Donnerstag, 31. Mai 2012

Am 30.Mai ist Weltuntergang...


Wikipedia: Im Jahr 1954 wurde das Lied „Am 30. Mai ist der Weltuntergang“ vom Golgowski-Quartett zu einem Nummer-1-Hit in Deutschland. Es war eine parodistische Würdigung einer damals einigen Presserummel verursachenden Prophezeiung.

Der 30.Mai war gestern und die blaue Kugel dreht sich noch immer im Universum. Wie im Jahre anno 1954, so auch anno 2012 in Zeiten der Pein "des Herrn"

Das auch die Erde irgendwann einmal "untergeht", also umgewandelt wird, ist ein Naturgesetz, das da lautet: Nichts ist für die Ewigkeit.

Diese Tatsache hat aber nichts mit den Fanatikern zu tun, die sich aus ihrer apokalyptischen Hoffnung heraus, den Weltuntergang herbeisehnen. Motiviert wurden diese Fanatiker durch den noch heute vorherrschenden mosaischen Aberglaube, der in seiner Primitivität - gerade wegen des zunehmenden Wissens der Menschheit - die Sperrspitze der menschlichen Verblödung darstellt.
Paart sich diese Verblödung noch mit Todessehnsucht, allerlei Ängsten und Naturverachtung, dann besteht eine Gemeingefahr.

Hier gibt es eine Auflistung mit diversen vergangenen und bevorstehenden "Weltuntergängen" zu sehen.
Man betrachte dabei die Urheber der diversen Weltuntergangsphantastereien. Zölibatär geheiligter Samenstau führt zu Wahnvorstellungen und kein Wahn ist so doof, als dass er nicht auch noch Nachahmer finden würde.
Da die Masse Mensch doof ist und auch bleiben will, wird es nicht an Nachahmern mangeln.

In der Praxis sieht das dann so aus, dass beispielsweise eine Lehrerin der Otto-Hahn-Schule [nein, nicht die Benedikt-Schule - sic!] in Hamburg ihren Kindern erzählte, am 21.12. diesen Jahres ginge die Welt unter. Das erzählte sie den Kindern in völligem Ernst und aus Überzeugung heraus.
Muss man dazu noch viel mehr sagen, außer "Ist das die Bildungsoffensive" und "Wer schützt die Kinder vor geistigen geistlichen Missbrauch"?

Angelas (Aus-)Bildungssystem jedenfalls nicht.
Im preußischen Kernland Brandenburg hat man vor gar nicht langer Zeit das Unterrichtsfach Astronomie abgeschafft. Eine Wissenschaft, die in unseren Breitengraden schon seit über 6000 Jahren betrieben wird (Stonehenge, Himmelsscheibe).
Oder könnte die Sternenbeobachtung zuviel Assoziationen mit der DDR erwecken, denn dort wurde die Astronomie gelehrt?
Frei nach den Motto: "Die Kommunisten trugen einen Stern, wir das Kreuz. Nur das hatte mehrere Haken, die zackig-roten Sterneträger trugen diese nach 33 auch..."
Der Hystoeriker Guido Kropf hätte bestimmt eine Verwendung für meinen bescheidenen Reim, doch ich denke dabei dennoch an die Gestalten, die allesamt auch zu den Vätern der "Weltkriege" gehören:
Bush, Warburg, Koehn & Partner, Churchill, Krupp, Thyssen, Achille Ambrogio Damiano Ratti alias Pius XI,...
Der Vorgänger-Pius, also der X., soll übrigens - sein engster Vertrauter berichtete davon - "vor lauter Freude" gestorben sein, weil nun endlich wieder alle Kirchen [die orthodoxe, protestantische und die römische] vereint werden. Unter dem Dach des Römischen Bischofsitzes. Und es war kein geringerer als dieser Piss Pius X., der dabei die Strippen gezogen haben will.
Wenigstens mitgezogen hat er sie.
Soviel Historie wurde von "Freund" und "Feind" bestätigt...
Wer würde wiederum das Bestätigte bestreiten wollen?
Hier zählen die nackten Fakten, nicht die Schnipsel aus Kopien...
Voila!

Der Alte Fritz würde sich jedenfalls im Grabe umdrehen...
"Hokuspokus feat. Fidibus" vs. "Humanismus Rationalus"...
Zugunsten der mosaischen Ideologie, in Form des einseitigen und irreführenden Fachs "Religion" ist diese Sache ausgegangen und die Wissenschaft wurde erneut - vorläufig - geopfert.
Geld und Geltungssucht sind keine guten Rekruten, die sich etwa für ein staatstragendes Amt eignen würden oder dafür, sie in ein und dieselbe Kompanie stecken zu wollen.
Manches ergänzt sich und wird zur Gefahr.
Es sei denn, das Zeitalter der christianisierten Lemminge überlagert alle anderen Zeiten und der Glaube am größtmöglichen Schwachsinn befördert die Gefahr...

Die unendlichen - also für den menschlichen Geist nicht mehr erfassbaren - Dimensionen des Universums regen zum Denken und Träumen an.
Welcher denkende Mensch schaut sich nicht gerne den Sternenhimmel an und lässt sich dabei zu geistigen "Hochflügen" animieren?

Der Versuch, diese unvorstellbaren Dimensionen zu begreifen, nennt sich Astronomie.
Zum denken und träumen?
Ein gar böööses Gemisch, das weder den Menschen als Ebenbild einer Allbarmherzigkeit, einer Alliebe und einer Allmacht bezeichnen würde, was sich dereinst besonders vertrocknete Hirne Propheten herbeiphantasiert haben müssen, noch würde sich dieses Gemisch dazu eignen, das goldene Kalb verehren zu wollen.

Wir sind nicht allein, ist ein Gedanke, in dem absolut nichts von "Macht sie euch zum Untertan" steckt. Die Astronomie lehrt uns ersteres und wurde deshalb vom Fach Religion abgelöst.
Das eine dient dem allgemeinen Wohlstand, das andere nach wie vor dem westlich-zivilisierten Herrschaftsmodell.
Egal, in welchem Gewand es noch daher kommt, die Fettaugen schwimmen in jeder Suppe noch immer oben...

Glaube (geistlich) und Unwissen (ungeistig) sind jedenfalls noch immer identisch. Das wusste die belichtete Menschheit nicht erst seit der Antike.
Wenn die Weltuntergangs- Herbeisehner wenigstens so konsequent wären und schon 'mal vorsorglich ihr Hab und Gut verschenken würden...
In Seinem Reich benötigt es keines weltlichen Plunders und das Schenken soll doch angeblich seliger als das Nehmen sein; zudem dann damit auch die Eintrittskarte in Dessen Reich gelöst sein dürfte...
Ich kenne so einige "Bedürftige", die solche Geschenke dankend annehmen würden. Und das ist auch gut so.

Mittwoch, 30. Mai 2012

China und Japan lösen sich von US-Dollar

China und Japan haben ein Abkommen geschlossen, das vorsieht, ab kommenden Freitag Yuan und Yen direkt handeln zu können, ohne dass der Wechselkurs wie bisher mittels US-Dollar berechnet wird.
Beide Länder versprechen sich davon ein höheres Transaktionsaufkommen und geringere Kosten.
Das Abkommen sei Teil von Chinas Strategie, sich von der Weltleitwährung Dollar der übermächtigen USA abzukoppeln.
In jüngster Vergangenheit hatten Irak und Libyen solche Planungen verfolgt. Was mit diesen Ländern passierte, wissen wir alle.
China ist allerdings eine andere Größenordnung und hat dadurch mit anderen Gegenmaßnahmen der USA zu rechnen.

Dienstag, 29. Mai 2012

USA bemängeln "Menschenrechtsverletzungen" - nur nicht die eigenen

Die Feststellung darüber, dass die Menschenrechte in der BRD der Beliebigkeit und nicht etwa der Allgemeingültigkeit unterliegen, lässt sich in Theorie und Praxis nachweisen.
Hier ein theoretisches Beispiel (Einschränkungen sind fett gedruckt):
Artikel 5, GG
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
In Deutschland werden Menschen wegen ihrer politischen oder religiösen Überzeugungen verfolgt und benachteiligt oder aber bevorteilt. Gleiches gilt ebenso für das Pressewesen, das Fernsehen, die akademische, wissenschaftliche und schulische Ausbildung bzw. deren Lehrkörperschaft und kann auf beliebig viele gesellschaftliche Bereiche bezogen werden.
Verschiedene Menschenrechte werden trotz ihrer Anerkennung gar nicht erst gewährleistet:
Artikel 23, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, UNO
1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
Doch das ist in Sachen Menschenrechte keinesfalls die Spitze der Heuchelei.
Diese wird sichtbar, wenn ausgerechnet das Land, das im Namen der Menschenrechte noch immer jedes Menschenrecht bricht und bekämpft - es sei denn, das jeweilige Menschenrecht lässt sich für die eigenen Machtinteressen benutzen und missbrauchen - es sich anmaßt, sog. "Menschenrechtsberichte" zu veröffentlichen, in denen - berechtigt oder unberechtigt - vieles angeklagt wird, nur wissentlich nicht die eigenen Verbrechen.

