vertreiben konnte, liegt nicht nur an der zeitlichen Entwicklung, sondern vielmehr am Kunstverständnis unserer Zeit, der dem bohlenschen Billig- und Einheitsbrei etwas abzugewinnen weiß.
Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt...
Schiller, aus "Ode an die Freude"
Doch es gibt auch noch Beispiele künstlerischer Kreativität und Schaffenskraft. Nicht nur die Schnellebigkeit unserer Tage wird im folgenden Beispiel kunstvoll verdeutlicht:



*Es wäre auch als Millionenfrage in Jauches Show geeignet. Einen überdimensionalen buntbemalten Pimmel hätte ich erkennen können, aber das Abfallrohr darüber und der Mond hätten mir jegliche richtige Antwort unmöglich gemacht. Was sagt die Schwartzer dazu, wenn man die Frauen als Schwanz darstellt?
Warum sollen wir uns alle nach der selben Mode kleiden? Der Frost malt mir nie dieselben Eisblumen zweimal an mein Fenster.
Lydia Maria Child

Montag, 8. März 2010

Die Narrenkappe 09/10

Nun ist es raus. Die Siechen sind korrupt. Korrupter geht es schon 'mal gar nicht.
Das behauptet jedenfalls Transparency International (IT) und die Propagandaindustrie hat einen weiteren Bären, den sie dem zur Ahnungslosigkeit gebildeten Bürger aufbinden kann.
Deshalb werft den Purschen zu Poden! Mixus Minimax, Schwanzus Longus, Inkontinezia..., allesamt verhohnepiepelte Namen, wie auch Transparency International.
Es stimmt traurig, Organisationen wie diese TI erläutern zu müssen. Andererseits macht es Mut, da immer mehr Bürger auf Grund einer allgemein stattfindenden Verarschung ihr Bewusstsein reanimieren, weil sie durch die substanzlose mediale Grütze bzw. durch den Einheitsbrei übersättigt wurden.
Oder soll man im besten Weichspülerdeutsch schreiben, sich "scheinbar betrogen fühlen"?
Die TI gehört zu den Organisationen, die im wahrsten orwellschen Sprech zu begreifen sind. Das soll heißen, die Packungsangaben haben mit dem Inhalt nichts gemeinsam.
Wie viele lassen sich von der Tatsache täuschen, das Organisationen wie die TI von Akademikern angeführt werden. Aber werden diese auch buchstäblich von einer gewissen Vernunft geleitet? Reicht ein Akademikertitel wirklich dazu, um reflexartig und gedankenlos entgegengebrachtes Vertrauen rechtfertigen zu können? Der allgemeine Irrsinn, eine akademische Ausbildung bedeutet zeitgleich das Vorhandensein erhöhter Intelligenz oder höherer Moral und ist gar vernunftbasierend, ist eine althergebrachte Glorifizierung, aus deren Schoß beispielsweise Gestalten wie Mengele, Cohen und Kramer gekrochen sind. Die TI hat zwar keine so namhafte Kaliber aufzubieten, doch stehen zumindest in ihrer Ethik die IT- Kader den genannten Akademikern in kaum einer Weise nach. Auch die Vorgenannten meinten, dem "Guten" dienen zu wollen und doch entsprach ihr Wirken keinem guten Tatendrang. Gottes Waage misst nicht in ideologischen Maßen. In welche allerdings dann? Allmacht, Allgüte, Allbarmherzigkeit, Allgerechtigkeit, Alliebe,...schließt jedenfalls jede religiöse Konkurrenz aus und bildet die Widersprüche in sich, die einem Menschen den christlich-jüdischen Zugang versperren.
Ein Semidirektor der Weltbank hat Transparency International gegründet. Ebenso gut hätte 1945 Adolf Eichmann einen Verein zur Entnazifizierung Bayerns gründen können.

