Mittwoch, 15. Juli 2015

Von der Quacksalberei der Psychologen

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, weshalb Psychologen so eine erbärmliche Erfolgsquote aufzuweisen haben? Und dennoch sind es die Psychologen, die für sich beanspruchen und davon überzeugt sind, dass sie allein das Wesen der menschlichen Psyche bestens kennen würden. Was für ein eklatanter Widerspruch!

Das Gros dieser Zunft sollte nicht anders als die Quacksalber des 20. Jahrhunderts* bezeichnet werden. Nahezu unfähig, die Ursachen von Geistestörungen zu behandeln, beten sie denen, denen sie das Geld aus den Taschen zu ziehen gedenken, gebetsmühlenartig ihre angelernten Phrasen vor. Phrasen, die jeder lesefähige Mensch im Netz oder in zahlosen Broschüren selbst nachlesen kann.
Um die Wirkung dieser Störungen zu lindern, verschreiben sie überteuerte chemische Substanzen. Substanzen, die sich jeder Erwachsene ohne Zutun dieser Quacksalber selbst aus der Apotheke besorgen könnte. Neuerdings, und das beängstigend zunehmend, werden die Chemikalien nicht nur bei unbestrittenen Geistesstörungen verschrieben, sondern auch bei völlig gesunden Erscheinungsbildern. Kein Arzt, der diese Bezeichnung verdient, würde sich solcher Gaunereien und Betrügereien bedienen.

Auf den Couchen der Doktoren Freuden landet dann, wer keinen Friseur hat und keinen Gastwirt kennt, den er volltrunken auf den Sack gehen kann; oder wer besser gleich Politiker, Pädagoge oder Pfaffe geworden wäre.
Welchen Wert bzw. welche Effizienz kann es haben, in einer durch und durch ungerechten Umwelt über persönliche Gefühle zu schwätzen?
Ein jeder sollte sich aber seiner Gefühle und Befindlichkeiten im Klaren sein. Denn dann hat er die Möglichkeit, Dinge zu meiden, die einem Unbehagen bereiten und die Dinge zu suchen, die Freude bereiten. Verstand und Konsequenz ist angesagt, wo ansonsten Hilflosigkeit und Gleichgültigkeit lähmen.

Diese vortreffliche Medizin wird keiner dieser Quacksalber verschreiben. Sonst müsste er womöglich den Hungertod erleiden.
Eine bessere, weil lebenswertere Welt wird es nur geben, wenn wir unsere Umwelt nach unseren Wünschen und Bedürfnissen gestalten lernen und dabei immer auch - der Mensch ist nicht gern allein und nicht als Egozentriker geboren - auf die Belange unserer respektwürdigen Mitwesen und auf das, was uns heilig erscheint, achten.
* Im 21. Jahrhundert nährt sich diese Zunft bisher nur aus den Theorien des 20sten. Neue Erkenntnisse sind nicht hinzugekommen. Dafür aber eine Inflation an vermeintlichen Krankheiten, die einzig dazu erfunden wurden, um den Quacksalbern ihre Existenz zu sichern und goldene Früchte ernten zu lassen.

Kommentare:

  1. Einige Dinge sind schon auch nach dem 20sten Jhd. dazugekommen. Man weiß auch, daß die Couch kaum etwas verändert, der alte leere Stuhl schon eher. Fühlen geht nicht ohne dem Leib. Alle Sinnesorgane sind nötig und dann ein Gehirn, was kann und will. Wie wahr: "Ein jeder sollte sich aber seiner Gefühle und Befindlichkeiten i m K l a r e n sein. ..lähmen." ..und .vergleichen, Wertigkeiten festlegen und handeln.

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  2. Leider ist es die Erziehung, die die Menschen zu funktionierenden, nicht denkenden Bio Robottern macht, wovon geschätzte 98% unfähig sind ihre Probleme bewusst anzusehen und lieber eine Pille haben wollen, damit sie sich in ihrem Leiden wohl fühlen. Das haben die Eliten prima eingerichtet, indem sie über die Religionen und sonstige, gesellschaftliche Glaubenssätze die Menschen in den Kitas, Schulen, Universitäten und Glaubenshäusern prägen. Dadurch können sich die Psychologen nur anpassen, und das werden diese dann im Studium und werden somit selbst Teil des Systems. Die unangepassten Psychologen bleiben dann wirtschaftlich auf der Strecke. Es liegt somit nicht an den "Quacksalbern", sondern, wie bei allen Problemen der Welt am System der Eliten,was die "Quacksalber" erzeugt aber nie in Frage gestellt wird.

    Ein, auf der Strecke gebliebener "Quacksalber"

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    1. Das Gros dieser Zunft sollte nicht anders als die Quacksalber des 20. Jahrhunderts* bezeichnet werden.

      Bernhard, dann brauchst du dich nicht angesprochen fühlen.

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  3. Wenn nur vorwiegend Therapien von den Krankenkassen bezuschusst werden, die auch von amerikanischer "Zensur" befürwortet sind, haben Psychologen, die z.B die Integratve Therapie vertreten in Deutschland schlechte Karten. Man will hier schnell etwas bewirken, was nicht immer die wirklichen Ursachen behebt, sondern so versorgt, daß der Mensch schnell wieder funktioniert. Oft ist das ja auch dem Patienten recht, da Ursachenaufdeckung sehr weh tun kann und mit Medikamenteneinnahmen und Ressourceneinsatz kann man auch weiter "gut" leben. Allerdings kann jeder Mensch selbst bestimmen, ob und wann er Ursachen angehen möchte. Aber in der Integrativen Therapie bekommt er wenigstens die Möglichkeit mit größter Wertschätzung das für sich bei Bedarf klären zu können.

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    1. "Man will hier schnell etwas bewirken, was nicht immer die wirklichen Ursachen behebt,..."

      Nicht immer die Ursachen behebt? Schon verloren. Was soll diese unrealistische Schönrederei?

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    2. Stimmt. Selten oder gar nicht behebt, kann ich da wohl schreiben.

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