Wer soll diese Deppen ernst nehmen oder wer nimmt sie überhaupt noch ernst?
Und ich kann und werde niemand ernst nehmen, der sich mit diesen US- "Menschenrechtsberichten" befasst und anstatt diese sog. "Menschenrechtsberichte" mit Hohn, Verachtung und Spott zu versehen, diese Berichte für bare Münze hält und sich somit nicht nur öffentlich zum niederträchtigsten Narrentum bekennt, sondern sich dazu auch der Unglaubwürdigkeit bezichtigt.
Unkommentiert folgt André Scheer's "Weltrichter USA" (jW):
Deutschland ist tatsächlich eine Demokratie. Nur die Meinungsfreiheit für Rechtsextremisten und Al-Qaida-Propagandisten wird leider eingeschränkt. So sei eine Veranstaltung der rechtsextremen Gruppe »Pro Deutschland« im Mai 2011 in Berlin-Kreuzberg durch Gegendemonstranten verhindert worden. Das geht aus dem jährlichen »Menschenrechtsbericht« der US-Administration hervor, den Außenministerin Hillary Clinton am Donnerstag (Ortszeit) vorstellte. Wieder einmal schwingt sich Washington darin zum Richter über die gesamte Welt auf, während die Flecken auf der eigenen Weste mit Schweigen übergangen werden. Das Folterlager Guantanamo ist kein Thema, die gewaltsamen Räumungen von »Occupy«-Camps kommen nicht vor, die seit 13 Jahren in US-Gefängnissen inhaftierten »Cuban Five« sind keiner Erwähnung wert. Dafür beklagt das Papier, daß in Kuba Menschen mit Gefängnisstrafen bedroht werden, »die versuchen, über die US-Marinebasis Guantanamo in die Vereinigten Staaten zu fliehen«. Steht das Eindringen auf militärisches Sperrgebiet in den USA selbst etwa nicht unter Strafe?
Das Label »demokratisch« wird von Washington selektiv vergeben. Frankreich etwa gilt als eine »konstitutionelle Mehrparteiendemokratie«, während Venezuela nur eine »konstitutionelle Mehrparteienrepublik« ist. Auch Monarchien wie Großbritannien verweigert der Bericht das Gütesiegel, während die Besatzungsmacht Israel oder Chile, dessen Regierung demokratische Proteste regelmäßig niederknüppeln läßt, sehr wohl als »Mehrparteiendemokratien« gefeiert werden.
Vor allem im Süden des Kontinents wird die erneute Veröffentlichung des Berichts als arroganter Affront der Supermacht im Norden wahrgenommen. »Die US-Regierung verleugnet den eigenen Rekord an Menschenrechtsverletzungen, den sie im eigenen Land und weltweit hält«, heißt es in einer offiziellen Erklärung des kubanischen Außenministeriums, die das Internetportal Cubadebate am Freitag veröffentlichte. »Die Lügen und Verzerrungen in diesem Dokument dienen nur dem hoffnungslosen Versuch der nordamerikanischen Regierung, ihre schreckliche Blockadepolitik gegen Kuba zu rechtfertigen«, schreiben die Diplomaten in Havanna weiter.
Boliviens Präsident Evo Morales kritisierte die USA als »Mülleimer für Verbrecher aus ganz Lateinamerika«. Speziell in Miami werde zahlreiche Personen Unterschlupf gewährt, die in ihren Heimatländern unter anderem wegen Korruption, Terrorismus oder der Verwicklung in Staatsstreiche gesucht werden oder verurteilt wurden.
Als »skandalös« verurteilte auch die venezolanische Regierung in einem Statement den Versuch der USA, sich zu einem »globalen Richter« aufzuschwingen, während Washington zugleich die meisten internationalen Menschenrechtsinstrumente und die Verfahren zur Überwachung ihrer Einhaltung nicht akzeptiert. Venezuela habe sich demgegenüber zuletzt im März der regelmäßigen Überprüfung durch den UN-Menschenrechtsrat unterworfen, der die entsprechende Politik der bolivarischen Regierung anerkannt habe.
Vom Auswärtigen Amt in Berlin war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
siehe auch: "Washingtoner Scheinheiligkeiten" von Paul Craig Roberts