Ein Grundsatz in der Wissenschaft lautet, dass nur der wirklich bewerten kann, der auch Vergleichsmöglichkeiten besitzt. Ist etwa die Korruption in Griechenland einzigartig? Jeder Vergleich verboten?
Das es in Griechenland Korruption gibt, heißt noch lange nicht, daß es in den anderen Staaten keine oder weniger Korruption gibt. Allein das Vorhandensein von Korruption deutet auch nicht darauf hin, das Griechenland eine Hochburg der Korruption darstellt. Transparency International liefert jedenfalls keine empirischen Daten, die einen Vergleich zulassen würden. TI liefert nur Luft für die Posaunen Jerichos.
Als Deutscher fühlt man sich doch gleich wohl, wenn man weiß, daß die Korruption dieser Tage ein griechisches Problem sein soll. Dann können wir auch gleich die Korruption im eigenen Land vergessen. Die stinkt zwar so gewaltig, dass selbst die alten Götter vertrieben sind, aber das ist doch, wie gesagt, gleich vergessen. In die Hundescheisse treten stets nur die Anderen. Wieder einmal wird ignoriert, das derjenige, der mit dem Finger auf andere zeigt, zeitgleich drei Finger auf sich richtet. Das die BRD noch nicht ein einziges Mal die Vorgaben zur EU-Währungsunion eingehalten hat - das die BRD ein mittleres Epizentrum der weltweiten Korruption darstellt, das wagt TI nicht zu erwähnen. Denn würden wir allein hier Vergleiche ziehen, dann käme Griechenland mit einem bläulichenchenchenchen Auge davon.
Und vergessen sollten wir auch nicht die Argumentation über die fehlerhafte griechische Steuerpolitik. Aber auch nicht die Steuerpolitik in unserem Land. Soll die (bundesdeutsche) Propagandaindustrie ruhig die Verfehlungen vergleichen und auswerten. Mal schauen, welches Staatswesen dann am Ende die größten korruptionsbedingten Steuerausfälle besitzt. Ich tippe, es steht dann (auch ohne das Zutun von König Otto Herakles) 1:0 für Griechenland und 1000:0 gegen die Propagandaindustrie. Wetten sie mit?
Vergessen wir doch nicht, dass dem bundesdeutschen Bruttosozialprodukt auch nichtmaterielle Werte aus Finanzgeschäften hinzugerechnet werden. Auch der aus reinsten Spekulationsblasen. Die Wirtschaftskraft der Deutschen Bank ist nun einmal höher angesetzt, als die irgendeiner griechischen Bank. Doch was hat der Bürger von den kriminellen Geschäften der Finanzwelt? Ob Grieche oder Deutscher, egal, ihre Arbeitsstelle, falls sie überhaupt eine haben, von der sie auch noch leben können, wird daraufhin garantiert nicht sicherer und der Wohlstand der Banken bedeutet stets Wohlstandsvernichtung für den Bürger.

 
Propaganda, 'mal andersrum... 

In Manchester verweigerten zwei Frauen christlich-jüdischen Spannern ihren Intimbereich beglotzen zu dürfen.
Da die Frauen sich nicht erpressen ließen, durften sie ihren gebuchten Flug nicht antreten. Die Verweigerung erfolgte angeblich aus medizinischen und religiösen Gründen, wobei die religiöse Begründung doch wohl eher einen ethischen Grund haben dürfte. Welche Frau will schon ungefragt und ungewollt als Wichsvorlage für irgendwelche wildfremden Männer oder lesbische Staatsdienerinnen dienen? Es gehört schließlich zum sexuellen Selbstbestimmungsrecht, sich dabei den oder die Männer/Frauen aussuchen zu dürfen.
Angeblich wurden in Manchester bereits 15.000 Menschen durchleuchtet und diese Frauen sind der erste Fall, das Passagieren der Flug verweigert wurde. Da es sich wahrscheinlich nicht um die erste Verweigerung gehandelt haben dürfte, liegt es nah, dass bisherige Verweigerer ihren Flug antreten durften.
Die Propagandaindustrie betonte ausdrücklich, dass es sich bei den Frauen um Muslima handelte.
Ich denke, sie hatten sich dem Voyeurismus als Frau bzw. als Mensch verweigert. Die Betonung auf die religiöse Zugehörigkeit kann daher nur propagandistischen Zwecken dienlich sein, zudem die Meldung "Muslimin lehnt..." lautete. Schon in der Schlagzeile wurde unterschlagen, dass es sich um zwei Frauen gehandelt hatte.