Montag, 28. Mai 2012

Neue Enthüllungen im Fall Adolf Eichmann

»Der russische Geheimdienst kann sich gern dazu äußern«
Gespräch mit Gaby Weber. Über ihre Recherchen zur Eichmann-Entführung, die Unhaltbarkeit der Mossad-Version und darüber, daß möglicherweise der KGB seine Finger im Spiel hatte
Interview: Peter Wolter (jW)
Eröffnung der Anklage gegen Adolf Eichmann in Jerusalem, 12. April, 1961
Die Journalistin Gaby Weber arbeitet in Buenos Aires und in Berlin. Seit Jahren befaßt sie sich mit Recherchen zur Eichmann-Entführung und zur Verwicklung von Mercedes Benz in die Menschenrechtsverletzungen der argentinischen Militärjunta.
Sie haben soeben ein Buch unter dem Titel veröffentlicht: »Eichmann wurde noch gebraucht«. Verraten Sie uns darin auch, von wem und wofür?
»Wofür« – also die Hintergründe – verrate ich schon. »Von wem« – da gibt es ein großes Durcheinander, und vieles ist noch offen. Klar ist nur, daß die offizielle Geschichtsschreibung – die des israelischen Geheimdienstes Mossad nämlich – falsch ist. Ich habe jahrelang Archive in Argentinien, Deutschland und den USA durchgeforstet, alles in meinem Buch durch Quellen belegt. Mir ging es erstens darum, die offizielle Darstellung zu widerlegen, mit der sich der Mossad rühmt, 1960 den Naziverbrecher Adolf Eichmann aus Buenos Aires entführt zu haben. Schon aus technischen Gründen wäre das gar nicht möglich gewesen – das Flugzeug, mit dem Eichmann nach Tel Aviv gebracht wurde, hatte nämlich gar nicht die Reichweite, um von Argentinien aus den Atlantik zu überqueren. Ich halte diese Darstellung auch deswegen für falsch, weil der Mossad 1960 zu einer solch komplexen Operation noch gar nicht in der Lage war. Und noch eins: Eichmann wurde am 11. Mai entführt – und traf am 21. Mai in Tel Aviv ein. Wo war er in diesen zehn Tagen? Die israelischen Darstellungen klammern diese Frage sorgsam aus.
Das Wichtigste sind mir aber die Rahmenbedingungen: Bundeskanzler Konrad Adenauer und Israels Staatspräsident David Ben Gurion hatten sich im März 1960 am Rande einer UN-Vollversammlung im New Yorker Hotel Astoria getroffen. Wie freigegebene Akten des Auswärtigen Amtes belegen, gab es einen Deal zwischen den beiden alten Männern, die »Operation Geschäftsfreund«: Israel verpflichtete sich, keine Kampagne dagegen zu führen, daß viele Naziverbrecher im Regierungsapparat der Bundesrepublik untergekommen waren. Und Geschäftsfreund Adenauer versprach im Gegenzug, Israel heimlich zwei Milliarden DM zu zahlen.
Das Geld wurde tatsächlich in mehreren Tranchen gezahlt – allerdings wurden die Überweisungen nach der für Adenauer völlig überraschenden Eichmann-Verhaftung erst einmal gestoppt. Die weiteren Zahlungen wurden an die Bedingung geknüpft, daß im Prozeß nichts zur Sprache kommt, was die Bundesregierung in Mißkredit gebracht hätte. Konkret ging es darum, ob Eichmann öffentlich vor Gericht über die Rolle des damaligen Staatssekretärs Hans Globke, der rechten Hand Adenauers, aussagen würde. Globke war nicht nur Kommentator der Nürnberger Rassengesetze von 1935, sondern auch Ministerialdirigent im Reichsinnenministerium, also in der Hierarchie deutlich über Eichmann. Er war auch, so heißt es in den BND-Dokumenten, persönlich für die Sterilisationen von Juden verantwortlich.
Die Bundesregierung hat also zwei Milliarden DM eingesetzt, um eine öffentliche Diskussion darüber zu verhindern, daß ihr faschistische Verbrecher angehören? Schweigegeld also?
Das kann man wohl so nennen. Auch das Auswärtige Amt, das im übrigen gegen den »Geschäftsfreund« war, schrieb, daß es sich bei diesem Deal um alles andere als um einen legalen zwischenstaatlichen Vertrag handle. Das Parlament war nicht informiert, der Finanzminister auch nicht, das Ganze war als »Kredit« deklariert, aber von Rückzahlung war nie die Rede.
Gab es beim Gesamtkomplex »Operation Eichmann« eine Zusammenarbeit zwischen dem US-Außenministerium, dem Bundesnachrichtendienst (BND) und der Bundesregierung?
Nein. Der BND hatte von Tuten und Blasen keinen blassen Schimmer. Und das meiste wurde ohnehin nicht geplant, sondern improvisiert – und zwar nach dem Unfall in Südargentinien, bei den US-Nuklearsprengungen. Aber dazu später.
Meine Recherchen deuten darauf hin, daß in dieser Sache zunächst ein oder mehrere osteuropäische Geheimdienste am Werk waren, mit Unterstützung linker Aktivisten und Angehörigen der jüdischen Gemeinde Argentiniens. Absicht war offenbar, die Entführung als Propagandacoup mit Blick auf den Pariser Abrüstungsgipfel zu inszenieren – der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow arbeitete damals auf ein frei gewähltes, entnazifiziertes und paktungebundenes Gesamtdeutschland hin.
Tatsache ist, daß Ben Gurion wegen seiner lukrativen Vereinbarung mit Adenauer überhaupt kein Interesse daran haben konnte, Eichmann entführen zu lassen. Offen ist noch, wie es dann doch dazu kam.
Hat ihm etwa sein eigener Geheimdienst dieses Ei ins Nest gelegt?
Darüber kann man nur spekulieren, solange keine näheren Fakten vorliegen. Es gibt aber noch einen weiteren Mitspieler, der bisher immer so getan hat, als habe er mit der Eichmann-Geschichte gar nichts zu tun: Washington. Die damaligen Atommächte USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion hatten sich im Oktober 1958 auf den Stopp aller Atombombenversuche geeinigt. Dieses Moratorium wollten die USA aber umgehen, weil damals geplant war, durch Mittelamerika, wahrscheinlich durch Nicaragua, einen Ersatz für den Panamakanal zu bauen. Dafür hätte man eine tiefe Rinne in die Felsen sprengen müssen – und das wollte man mit kleinen Atombomben machen, weil dies billiger gewesen wäre als mit herkömmlichem Sprengmaterial. Um diese neue Technologie zu testen, vereinbarten die USA mit Argentinien, in Südpatagonien Probesprengungen vorzunehmen – im Rahmen des bereits bestehenden »Projekts Plowshare« – »Pflugschar« auf deutsch. Auch die Argentinier waren Feuer und Flamme und hatten sich, mehr oder weniger, beschwatzen lassen – denn eigene Atomwaffen hatten sie ja nicht.
Diese Sprengungen fanden in der Tat statt, und unmittelbar danach erschütterte ein verheerendes Erdbeben den Süden Chiles – das heftigste, das jemals auf der Welt gemessen worden ist, mit 9,5 Einheiten auf der Richter-Skala. 1700 Menschen kamen ums Leben. Der anschließende Tsunami machte im Pazifikraum etwa zwei Millionen Menschen obdachlos. Über das Eintreffen der US-Bombenträger und die gemeinsamen Testversuche haben argentinische Zeitungen, Fernsehsender und Rundfunkstationen damals lang und breit berichtet – die USA mußten also fürchten, für den Bruch des Teststopp-Abkommens und die Auslösung des Erdbebens verantwortlich gemacht zu werden und versuchten, mit einer riesigen Mediengeschichte abzulenken. Da kam die Erklärung von Ben Gurion, daß Eichmann nach Israel entführt wurde, gerade richtig. Von der Verletzung des Moratoriums und einem Zusammenhang zwischen ihren Nukleartests in Patagonien und dem Erdbeben in Chile war anschließend keine Rede mehr.
Welche Beweise gibt es dafür, daß ein osteuropäischer Geheimdienst seine Finger im Spiel hatte?
In Akten des US-Außenministeriums finden sich mehrere Einträge darüber, daß die Eichmann-Entführung eine Ostblock-Operation mit Blick auf die Pariser Konferenz war. Entsprechende Vermerke findet man auch in Unterlagen des BND. Ein Indiz könnte sein, daß der deutsche Emigrant und frühere KZ-Häftling Lothar Herrmann, der Eichmann in Buenos Aires auf die Spur kam, schon 1957 den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer informiert hatte. Ich kenne Herrmanns Familie in Buenos Aires und die Briefe, die er an das Justizministerium in Tel Aviv geschrieben hat, um die ausgelobte Belohnung von 10000 Dollar zu erhalten. In einem dieser Briefe heißt es, daß diese Operation ganz anders verlaufen sei als vorgesehen. Der Justizminister widersprach dem nicht, wollte aber nicht bezahlen. Hermann drohte, daß – wenn er das Geld nicht bekomme – er die Öffentlichkeit informieren würde. Seine 10000 Dollar hat er schließlich 1972 erst bekommen.
So richtig harte Beweise sind das aber nicht …
Der russische Geheimdienst kann sich gern dazu äußern. Er tut es aber nicht.
Sie arbeiten als Journalistin hauptsächlich in Argentinien. Was hat überhaupt den Anstoß dazu gegeben, daß Sie sich mit dem Fall Eichmann beschäftigen?
Gaby Weber
Ich habe seit 1999 die Menschenrechtsverletzungen während der letzten Militärdiktatur in Argentinien recherchiert. Mir ging es dabei vor allem um die 14 verschwundenen Betriebsräte der argentinischen Mercedes-Benz-Werke. Dieser Betrieb war nach dem Zweiten Weltkrieg eine riesige Geldwaschanlage für Nazigelder aus Europa. Glücklicherweise wurde das Werk 1955, nach dem Putsch gegen General Perón, beschlagnahmt und die lokalen Manager verhaftet. Eine parlamentarische Untersuchungskommission wurde einberufen. Diese Unterlagen habe ich gefunden und ausgewertet. Nachdem die Wiedereröffnung der Fabrik beschlossene Sache war, wurde auch Adolf Eichmann angestellt, 1959. Aus Polizeiakten weiß ich, daß die eingereisten israelischen Agenten der argentinischen Polizei schnell aufgefallen sind, sie wurden fortlaufend observiert.
Mir fiel bei weiteren Recherchen auch auf, daß Eichmann in der argentinischen Naziszene relativ isoliert war, er soll sogar gute Kontakte zu jüdischen Familien gehabt haben. Ich habe viele deutsche Faschisten interviewt, die sich nach dem Krieg nach Argentinien geflüchtet hatten. Z.B. Wilfred von Oven, früher Pressesprecher von Propagandaminister Joseph Goebbels und eine zentrale Figur der Exilfaschisten. Den fragte ich, ob er nicht entsetzt gewesen war, als Eichmann entführt und hingerichtet wurde. »Nee, das sei ihm gegönnt«, sagte er.
Ein Vermerk des BND weist darauf hin, der Oberkommandierende der argentinischen Streitkräfte halte ihn für einen Doppelagenten des Mossad und des BND zugleich. Letzteres glaube ich allerdings nicht – die zu diesem Komplex zugänglichen BND-Akten sähen anders aus. Die Akten des Mossad sind immer noch geheim.
Noch mal zu Daimler-Benz. Welche Rolle spielte das Vorstandmitglied Hanns-Martin Schleyer?
Das NSDAP-Mitglied Schleyer war im Zweiten Weltkrieg im besetzten Prag für die Bereitstellung von Zwangsarbeitern zuständig. Sein Name taucht mehrfach in Akten über die erwähnten Geldwäsche-Operationen auf, er soll auch ein ordentliches Aktienpaket von Mercedes Benz gehabt haben. Im Archiv der IG Metall habe ich einen interessanten Aktenvermerk gefunden. Nachdem in Argentinien 1975 ein Manager entführt worden war, versicherte Schleyer dem damaligen Gewerkschaftsboß Eugen Loderer, er arbeite bei der Bekämpfung der Subversion Schulter an Schulter mit dem argentinischen Militär zusammen. Andere Akten deuten darauf hin, daß Schleyer im Gesamtkonzern für alles verantwortlich war, was mit den früheren Nazis zusammenhängt.
Wie sind Sie eigentlich an die Akten, Dossiers und Dokumente gekommen, die Sie ausgewertet haben?
Den BND mußte ich erst auf Akteneinsicht verklagen. Das deutsche Informationsfreiheitsgesetz hat die Geheimdienste ausdrücklich ausgenommen, mein Anwalt, Reiner Geulen, hat sich auf das Bundesarchivgesetz berufen. Danach müssen alle Akten, die älter als 30 Jahre sind, im Bundesarchiv landen. Der BND hält sich aber nicht daran.
Ich habe also einen Brief an den BND geschrieben mit der Bitte, mir alles zur Verfügung zu stellen, was er über Eichmann und die nukleare Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Argentinien und Israel besitze. Ich vermute, die haben sich erst einmal totgelacht. Dann hieß es: Jawohl, wir haben etwa 4500 Blatt dazu, worin genau das steht, was Sie wissen wollen – kriegen Sie aber nicht! Also habe ich das Bundesverwaltungsgericht eingeschaltet und den Prozeß gewonnen. Nach und nach habe ich die Akten bekommen, wobei viele Seiten immer noch geschwärzt sind oder ganz fehlen. Wahrscheinlich haben sich die BND-Leute vorher mit dem Mossad beraten, was herausgegeben werden kann. Etwa 100 Blatt sind noch gesperrt.
Sie erwähnten die nukleare Zusammenarbeit von Israel, Argentinien und der BRD. Worin bestand die?
Die Entwicklung der israelischen Atombombe ist von der BRD mit 630 Millionen DM finanziert worden. Das Auswärtige Amt hatte ja damals Bedenken gegen diese »Operation Geschäftsfreund« angemeldet – etwa, daß die Beziehungen zur arabischen Welt gefährdet werden, daß diese Länder aus Protest die DDR anerkennen könnten, daß es dazu nicht einmal einen Staatsvertrag gebe. Kein Finanzminister würde sein Okay dazu geben, der Bundestag erst recht nicht. Einschlägige Akten habe ich auch in Argentinien gefunden, die des militärischen Geheimdienstes sind mittlerweile zugänglich. Im August 2010 wollte ich zu Recherchen in der Nationalbibliothek in die USA fliegen, wurde aber erst gar nicht ins Land reingelassen, sondern mit der nächsten Maschine nach Berlin zurückgeschickt. Ohne Begründung.
Ich bin schließlich doch zu den Sachen gekommen – eine Freundin ist für mich in die Archive gegangen und hat mir die Dokumente zugemailt. Eichmann kommt darin zwar nicht vor, wohl habe ich aber vieles zur Operation »Plowshare« gefunden.
Haben Sie Ihre Recherchen mit Historikern diskutiert? Wie reagiert die Fachwelt darauf?
Es gibt richtige Historiker und es gibt Leute, die die Erklärungen des Mossad abschreiben und aus anderen Büchern das übernehmen, was ihnen in den Kram paßt. Ich bin mit einigen Wissenschaftlern in Kontakt, zu meinen neuen Recherchen wollen sie sich nicht äußern. Vielleicht wollen sie auch erst die Quellen überprüfen.
Sie halten also an der Mossad-Version fest?
Im Grunde ja. Und das ist schon enttäuschend, wenn Historiker einfach eine Geheimdienstversion als bare Münze nehmen, wobei doch jeder weiß, daß es zum Tagesgeschäft eines jeden Geheimdienstes gehört, zu lügen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Filme und Bücher zu dem Eichmann-Komplex, die drehen sich aber alle mehr oder weniger um den vom israelischen Geheimdienst vorgegebenen Plot. Leider schreiben Zeitgeschichtler, Historiker und Journalisten gerne ohne eigene Recherche, ohne den Versuch, Originaldokumente einzusehen, gegenseitig voneinander ab. Irgendwann glauben sie fest daran, daß das alles auch stimmt.
Wie reagieren die Medien, haben sie das aufgegriffen?
Bestenfalls in publizistischen Nischen wie in der jW. Auch der Deutschlandfunk hat darüber berichtet. Die großen Medien aber feiern die Eichmann-Saga immer noch als Heldentat des Mossad. Alles andere interessiert nicht – weder das Abkommen zwischen Gurion und Adenauer noch die Unstimmigkeiten bei der angeblichen Entführung, noch die Aktion »Plowshare«, noch der große Einfluß von Altnazis auf die Adenauer-Regierung. In einer kürzlich ausgestrahlten TV-Sendung »History« von Guido Knopp zum Eichmann-Prozeß wurde Globke nicht einmal erwähnt.
Das letzte Kapitel Ihres Buches befaßt sich mit den noch offenen Fragen. Welche wären das denn?
Zum Beispiel hätte ich gern Einblick in die Archive des KGB, des Geheimdienstes der ehemaligen Sowjetunion. Es ist auch immer noch unklar, wo Eichmann zwischen dem 11. und 21. Mai 1960 war. Wurde er anfänglich mit Wissen des KGB von argentinischen Linken entführt und ist dann in die Hände der argentinischen Polizei gefallen, die ihn an Israel weitergereicht hat? Dazu dürfte auch einiges in den Akten der CIA zu finden sein.
Ich verstehe nicht so recht, warum sich die osteuropäischen Archive in dieser Frage so bedeckt halten. Auch die israelische Zivilgesellschaft sollte sich dieses Themas annehmen – in Israel gibt es doch eine Menge kluger Köpfe. Ich verstehe nicht, warum sie es sich bieten lassen, von diesen historischen Informationen ausgeschlossen zu werden. Interessant wären natürlich auch die Archive des Mossad, der seine Version lautstark in die ganze Welt hinausposaunt aber seine eigenen Dokumente sorgsam geheim hält.
Gaby Weber stellt ihr Buch am kommenden Donnerstag, den 31. Mai, um 19.00 Uhr in der Ladengalerie der jungen Welt (Torstr. 6, Berlin-Mitte) vor. Moderation: Peter Wolter