Der Winter 09/10 soll angeblich dem Staat 3,5 Milliarden T€uro gekostet haben. Da nicht angegeben wurde, wieviel Geld der Staat durch die winterlichen Bedingungen (und das auch noch im Winter!) eingenommen hat, kann man getrost solche Meldungen als reine Angstmache bezeichnen. Oder werden etwa ihre Heizkosten vom Staat übernommen? Ganz im Gegenteil, kassiert dieser doch dann mehr Steuern. Derartig komplexe Berechnungen sollte man keinem Milchmädchen überlassen. Und schon gar nicht irgendwelchen Parteibuch- Akademikern.

Fließbandarbeit, Massentierhaltung und eingefärbter Flüssigzucker sind Erfindungen kreativer US- Amerikaner.
Ob der Bauer im Bild dem Terrornetzwerk Al Qaida angehört, ist derzeit nicht geklärt. Als sicher gilt jedoch, dass dieser Bauer nicht nur kreativ ist, sondern auch keinen Etikettenschwindel betreibt, wenn er seine Gülle transportiert.

Donnerstag, 4. März 2010

Aufstieg um jeden Preis

Was führte zur politischen Entartung von Angela Merkel?
von Ulrich Guhl, Berlin

 
Im Januar-„RotFuchs“ sah ich das Foto einer FDJlerin aus der Templiner Oberschule.
Es war wohl 1972 aufgenommen worden. Das frische Gesicht wirkte auf mich sympathisch, neugierig, freundlich, dem Leben gegenüber aufgeschlossen.
Es handelte sich um eine alte Aufnahme Angela Merkels. Heute ist sie eine Kanzlerin, die finster-entschlossen dreinblickt und ihren Namen mit Blut in die Geschichtsbücher schreibt.
Beim Anblick des Merkel-Bildchens fragte ich mich wieder, wie es eigentlich geschehen konnte, daß in der DDR Menschen aufwuchsen, die heute solcher Taten fähig sind. Was ist da schiefgelaufen?
Natürlich weiß ich, daß selbst die humanistischste Gesellschaft nicht verhindern kann, daß sich vereinzelt auch in ihrer Mitte Menschen entwickeln, die zu einer schrecklichen Enttäuschung werden. Aber im Falle der DDR wird leider offensichtlich, daß solche „Ausnahmen“ doch weit zahlreicher waren, als man hätte vermuten müssen. Besonders nach der sogenannten Wende offenbarte sich bei vielen „Bürgerrechtlern“ ein Maß an politischmoralischer Verkommenheit, das stutzig macht. Klagten diese Leute gestern noch unverdrossen fehlende wie vorhandene Bürgerrechte ein, so schweigen sie heute beredt zu Afghanistan. Riefen sie damals noch „Keine Gewalt!“, so sind sie inzwischen blind und taub, wenn es darum geht, den Kriegen der BRD Paroli zu bieten. Oft genug besitzen sie ja inzwischen sogar Mitgliedsbücher von Kriegsparteien.
Angela Merkel wuchs wie Lengsfeld, Thierse, Birthler, Poppe und all die anderen in einem Land auf, das ihnen von frühester Kindheit an humanistische Ideale vermittelte. Keine Alt-Nazis prägten wie im Westen das Gesicht der DDR, sondern Menschen, die ein friedliches Deutschland wollten. Klassen- und Standesdünkel waren verpönt, soziale Unterschiede nur gering. Völkerfreundschaft blieb keine hohle Phrase. Sie alle erfuhren ein Maß an Bildung, das jetzt nur Privilegierte in Anspruch nehmen können.
Von Dankbarkeit fehlt bei ihnen aber jede Spur. Ein Grund ist wohl in einer der folgenschwersten gesellschaftlichen Fehlentwicklungen der DDR späterer Jahre zu suchen.
Also, was ist da falsch gemacht worden?
Ich selbst bin kein Gesellschaftswissenschaftler oder ausgebildeter politischer Analytiker. Doch ich habe in der DDR gelebt und erinnere mich noch gut daran, wie alles gewesen ist.
Viel zu oft verhielt es sich leider so, daß im Alltagsleben, in Schulen und Betrieben oder an Universitäten nur Lippenbekenntnisse statt tatsächlich gelebter Überzeugungen gefragt waren. Man mußte die Fahne nur schwenken, ohne sie zu lieben. Man achtete auch kaum noch darauf, ob die sozialistischen Ideale tatsächlich verinnerlicht wurden. Es genügte vorzuspiegeln, man besitze sie. Der Schein war oft wichtiger als das Wesen der Dinge.
Etliche wußten, daß es für eine erfolgreiche Karriere genügte, so lange „Es lebe der Sozialismus!“ zu rufen,bis es die jeweiligen Funktionäre hörten.
Ihn auch zu leben, wurde häufig nicht verlangt. Die Fassade war nicht selten das für die Punktvergabe Entscheidende.
Das förderte eine Atmosphäre der Verlogenheit, Anpassung, Heuchelei und geistigen Erstarrung.
Ob uns das gefällt oder nicht: Auch Angela Merkel ist ein Kind der DDR. Sie ist das Produkt einer ihrer schlimmsten Verzerrungen.
Die einstige FDJlerin und heutige Kanzlerin verkörpert den Typus eines Menschen, der durch Deformierungen des Sozialismus gelernt hat, sich jeder Situation anzupassen, um unter beliebigen Bedingungen so weit wie möglich nach oben zu gelangen.
Dabei kommt ihr die Tatsache zugute, daß sie offensichtlich von jeder eigenen Überzeugung frei ist.
Menschen dieses Schlages sind beliebig austauschbar. Die Karrieristen der einen sind immer auch die Karrieristen der anderen und der dritten. Doch Angela Merkel wußte vermeintlich schon, als sie so munter das Blauhemd mit der Lessing-Medaille trug, wie man Überzeugungen zur Schau stellen muß. Das lernte sie von der Pieke auf, und diese erworbene Routine kann sie nun – abermals ohne Überzeugung– im anderen politischen System beliebig anwenden.
Flexibilität heißt das Zauberwort. Gesinnungslosigkeit ist der Trumpf, der alle anderen sticht.
So bin ich davon überzeugt, daß man die wackere Angela ab 1990 bestimmt mit „Genossin“ hätte anreden dürfen, wäre die SPD damals stärkste Partei gewesen.
Diese Frau ist ein Wunder der politischen Evolution!
Sie konnte früher ebensogut „freundschaftliche Gefühle“ für das Volk Vietnams von sich geben, wie sie heute das Volk Afghanistans bombardieren läßt. Möglicherweise stellt das in ihren Augen nicht einmal einen Widerspruch dar.
Anpassung an politische Notwendigkeiten des Augenblicks nennt man das wohl in ihren Kreisen. Ich bezeichne es als verbrecherisch.
Gerade uns ehemalige DDR-Bürger muß eine Angela Merkel zum Widerstand herausfordern.
Kann man über eine Vera Lengsfeld noch von Herzen lachen, so ist das Tun dieser verbissenen Kanzlerin wohl kaum dazu angetan. Die Toten des Massakers von Kundus mahnen uns, dem System aus Unrecht,Blutvergießen und Terror die Zähne zu zeigen.
 Wir dürfen es nicht stillschweigend hinnehmen, wie man die Losung, von deutschem Boden dürfe nie wieder Krieg ausgehen, inzwischen im Bundestag und in der Bundesregierung zynisch mit Füßen tritt.