Sonntag, 27. Mai 2012

Die vierte Gewalt: Medien in der NATO-Prostitution

Unter diesem Titel hat Ulrich Gellermann eine Medienschelte veröffentlicht, die sich lesen lässt.
Was ist das für eine Klasse, die sich nicht als kritische Journalisten, sondern als loyale Kriegsberichterstatter versteht? Liegt es an den durchweg guten Gehältern, die den bescheidenen Verstand vernebeln? Oder ist es eher der Anschein von Bedeutung, der auf sie fällt, wenn sie im Berliner Einstein Unter den Linden, im Borchert am Gendarmenmarkt oder anderen einschlägigen Kneipen ihr Ohr und ihren Ethos den Einflüsterern aus Politik und Wirtschaft leihen? Wer sie des morgens rund um den Charlottenburger Lietzensee joggen sieht - hochmütig und verschlossen - der darf gewiss sein: Sie gehören nicht zum gewöhnlichen Volk, sie sind auserwählt, zu Besserem geboren, die Mittler zwischen den Herrschenden und Beherrschten.
U.Gellermann
Der gesamte Artikel ist hier nachzulesen.
Diese 1932 entstandene Schrift wurde 1945 von den Alliierten verboten. Eine inhaltliche Auseinandersetzung soll so verhindert werden...

Samstag, 26. Mai 2012

Nachrichtensender: 'Wir berichten, bevor wir recherchieren'


Postillon24 Nachrichten - Wir berichten, bevor wir recherchieren

Den Postillon-Machern ist mit ihrer ersten Nachrichtensendung eine klasse Parodie auf die herkömmlichen Nachrichtensendungen gelungen.

Bereits die gelungene Auswahl an belanglosen Informationen entspricht dem gewohnten Standard der Qualitätsmedien.
Wie sich jeder überzeugen kann, hat die etablierte Journaille ernsthafte Konkurrenz bekommen...

Freitag, 25. Mai 2012

Fußball: inoffizieller EM- Song veröffentlicht



Die ukrainischen LOS COLORADOS präsentieren Rammsteins "Du hast" (gute Laune Version)...
Für mich ist das der inoffizielle EM-Song...

Linke Buchmesse im Zeichen der Zensur

(Meinungs-)Freiheit ist kann in erster Linie nur die Freiheit des Andersdenkenden bedeuten.
Das gilt nachweislich nicht für die "Linke" von der zeitgeistlichen Wetterhahnfraktion.
Verfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit.
Heinrich Heine
Diese hat nämlich den Laika-Verlag von den Berliner Linken Buchtagen ausgeschlossen.
Der Grund war die deutsche Ausgabe eines Buches, das von sachkundigen Persönlichkeiten verfasst wurde.
Nämlich u.a. von Noam Chomsky, Moshe Zuckermann, Omar Barghouti, Haneen Zoabi, Sara Roy und Norman Finkelstein.
Während das Szeneblättchen Jungle World, in dem (nicht nur) das Bahamas-Kollektiv oder deren Ehemaligen seit Jahren ihren antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus Philosemitismus verbreiten, ungehindert an den Linken Buchtagen in Berlin Mitte Juni teilnehmen darf, wird der Laika-Verlag aus Hamburg kurzerhand ausgeschlossen.
schmok.blogsport.eu; vollständiger Artikel ist hier nachzulesen
"Verbotenes" schmeckt bekanntlich bestens und somit sei hier ausdrücklich auf dieses Buch aufmerksam gemacht: “Midnight on the Mavi Marmara – The Attack on the Gaza Freedom Flotilla and How It Changed the Course of the Israel/Palestine Conflict”(dt. Titel: "Mitternacht auf der Mavi Marmara – Der Angriff auf die Gaza-Solidaritäts-Flottille").
Der "heilige" Paulus lässt laut christlich-jüdischer Legende heidnische Bücher verbrennen...

Dort - um bei Heine zu bleiben - wo man Bücher verbrennt, verbrennt man einst auch Menschen?
Dort, wo man Bücher verboten haben will, dort verbietet man jedenfalls schon heute Menschen ( bzw. deren Meinung)...
Bücherverbrennung auf der Wartburg am 18. Oktober 1817
trotz schulischer (Aus-)Bildung, Guido Knopp, der Allgegenwärtigkeit...: Diese 33er Orgie war weder einzigartig, noch leben wir heute in bibliophileren Zeiten...

Donnerstag, 24. Mai 2012

Stromnetze sollen wieder verstaatlicht werden, nicht aber die Gewinne aus denselben

Als die US- Amerikaner Deutschland von dessen Souveränität "befreiten", predigten sie den Deutschen, dass es zur Sicherung einer Demokratie gehöre, u.a. den Energiesektor in staatlicher Hand zu belassen.
Diese Vorgabe war spätestens mit dem "Fall des eisernen Vorhangs" und dem damit verbundenen Untergang des "realexistierenden Sozialismus" vergessen.
Der Energiesektor wurde privatisiert, was heißen soll, an international operierende Großkonzerne verscherbelt.
Die Theorien der "Chigaco School", die auch als "Neoliberalismus" bekannt sind, wurden somit in die Praxis umgesetzt.