Merkel am Ruder der Zeit. Selbst beim Fahrradhalten versagt sie völlig. Die menschliche Seite einer demokratischen Null. 
Auf die Fresse! 
Am Grad der Verachtung kann es nicht liegen....
 

Montag, 1. März 2010

Die Narrenkappe 08/10

Beobachter vermuten, dass die Behörden ihr Vorgehen gegen Andersdenkende verschärfen, weil Lukaschenko in einem Jahr erneut zur Präsidentenwahl antritt. Jüngst trat in Weißrussland auch ein Gesetz in Kraft, dass das Biertrinken auf der Straße verbietet.
Alle Achtung, dabei hat sich wohl "der letzte Diktator Europas" das Vorzeigeparadies aller Freiheiten, die USA, zum Vorbild genommen. Das Thema dieses Artikels war aber nicht das Bier, sondern die Musikgruppe Rammstein, die durch den Papst der Weißrussen, Nikolai Tscherginez, massiv kritisiert wurde. Es sei dahingestellt, ob hier 'mal wieder eine sprichwörtliche Mücke zum Elefanten aufgeblasen werden soll. Doch eins ist Gewissheit. Die letzte Scheibe der Rammelschweine, wie sie liebevoll von ihren Anhängern genannt werden, wurde unlängst in dieser BRD zensiert. Die Zensurbehörde der BRD schlug in puncto Rammstein nicht das erste Mal zu. Aber so ist es mit den Heuchlern, bei denen sich Tscherginez eventuell inspirierte. Solche Fakten werden gar nicht erst erwähnt, der Dreck vor der eigenen Tür nicht gesehen und als störend empfunden. Nein, man wirft eine Handvoll Dreck auf die Unliebsamen und vermeintlichen Gegner, um gleichzeitig die eigenen Scheißeberge zu leugnen. Sie zeigen mit einem Finger auf die Anderen und wahrlich zeitgleich mit drei Finger auf sich selbst. Leider unterstützt von einer kritiklosen, unter Vergesslichkeit erkrankten und Zusammenhänge nicht erkennenden, oberflächlichen Konsumentenmasse.
Die Linkspartei wirft Westerwelle vor, er habe von einer Schweizer LGT- Bank ein Honorar kassiert. Dies ist für Politiker nicht ungewöhnlich. Doch die Schweizer Bank gehört zur Lichtensteiner LGT- Gruppe und die macht durch Beihilfe fette Geschäfte mit bundesdeutschen Steuerbetrügern. Hartz IV- Bezieher sollen dem Vernehmen nach nicht darunter sein, aber das stört dem Außenminister nicht. Steuerbetrüger aus dem Hochlohnsektor leben schließlich vom Niedriglohnsektor und dessen Förderung im Inland hat sich Außenminister Westerwelle zur Aufgabe gemacht.
Apropos Banken. Die Commerzbank hat angeblich keine Boni an ihre Investmentbanker gezahlt. Der Konzern bleibt aber davon nicht betroffen, was heißen soll. die Taschen werden sich weiterhin, trotz hoher Verluste zusätzlich gestopft.
Personalvorstand Ulrich Sieber: Bei entsprechenden Leistungen können variable Vergütungsbestandteile fließen.
Es scheint diesen Herrenmenschen schlichtweg egal zu sein, möglichst schnell die Schulden zu begleichen, um den Wirt zu entlasten. Wozu auch bei diesem Wirtskörper, mag sich so mancher Bandwurm aus Mainhatten denken...?
Wie gut, das es in der BRD keinen "Neo" gibt. In Lettland sieht das schon besser aus. Der Hacker "Neo" veröffentlichte unter anderem Informationen über Managergehälter bei einer Bank, die durch den lettischen Staat durch Finanzhilfen gerettet wurde. Dabei kam ans Licht, dass viele der Manager nicht die versprochenen Gehaltskürzungen hinnahmen. Außerdem zeigten die von "Neo" veröffentlichten Daten, dass mehrere staatliche Unternehmen heimlich Dividenden ausschütteten und zeitgleich die Regierung um Hilfe ersuchten.
So etwas würden selbstredend die bundesdeutschen Banker niemals wagen. In der BRD hat man es ausschließlich mit ehrlichen Bankern zu tun, die sich völlig zu Recht leistungsgerechte Gehälter zahlen. Wie letztens die Ackermänner, die sich eine schnöde 15% Erhöhung ihrer Leistungsgehälter gönnten.
Die faulen Schweine aus dem öffentlichen Dienst sollten übrigens mehr arbeiten, dann wären auch 15% drinnen. Aber dazu später mehr.