Da diese Konzerne nun einmal nur ein Interesse an möglichst hohen Profiten haben, betreiben sie, was die Wartung der Energieanlagen betrifft, immer nur das Nötigste, nicht aber das Notwendige.
Als Folge dessen gab es erwartungsgemäß Stromausfälle, weil die Stromnetze nur noch ungenügend gewartet und erneuert wurden. Zudem wurde für diese Arbeiten erforderliches Personal wegrationalisiert.
In den Industrie- und Staatsmedien wird dann fälschlicherweise und gern von "Katastrophen" gesprochen.
Damit tue ich mich allerdings schwer, denn diese "Katastrophen" sind keiner "höheren Macht" oder irgend etwas Unvorhersehbarem geschuldet. Sie sind die logische Konsequenz aus einer verfehlten, weil gesamtgesellschaftlich schädlichen Wirtschaftspolitik.
Getreu dem kriminellen Motto, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu verstaatlichen, haben sich nun gewisse Volksvertreter Vertreter der Oligarchen - denn Konzerne sind als Institutionen willenlos, nicht aber diejenigen, die die Konzerne beherrschen - zu Wort gemeldet.
So lese ich heute, dass ein gewisser Robert Habeck, seines Zeichens Fraktionschef der schleswig-holsteinischen Grünen, den Vorschlag unterbreitete, die Stromnetze und deren Ausbau wieder zu verstaatlichen. Der Kettenhund Volkstreter Habeck steht mit dieser Forderung nicht allein.
Taktisch gesehen, eignet sich ein Grüner für eine solche Dreistigkeit der Energiekonzerne ebenso gut, wie sich beispielsweise dazumal die Sozis (und Grünen) dazu eigneten, Hartz IV durchzudrücken. Der CDU/FDP wäre dieser Hartz IV- Coup nicht so leicht gefallen, denn das Wahlvieh bzw. der Plebs lässt sich lieber von einem Metzger vertrauensvoll hinrichten, dessen medial geprägte Klischeevorstellungen es verinnerlicht hat und für vertrauensselig hält.
Welcher Pleb würde schon einem "Linken" von der SPD ausgemachten Sozialraub zutrauen oder einem Grünen die Interessenvertretung von Energiekonzernen?
Das ist der Vorteil einer als Demokratie angestrichenen Oligarchie.
Es lebe das Klischee! Nieder mit der schmerzlichen Wirklichkeit!
Ein Entrinnen vor ihr gibt es dennoch nicht...
Die Stromnetze verstaatlichen, nicht aber die Energiekonzerne, bedeutet für diese Energiekonzerne einen profitablen Zusatzgewinn. Sie könnten sich somit eines Kostenfaktors entledigen, nachdem man diesen vergammeln lassen hat.
Wie einst in England, als, nachdem man das Schienennetz ruiniert hatte, dieses wieder dem Staat, also dem Plebs verscherbelte, um dennoch die Gewinne und zwar doppelt einstreichen zu können.
Dummheit, Gleichgültigkeit und Vergesslichkeit sind die wahren Eckpfeiler dieser BRD...

Mittwoch, 23. Mai 2012

Somalia und die Giftmüllmafia



Diese Arte- Dokumentation handelt zwar von einem ernsten Problem, unter dem die Somalis leiden, doch sollte diese Dokumentation nicht überbewertet werden bzw. sollte auch hinterfragt werden.
Beispielsweise werden "somalische Piraten", "Islamisten" und andere typisch westliche Stigmata bemüht - also "die neuen Herrscher" - und als verantwortlicher Teil dieser vom "Westen" verursachten Problematik dargestellt.
Dann erwähnt man den Kriegsherrn Ali Mahdi Muhammad, den einstigen Übergangspräsidenten, der sich selbst zum Präsidenten ernannte und von vielen Somalis nicht anerkannt wurde, als "Freund der Amerikaner". Vergisst aber während des bisherigen Films nicht zu suggerieren, dass man "sich damals in Somalia noch frei bewegen konnte".
Weshalb die Doku- Filmer zuvor eine Somali zu Wort kommen lassen, die das Giftmüll- Problem auf die letzten dreißig Jahre bezieht, also bereits auf die Zeit datiert, als angeblich noch in Somalia den Somalis die Sonne aus dem Hintern schien, bleibt unklar...

Meines Erachtens klärt diese Doku nicht schonungslos auf, sondern verklärt so manches.
Dennoch besteht das Giftmüllproblem und die Produzenten dieses Problems sind in unserer Hemisphäre zu finden. Also ist dieses Problem auch unser Problem.

Das giftige Geheimnis auf unseren Tellern

Die "Wirtschaftswoche" ("Handelsblatt") gehört garantiert nicht zu den systemkritischen Medien.
Dennoch gibt es Dinge, gegen die selbst diese Medien protestieren. Und dazu gehört die Produktion, Verarbeitung und der Transport unserer Nahrungsmittel einschließlich der Subventionen.
Nicht diejenigen, also die "Kleinen", die vernünftig produzieren werden in erster Linie subventioniert, sondern diejenigen, die den Wahnsinn vorantreiben. Der "Teufel" scheißt eben noch immer auf die größten Haufen, das zumindest lehrt uns die Volksweise.
Die Art und Weise, wie wir unsere Nahrungsmittel produzieren, empfinden längst nicht mehr nur militante Tierschützer als einen Rückfall in Zeiten schlimmster Barbarei.
Welche Zeiten die Wirtschaftswoche damit meint, wird weder erwähnt, noch ist dies nachvollziehbar. Denn von einen Rückfall kann gar nicht die Rede sein; diesbezüglich leben wir in der schlimmsten Barbarei. Niemals zuvor wurde so verschwenderisch und das Leben und die Natur verachtend produziert. Niemals zuvor wurde soviel Gift den Nahrungsmitteln beigefügt und das Ganze noch derart subventioniert.
Darüber hinaus waren es "nicht nur" militante Tierschützer, die diesen Wahn ablehnten. Die Geschichte lehrt uns etwas völlig anderes.
Was soll diese Schönfärberei und Verharmlosung?
Nach uns die Sintflut? Möglicherweise sind wir die Sintflut?
Lothar Dombrowski alias Georg Schramm
Nichtsdestotrotz ist der Artikel lesenswert und kann hier nachgelesen werden.

Dienstag, 22. Mai 2012

Volker Pispers - die böööse Zunge vom Rhein


...Wer in diesem Land bekommt schon das, was er verdient hat? Sehen sie, der eine verdient 'ne Tracht Prügel, kriegt stattdessen einen fetten Ehrensold. Die anderen reiben sich an der Front im Krankenhaus, im Altersheim auf und was bekommen sie? Statt einer Lohnerhöhung einen kleinen Inflationsausgleich. 6,5% mehr Lohn im Öffentlichen Dienst, das hört sich super an, ist aber auf zwei Jahre verteilt. Im ersten Jahr gibt es nur 3,5% mehr und wenn sie davon 'mal die Sozialversicherungsbeiträge und die Steuern abziehen, dann landen sie bei knapp über 2% netto mehr für die Menschen. Und das ist genau unsere Inflation. Das heißt, der ganze Arbeitskampf im Öffentlichen Dienst, inklusive Warnstreiks, hat g'rade 'mal dazu geführt, dass die Menschen nicht weniger im Portemonnaie haben, als im Jahr zuvor. Das nennen die dann in der Presse "einen kräftigen Schluck aus der Pulle". Und den muss man auch genommen haben, um so 'was schreiben zu können.
Volker Pispers

Sonntag, 20. Mai 2012

Sprechen wie ein TV- Profi? Nein danke...


Ohne Worte...

Durch Heinz Florian Oertel wissen wir, dass es bis in die 50iger Jahre hinein, regelmäßige Sprachtests ("Mikrofonprüfungen") für die Radio- und Fernsehreporter gab.

Dabei wurde gnadenlos ausgesiebt, was für die qualitativen Minimalanforderungen für diesen Beruf notwendig ist.
Eingestellt wurden diese "Mikrofonprüfungen" zu einer Zeit, als die CIA ihren Kulturkrieg eröffnete und die europäischen Vasallenstaaten - trotz vorherrschender Massenarbeitslosigkeit - dazu übergingen, sog. "Einwanderungsstaaten" nach Vorbild der USA zu werden. Dabei ging es darum, der "totalitären" Kunst, die sich auf das Schöne, Edle und Große konzentrierte und im sog. "Ostblock" weiter gepflegt wurde, eine Absage zu erteilen und dieser den "abstrakten Expressionismus" entgegenzusetzen.

Nun kann man gewiss über Geschmack streiten oder auch nicht, aber dann ebenso gut über die Geschmacklosigkeit.
Kunst kommt noch immer von Können. Was jeder kann, ist definitiv keine Kunst.
Unharmonische Musik ist die eine Sache, eingemachte Scheiße in Dosen und wahllos auf eine Leinwand geworfene Farbbeutel sind weitere.
Wer sich derartiges nicht zutraut, mag hierbei von Kunst reden.
Ich tue das definitiv nicht, denn ich traue mir solche Banalitäten jederzeit zu. Nur würde ich damit nicht an die Öffentlichkeit gehen. Es gibt immerhin so etwas wie eine "Schamgrenze", die nur von Narren, Stumpfsinnigen und Kriminellen übertreten wird...


Dieses Rammstein- Video sorgte für einen Skandal. Weniger, weil darin an Leni Riefenstahls "Olympia" erinnert wurde, sondern vielmehr deshalb, weil der Hang zur natürlichen Schönheit und Reinheit des Menschen nicht dem Zeitgeist zu entsprechen hat. 
"Stripped" ist übrigens eine Cover-Version von Depeche Mode.

Nehmen wir den Freejazz. Freejazz soll angeblich die Musik der Intellektuellen sein, nur habe ich noch nie von einem wirklich intelligenten Wesen gehört, das Freejazz als Kunst bezeichnen würde.
Sonst müsste jeder Mückenschwarm den Inbegriff der akustischen Kunst darstellen. Nur bin ich der Meinung, dass sich die Natur etwas dabei "gedacht" hat, dass sich im Laufe der Evolution für unsere Ohren das Summen einer einzigen Mücke als Pein darstellt.

Aber zurück zur CIA- Aktivität. Ob diese im Zusammenhang mit dem Qualitätsverlust in den Medien (Reporter) steht, ist mir nicht bekannt. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es hierbei Zusammenhänge gibt. Nicht umsonst hat man mindestens über zwei Jahrzehnte Abermillionen Dollar in die "Kunst" investiert.
Das vorherrschende Mittelmaß in Europa sollte noch unterboten werden. Dem Amerikanismus geschuldet.
Oder wundert es, wenn wir es heute - egal wo man hinschaut - mit einer grenzenlosen "Unfähigkeit" zu tun haben?
Das Mittelmaß wieder zu erreichen, ist ein Ziel, das enorme Anstrengungen erfordern wird.
Lispelnde, stotternde, stammelnde und keine Sprache beherrschende Reporter, Quotenmännchen und dergleichen mehr sind Stolpersteine auf diesen Weg...
Dafür gibt es keine Kurse oder Fortbildungen, dagegen gibt es sie aber zuhauf.
Wer will schon reden wie ein TV- Profi?
Wer will das unterbelichtete Lügenmaul spielen?

Samstag, 19. Mai 2012

USA: Kleinkind unter Terrorverdacht

Nichts wirklich Neues aus "Gottes eigenem Land" der unbegrenzten Dämlichkeiten: "Baby in Florida terrorverdächtig".
Fort Lauderdale. Ein 18 Monate altes Mädchen hat in Florida ein Flugzeug vor dem Start wieder verlassen müssen, weil Beschäftigte der Gesellschaft JetBlue seinen Namen auf der US-Terrorliste wiederfanden. Ein JetBlue-Angestellter sagte der mitreisenden Familie des Mädchens, das Kleinkind stehe auf der Liste mutmaßlicher Terroristen, die von US-Fluggesellschaften abgewiesen werden müssen. Die Eltern der Kleinen erklärten dem Fernsehsender WPBF, sie vermuteten, daß ihre Herkunft aus dem Nahen Osten und die Verschleierung der Mutter die Fluglinie zu dem Schritt veranlaßten. JetBlue machte am Donnerstag eine Computerpanne für den Fehler verantwortlich. Die Angestellten hätten sich korrekt verhalten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA erklärte, das Mädchen habe nie auf der Liste gestanden. Die Familie hätte am Dienstag schließlich wieder an Bord des Flugzeuges nach New Jersey gehen dürfen. Sie verzichtete aber darauf. (dapd/jW)
Wo Menschen zu "willfährigen Vollstreckern" und Humanmaschinen mutieren, bleibt der gesunde Menschenverstand und die Vernunft außen vor.
An sich könnte man über solche Meldungen nur belustigt mit dem Kopf schütteln, doch sollte man niemals die Gefahr, die sich hinter solch Idiotie verbirgt unterschätzen. Denn das ist die wahre "Freiheit", in der wir leben (sollen)...

Die Lieblingsoligarchin des Westens unter Mordverdacht

"Zeitgeist-Online" hat zum Thema Julia Timoshenko und Konsorten einen Artikel verfasst, der sich mit der "zurzeit prominentesten Bandscheibenpatientin Europas" befasst und einmal mehr aufzeigt, was wirklich hinter dieser Kampagne steckt.
Julia Timoshenko steht für eine Bande an Großkriminellen, die sich nicht nur auf die Ukraine begrenzt.
Dass sich gewisse bundesdeutsche Politiker und die angeschlossenen Medien für diese Mafia- Bande einsetzen, darf gewiss in diesem Zusammenhang gesehen werden.
Der "Zeitgeist"-Artikel ist hier nachzulesen.

'Alles Schall und Rauch' behauptet: "Donna Summer starb wegen toxischen 9/11 Staub"

"Donna Summer starb wegen toxischen 9/11 Staub" behauptet die Netzseite "Alles Schall und Rauch".
Das war für mich Anlass genug, auf die Schnelle einen Kommentar zu verfassen, den ich unter'm entsprechenden "Alles Schall und Rauch"- Artikel veröffentlicht haben wollte.

Da es bisweilen vorkommt, dass "Freeman" - der Macher von "Alles Schall und Rauch" - gewisse Kommentare nicht veröffentlicht und somit das betreibt, was er anderen vorwirft, hatte ich mich ein weiteres Mal auf seine Netzseite begeben, um nachzuschauen, ob mein bescheidener Kommentar der Zensur geopfert wurde oder auch nicht.
Da ich feststellen musste, dass zwischenzeitlich Kommentare veröffentlicht wurden, die zeitlich betrachtet nach meinem Kommentar verfasst wurden, kann ich davon ausgehen, dass mein Kommentar (wieder einmal) nicht veröffentlicht werden soll.

Deshalb nutze ich die Möglichkeit, meinen Kommentar an dieser Stelle zu veröffentlichen.
Allein schon deshalb, um der Netzgemeinde aufzuzeigen, was von gewissen "freien Medien" unter Meinungsfreiheit verstanden wird und zudem den Anspruch besitzt, zensiert zu werden.

Hier mein Kommentar:
Die Annahme, der Lungenkrebs bei Donna Summer wäre dem 9/11- Staub geschuldet, ist nichts als Spekulation.
Diese 63jährige Frau war Raucherin und lebte in einer von Abgasen und Feinstaub verseuchten Stadt. Sie benutzte permanent chemische Gase (Desinfektionsmittel) und lebte - das geht daraus hervor - in panischer Angst.
Krebs kann viele Ursachen haben und allein schon diese Sachverhalte sprechen jeder für sich als möglicher Auslöser.
Ich denke, es ist nicht gut, wenn man sich bei aller berechtigten 9/11- Kritik auf aus der Luft gegriffene - weil nicht nachweisbare - Spekulationen bezieht.

Freitag, 18. Mai 2012

Grüne fordern Zwangsabgabe für geistig freie und gesunde Bürger

Artikel 4, Grundgesetz für die Bananenrepublik Deutschland:
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
Nichts als leere Phrasen, die nicht weh tun und nicht stören?
Mitnichten.
Pünktlich zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim sollen, ginge es nach der Grünen-Partei, die Gläubigen vom Kirchenaustritt abgehalten werden und alle frei denkenden Menschen dafür abgestraft werden, dass sie nicht an so menschen- und naturfeindlichen Schwachsinn wie eine Jungfrauengeburt glauben wollen.

Ginge es nach dem grünen Bundestagsabgeordneten Josef Winkler und seiner Mischpoke, sei es richtig, "einen Reformweg zu beschreiten, der sich am italienischen Vorbild einer „Kulturabgabe“ orientiert, welche alle Menschen an eine gemeinnützige Institution ihrer Wahl entrichten. Dies stärkt die Position der Kirche mehr als Debatten über die kircheninternen Konsequenzen der Verweigerung von Kirchensteuerzahlung. Wir halten es aber für richtig, dass die Kirchensteuer - egal in welcher Ausgestaltung – über staatliche Institutionen eingezogen werden kann."
Der in freier Wahl "dem deutschen Volke" ver abgeordnete Josef Winkler, Foto: Wikipedia

Allerdings ist es dem unterbegabten und unterbelichteten Winkler und seiner niederträchtigen Narrenschar entgangen, dass bereits 2007 die Evangelische Kirche in Deutschland feststellen musste, dass das vorgeschlagene Modell verfassungswidrig ist.
Weshalb sie dennoch diesen erneuten Versuch wagen, ist garantiert nicht dem Grundsatz geschuldet, Staat und Kirche voneinander getrennt zu halten. Zu alledem es mehr als gewagt ist, die mosaischen Konzerne als "gemeinnützige Institutionen" bezeichnen zu wollen.