Je verdorbener der Staat, desto mehr Gesetze hat er.  
Tacitus, Annalen III, 27 
Ein sich für besonders schlau haltender Mann aus Hannover wollte sein asoziales Verhalten damit rechtfertigen und legalisieren, in dem er während seiner parasitären Vorgehensweise ein T- Shirt mit dem Aufdruck "Ich fahre schwarz" trug. Das sich ein offensichtlich nicht ausgelastetes Amtsgericht ernsthaft mit einen solchen Fall beschäftigt, mag zwar den "Rechtsstaat" vorgaukeln helfen, ist aber genauer betrachtet eine juristische Farce, die jedem gesellschaftlichen Rechtsbedürfnis widerspricht und der Lächerlichkeit preis gibt.
Sollen Zeichen gesetzt werden? Wieviele weitere Richter und Verordnungen (Gesetze) benötigt dieses überregulierte System noch, um den Bürger einer völligen staatlichen Bevormundung aussetzen und ihm jede Pflicht zur gesellschaftsfähigen Eigenverantwortung absprechen zu wollen? Das sich die Systemmedien diesem dreisten Fall widmen, kann man ohnehin in der Tatsache begründet sehen, dass es sich bei diesem uneinsichtigen Betrüger um einen Hartz IV- Bezieher handelt, der zudem einen körperlich gesunden Eindruck macht und im besten Arbeitsalter ist (siehe Foto unten, Quelle: dpa - beachten sie das mediale Interesse vor Ort!).
Bei dieser Gelegenheit und anhand der momentan geführten Scheindebatte, lässt sich der "typische" Hartz IVer bestens diskreditieren und von den Ursachen ablenken.
Ex- Bischöfin Käßmann hätte nach Ansicht des Hannoveraners ein Aufkleber mit der Aufschrift "Ich saufe Messwein" an ihr Dienstwagen anbringen sollen, um legal eine rote Ampel ignorieren und ihre Fahrt vollziehen zu können. Immerhin kann eine Person der Beamtenbesoldungsstufe A1 unmöglich den ÖNV oder ein Taxi nutzen.
Nach drei Bier und einen Thailand- Joint behauptet dieser Hannoveraner wahrscheinlich auch noch, ein T- Shirt mit der Aufschrift "Ich bin geil" oder "Ich ficke alles" berechtigt dazu, das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ignorieren zu dürfen, um für sich Vergewaltigungen zu legalisieren. Denken sie, lieber Leser, die Logik des Hannoveraners mit den Parasitenanwandlungen weiter und vergessen sie dabei nicht, mit welchem Schwachsinn sich angeblich ständig überlastete Gerichte auseinandersetzen.