Bevor ich mich jetzt in einer Wutrede verliere, möchte ich darauf hinweisen, dass mich diese Meldung an ein Zitat des ehemaligen DFB- Auswahlspielers Mehmet Scholl erinnert hatte:
Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt.
Nun liegt es mir - der ich mit der bundesdeutschen Gesetzesauslegung insoweit vertraut bin - fern, zu Gewalt und Totschlag aufrufen zu wollen. Doch sei mir der Hinweis gestattet, dass ich nach wie vor der Meinung bin, dass man bereits den Anfängen jeglicher Tyrannei mit konsequenter und gerechter Härte begegnen sollte.
Denn dort, wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand die erste Bürgerpflicht...
Wenn nicht gar uns, dann sind wir dies zumindest unseren Nachfahren, dem gesunden Geist und der Welt überhaupt schuldig.

Unterschrieben haben diese Grünen- Forderung:
Gerhard Schick MdB (Mannheim), Josef Winkler MdB (Koblenz, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken), Agnieszka Brugger MdB (Ravensburg), Raymond Fojkar (Stadtrat Mannheim), Ulrike Gote MdL (Bayreuth), Bettina Jarasch (Landesvorsitzende Berlin), Benedikt Lux MdA (Berlin), Christa Nickels (Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken), Gabriele Thirion-Brenneisen (Fraktionsvorsitzende Mannheim)

Donnerstag, 17. Mai 2012

Die Angst vor sich selbst war gestern - Dank eines Feiertages wird sich daran nichts ändern

Kennt ihr das?
Seit Jahrzehnten habe ich das Gefühl verfolgt zu werden. Insbesondere in lichten Momenten ist dieses Gefühl besonders stark ausgeprägt. Egal was ich probiere, ich werde den Verfolger nicht los. Weder darüber springen, noch wegrennen hilft...

Aber da ich  - ganz gewiss trotz meiner deutschen Mutter und meines deutschen Vaters - nun einmal das Glück hatte, zufällig als Deutscher in diese westlich-christlich und bundesdeutsche Wohlstandsgesellschaft hineingeboren zu sein, hatte ich ebenso das Glück, dass andere für mein Wohlergehen zu sorgen wissen.
Scheinbar kannten sie meine Ängste vor diesem allgegenwärtigen Verfolger und haben deshalb in weiser Voraussicht, heute an diesem kalten und verregneten 17. Mai, den internationalen Tag vor der Selbst- bzw. Eigenangst begründet.
Besonders uns Deutschen ist so ein Tag wie nach Maß geschneidert, wissen wir doch historisch betrachtet vorzüglich, wie man sich bestens vor sich selbst fürchtet und sich verachtet...

Seitdem es diesen Feiertag gibt, kann ich wieder ruhig schlafen und - wie im Kino - wird und wurde nun wieder alles gut.
Meinen fürsorglichen Rächern sei dank geschuldet...

Meinen Schatten bin ich trotzdem noch nicht losgeworden.
Aber vor lauter zugestandener Menschenrechte und besonders vor dem hintergründigen und auf ungeteiltem Papier gedruckten Versprechen darüber, ich würde fortan nicht mehr antastbar sein, kann ich meinem Schatten nur noch spotten...

So sei es all denjenigen, denen es ähnlich ergeht, gegönnt, sich heute am internationalen Tage gegen diese Homophobie, an die Schattenspiele zu erinnern.
Man kann der Natur nun einmal nur trotzen, wenn man sich seiner Sinne nicht bedient.
Und selbst dann wird man für gewöhnlich noch immer von seinem Schatten verfolgt...

Dank den besonders bööösen Zungen, denen bereits im Jahre 1979 aufgefallen war, wohin diese unsere Reise gehen soll...

Mittwoch, 16. Mai 2012

Die Grünen: 'Piraten haben unser Copyright geklaut'


Geschichte wiederholt sich, auch als Farce...

Irrenhaus Europa - Wo die Böcke gleichzeitig Gärtner sind...

Das International Life Sciences Institute (ILSI) ist eine Interessenorganisation der Ernährungsindustrie und wird unter anderem von Coca-Cola, Unilever, Nestlé, Monsanto und BASF finanziert.

Diána Bánáti ist die Vorsitzende der EU- Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

So richtig "lustig" wird es erst, wenn man weiß, dass genau diese Diána Bánáti gleichzeitig für die Lobbyorganisation ILSI und die EU- Behörde tätig war und zwar in leitender Funktion.
Vor 18 Monaten musste Bánáti aufgrund von Beschwerden ihre Tätigkeit in der Lobbyorganisation aufgeben, durfte aber in der EU- Behörde für Lebensmittelsicherheit weiterhin ihr Unwesen treiben.
Nun - nach 18 Monaten und vollbrachter Arbeit - hat sich Bánáti dafür entschieden, zur Lobbyorganisation zurückzukehren und dafür ihren Chefposten bei der EU- Lebensmittelsicherheit aufzugeben.

Wer jetzt meint, wieder ruhig schlafen zu können, ist in Wirklichkeit noch nie aufgewacht.

Wundert es noch irgendjemand, wie es möglich sein kann, dass sog. Kontrollmaßnahmen nicht wirken können, sondern allenfalls zur Beruhigung der Untertanen dienen?
Wer beständig Böcke zum Gärtner macht und dabei zuschaut wie diese ihr Unwesen treiben, muss sich nicht wundern, wenn er im wahrsten Sinne des Wortes "vergiftete Scheiße" zum fressen vorgesetzt kriegt und erkrankt.

Bánáti ist jedenfalls kein Einzelfall.
Sie ist ein Beispiel dafür, dass der vermeintlich aufgeklärte Europäer überhaupt nicht befähigt ist, in einer Demokratie leben zu können. Der gemeine Europäer ist nachweislich und offensichtlich damit überfordert, sonst ließe sich der europäische Pöbel nicht permanent am Nasenring spazieren führen und würde auch nicht noch genüsslich von dem Kakao saufen, durch den man ihn beständig zieht.

Dienstag, 15. Mai 2012

Ungeschöntes Wahlergebnis der Landtagswahlen in NRW 2012

Hier eine graphische Darstellung über die Stimmenverteilung, in der Nichtwähler und ungültige Stimmen mit einbezogen wurden:
Wahlberechtigte insgesamt: 13.264.231
Wähler: 7.901.922

In Zahlen ausgedrückt:
In Bezug auf die vorherigen Landtagswahlen des Jahres 2010 [Verluste/Gewinne in absoluten Zahlen]:

Wahlberechtigte insgesamt 13.264.231 [-2.821]
Wähler 7.901.922 [+31.510]
Nichtwähler 5.362.309 [-34.331]

bei den Erststimmen (nur diejenigen, die 2012 Stimmen erhalten haben):

ungültige Stimmen 121.367 [-7.090]
gültige Stimmen 7.780.555 [+38.600]
davon
SPD 3.289.938 [+309.627]
CDU 2.546.013 [-437.775]
Grüne 723.495 [-61.331]
Piraten 617.732 [+547.122]
FDP 372.693 [+8.798]
Linke 201.782 [-213.459]
Freie Wähler 10.596 [+10.596]
Die Partei 6.409 [+5.936]
AUF 2.725 [+323]
Einzelbewerber 2.593 [+2.593]
Familie 1.720 [-6.448]
FBV Freie Wähler 1.534 [+1.022]
ÖDP 1.338 [-1.432]
Volksabstimmung 1.082 [-405]
RRP 418 [+418]
BüSo 284 [-6.880]
LD 120 [+25]
BGD 83 [+68]

bei den Zweitstimmen:

ungültige Stimmen 107.796 [-2.070]
gültige Stimmen 7.794.126 [+33.580]
davon
SPD 3.050.160 [+374.342]
CDU 2.050.633 [-631.067]
Grüne 884.136 [-57.026]
FDP 669.971 [+147.742]
Piraten 608.957 [+487.911]
Linke 194.539 [-241.088]
pro NRW 118.270 [+10.794]
Tierschutzpartei 58.089 [+9.990]
NPD 39.993 [-15.407]
Familie 33.775 [+2.017]
Die Partei 23.032 [+13.785]
Freie Wähler 17.722 [+17.722]
BIG 10.715 [-3.148]
AUF 10.224 [+5.051]
FBV Freie Wähler 9.709 [+3.073]
ÖDP 7.853 [+348]
Partei der Vernunft 6.348 [+6.348]

Quellen: www.wahlergebnisse.nrw.de und hier

Montag, 14. Mai 2012

Dr. Daniele Ganser (Schweiz) über paramilitärische Organisationen in Europa



Unter dem Sammelbegriff "Gladio" fallen paramilitärische Geheimorganisationen, die vom englischen (MI6) und US- amerikanischen Auslandsgeheimdienst (CIA) aufgebaut und angeleitet wurden.
Diese paramilitärischen Verbände kamen zum Einsatz. Beispielsweise 1980 in Bologna/Italien.
Hier wird einmal mehr verdeutlicht, wozu die westlichen Regierungen fähig sind, wenn es nicht um leere Floskeln wie "Freiheit", "Demokratie" oder "Menschenrechte" geht.
Es ging und geht immer nur um Macht. Um Machterhalt und Machterweiterung. Alles andere ist Nonsens und Opium fürs Volk...

Sonntag, 13. Mai 2012

Stein um Stein mauern sie uns ein...