Bundesdeutsche Richter ticken zuweilen nicht richtig. Das soll heißen, sie sind zuweilen äußerst realitätsfremd.
Anders ist es wohl kaum zu erklären, weshalb vor Gericht ein Türke über seine Anwälte erklären lässt, dass er, als er einen Einbrecher vermutete, sich ein Küchenmesser holte und 68 (!) Mal auf diesen eingestochen haben will, ohne erkannt zu haben, wen er da massakrierte. Nicht zufällig war der Einbrecher seine 15jährige Tochter, deren Verhalten für ihn ein Ärgernis darstellte, weil sie u.a. einen Freund hatte und im Internet unterwegs war. Das behauptet zumindest die Staatsanwaltschaft. Laut Anklage soll es sich um einen Ehrenmord gehandelt haben.
Vielleicht war diese kranke Ehre das Motiv, vielleicht auch Eifersucht. Doch was zählt das Motiv einer Tat gegenüber dem Ausgang einer Tat? Die Tochter bleibt ermordet. Von Fahrlässigkeit keine Spur, selbst wenn es sich wirklich um einen Einbrecher gehandelt hätte.
Ob die Richter sich überhaupt die Frage beantworten, wie lange es dauert, bis ein Täter 68 Mal auf sein Opfer eingestochen hat? Hat sich die Tochter wort- und wehrlos abschlachten lassen? Was bleibt dann noch übrig von der Schutzbehauptung des Türken, der während seines Massakers nicht die eigene Tochter erkannt haben will? Die Rolle seiner Anwälte möchte ich erst gar nicht kommentieren. Anwälte des Rechts sind sie jedenfalls nicht.


Einer der miesesten Rechtsanwälte dieser Republik hat sich endlich die Kugel gegeben.
Sein Berufsethos basierte auf seiner kriminellen Energie und so angetrieben versuchte er sich auch zu bereichern. Was ihm oft genug gelang.
Bis es ihn selbst erwischte und er in eine seiner vielen Fallen tappte.
Weshalb soll ich nichts Schlechtes über Tote sagen? Weil dies den Tatsachen entspricht? Weil sie sich selbst daran halten, wenn es sich beispielsweise um Hitler, Stalin, Churchill und Konsorten handelt?
An den Taten sollt ihr sie messen, nicht die Taten ignorieren.

Eine unendliche Geschichte. Die Wasserprediger, die selbst Wein saufen und vor allem sich am Wein finanziell bereichern, warnen vor "Vergewaltigungsdrogen".
Welche Funktion hat das INCB und die WHO? Verstecken sich dahinter PR- Agenturen der Pharmaindustrie, aber auch aller Behörden, die an einer vom Imperium angeführten Drogenpolitik Interesse haben?
Sorgen doch diese Institutionen für die nötige Scheinheiligkeit und sind nicht nur der finanziellen Bereicherung dienlich. Unter dem Deckmantel der fürsorglichen Drogenbekämpfung wird eine gesteuerte und profitable Drogenpolitik betrieben. Mit Drogen, ob legal oder illegal, lassen sich nicht nur viel Geld verdienen, sie sind auch psychologische Waffen. Erpressung, Angst und Kontrolle der Menschen und ganzer Völker lassen sich durch eine gezielte Drogenpolitik verwirklichen.
Vergewaltigungsdrogen. Ein vorzüglicher Begriff mit hohem Propagandagehalt. Beinhaltet er doch Sex und Rausch. Zwei Fliegen mit einer Klappe... Die Neugierde der meisten Menschen ist geweckt und zeitgleich wird aufgeschreckt. Die Basis für eine nicht stattfinden sollende sachliche Debatte ist geschaffen.
Und welchen Rat gibt uns das INCB gleich mit auf den Weg? Nein, nicht das auf eine Nacht ein Tag folgt oder falls sie einen Stein werfen, dieser wieder auf die Erde fällt. Der Rat des INCB hat dennoch einen ebenbürtigen Aussagewert:
Schon ein einziger Missbrauch von Suchtstoffen könne "ernsthafte Folgen" haben. 
Wer hätte das gedacht? Weiß die Menschheit doch nicht erst seit die durch Paracelsus getroffene Aussage, dass es auf die Dosis ankäme, das eine Sache zum Gift wird, von diesen Zusammenhängen.
Die Beamten der Weltbehörde INCB versuchen ihre Einkommen zu rechtfertigen, doch das zwingt uns nicht, deren Existenz zu rechtfertigen.