Nächste Woche treffen sich die Innenminister der sechs einwohnerstärksten EU-Mitgliedstaaten zum Treffen der sogenannten "Gruppe der Sechs" (G6) in München. Dies teilte die Bundesregierung am Freitag in ihrer Antwort auf eine Schriftliche Frage im Bundestag mit. Die heimliche Zusammenkunft findet demnach "am 17. Mai abends und 18. Mai 2012 ganztägig" statt. Auf der Tagesordnung stehen zahlreiche Initiativen im Bereich Justiz und Inneres, die gegenwärtig auf EU-Ebene beraten werden. Neben der EU-Kommissarin für Inneres werden auch die Heimatschutzministerin der USA [sic!] sowie der für Justiz zuständige Generalbundesanwalt zu Teilen des Treffens eingeladen.

"Auf der Agenda stehen polizeilicher Datentausch und mehr Druck auf Griechenland" berichtet weiterhin Heise.de.

Demokratie ist, wenn im Namen des Volkes das Volk niedergeknüppelt wird, meinte einst jemand, der dieses Treiben hinlänglich durchschaut hatte.

Sicherheitshalber wurden bereits die EU- Polizeispezialkräfte zur Aufstandsbekämpfung in den Griechenland- Urlaub geschickt und das demokratische Berlin will das griechische Wahlergebnis korrigiert haben. Demokratie lässt sich nämlich nur dort bewahren, wo sie zeitgleich abgeschafft wird. Das meint zumindest die bundesdeutsche Politprominenz und ist dabei nicht allein.

Dann werden schon mal - vor lauter Sparzwänge angetrieben - viele Millionen T€uronen bereitgestellt, um die "Demokratie" zu sichern bzw. diejenigen bekämpfen zu können, die die Reste einer Demokratie gesichert haben wollen: "Bau einer Stadt zum Training der Aufstandsbekämpfung durch Sonderkommandos der Bundeswehr".

Im Namen des Volkes führte hierzulande nicht zum ersten Mal in die Diktatur...

Und so friedlich, wie etwa damals in Leipzig 1989, soll es in Zukunft nicht mehr abgehen, wenn das Volk dereinst wieder auf die Straße gehen sollte, um das Neue einzufordern.

Dass die SED- Führung, die NVA und die Stasi kein Blut einforderten, bevor sie ihre Macht abgaben, ist eine historische Tatsache, die weder durch Freund noch Feind abgestritten wird. Trotz allem begangenen Unrecht.

Die Bundesregierung und die US- Besatzungsmacht Überregierung im Hintergrund haben dergleichen nicht vor.

Freitag, 11. Mai 2012

Wachsender Druck auf Präsident Obama, in Lateinamerika zu intervenieren

Was macht die Vierte US-Flotte?
In den USA versuchen sich die Scharfmacher, gegenseitig zu übertreffen. Einer von ihnen, John Boehner, einer der einflußreichsten Republikaner im US-Kongreß, hat jetzt die Regierung aufgefordert, wieder verstärkt in Lateinamerika zu intervenieren. Der gegen Washingtons Interessen in der Region gerichteten Wühlarbeit verschiedener »Bösewichter« müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Den Vorwand für die neuen US-Interventionsgelüste liefert ausgerechnet Iran, das sich für den Geschmack der Republikaner zu ungeniert in dem von Washington exklusiv beanspruchten lateinamerikanischen »Hinterhof« tummelt.
»Die beste Verteidigung gegen eine Ausweitung des iranischen Einflusses in Lateinamerika und gegen die zerstörerischen Bestrebungen internationaler Krimineller in der Region besteht darin, daß die Vereinigten Staaten ihre Anstrengungen verdoppeln«, so Boehner. Insbesondere Präsident Mahmud Ahmadinedschads Besuche in den letzten Monaten in Venezuela, Kuba, Nicaragua und Ecuador unterstrichen die Absichten Irans, »eng mit den Regierungen in Lateinamerika zusammenzuarbeiten, die wenig Interesse an Freiheit und Demokratie gezeigt haben«. Deshalb sei es notwendig, die Freunde und Partner der USA in der Region zu stärken. Washington müsse sich »entschlossen und kampfbereit zeigen, um den Krieg für eine freie, stabile und prosperierende Hemisphäre zu gewinnen«.**
Der Vorgänger des aktuellen US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush, hatte seine Außenpolitik auf »Al-Qaida« fixiert. Die Organisation diente ihm als Vorwand für Kriege und militärische Gewalt im Mittleren Osten bis nach Afghanistan. Lateinamerika hat Washington dabei über fast ein Jahrzehnt lang vernachlässigt. In vielen Ländern fanden derweil fortschrittliche Entwicklungen statt. Um dem entgegenzuwirken, hatte Washington im Sommer 2008 die bereits 1950 aufgelöste Vierte US-Flotte reaktiviert, die während des Zweiten Weltkriegs im Südatlantik operiert hatte. Die neue, mit Flugzeugträger-Schlachtgruppe, Helikopterträger und amphibischen Landungsschiffen ausgerüstete US-Interventionsflotte soll laut offizieller Verlautbarung Washington sowohl der Drogenbekämpfung als auch der Nothilfe bei Naturkatastrophen* in Lateinamerika dienen. Der Protest der meisten lateinamerikanischen Staaten gegen dieses US-»Hilfsangebot« ließ Washington kalt.
Boehners Vorstoß zielt offensichtlich darauf ab, das schöne neue Interventionsinstrument der Vierten Flotte nicht nur bereitzuhalten, sondern auch einzusetzen. Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit, den »Plan Kolumbien«, der u.a. Milliarden Dollar US-Militärhilfe und US-Militärbasen in diesem Land beinhaltete, mit neuem Leben zu erfüllen und auf andere Länder der Region auszuweiten.
Besonders scharf verurteilte Boehner Argentinien. An vorderster Stelle standen dabei die Enteignung von YPF, der Tochtergesellschaft des spanischen Ölkonzerns Repsol, und die in Folge des Staatsbankrotts nicht an US-Investoren zurückgezahlten Schatzbriefe in Milliarden-Dollar- Höhe. Die USA müßten »unmißverständlich klarmachen, was sie von ihren Nachbarn erwarten«.
Von Rainer Rupp (junge Welt)
"Demokratie und Freiheit" - made in U.S.A.

* Es ist doch immer wieder bemerkenswert, wozu man angeblich Kriegsflotten unterhält: "Nothilfe bei Naturkatastrophen".
Will man etwa mit modernsten Kanonen auf Erdbeben schießen oder mit Flugzeugen vom Typ Tornado gegen Wirbelstürme anfliegen?
So etwas kann nur dort funktionieren, wo sich der Plebs seit Jahren eintrichtern lässt, Kriege wären "humanitäre Hilfseinsätze"...

**  "...um den Krieg für eine freie, stabile und prosperierende Hemisphäre zu gewinnen«"
Herrlich, was in dieser Halbkugel ("Hemisphäre") ist frei, stabil oder führt zu Wohlstand?
Gehören wir - sie und ich - nicht dazu?
Sind damit Massenarbeitslosigkeit, Krisen, Enteignung, Verarmung, Steuererhöhungen, Verteuerung etc. pp. gemeint, also die vorherrschende Tagesordnung auf dieser "Halbkugel"?
Oder deren Initiatoren und Profiteure?
Aber was hat das dann mit Demokratie zu tun?...

Donnerstag, 10. Mai 2012

Terror: Unterhosenbomber entpuppt sich wieder einmal als eine (CIA-) Attrappe

Schleifspuren der CIA
Von Knut Mellenthin
Der Mythos ständiger Bedrohung wird durch immer strengere Sicherheitskontrollen gepflegt Foto: AP
Am Montag gab die US-Regierung bekannt, daß ihre Sicherheitskräfte Ende April einen geplanten Anschlag durchkreuzt hätten, bei dem ein Passagierflugzeug mit Hilfe einer »Unterhosenbombe« gesprengt werden sollte. Am Dienstag ereiferte sich Außenministerin Hillary Clinton über die »Terroristen«, die »immer perversere und schrecklichere Methoden ausprobieren« würden, »um unschuldige Menschen zu töten«. Wenige Stunden später wurde deutlich, daß der groß gemeldete Anschlagsversuch nur eine Inszenierung der CIA gewesen war.
Als erste Zeitung berichtete die Los Angeles Times, daß der verhinderte Attentäter in Wirklichkeit ein »Informant« des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes gewesen sei, der gleichzeitig auch für dessen saudi-arabische Kollegen arbeitete. Die CIA habe ihren V-Mann als »Möchtegern-Selbstmordattentäter« bei der jemenitischen Al-Qaida eingeschleust. Sein Auftrag habe darin bestanden, diese »dazu zu bringen, ihm eine neue Art einer nichtmetallischen Bombe auszuhändigen, die von den Terroristen entworfen wurde, um leicht durch die Flughafen-Sicherungsmaßnahmen hindurchzukommen«. Anschließend habe der V-Mann den Sprengkörper »an US-amerikanische und andere Geheimdienststellen übergeben, die in einem anderen Land warteten«, heißt es etwas mysteriös und verworren in diesem Bericht. Die Bombe werde jetzt in einem Labor der Bundespolizei FBI in Quantico untersucht. Es scheine sich um eine Weiterentwicklung der »Unterhosenbombe« zu handeln, mit der ein Nigerianer im Dezember 2009 auf dem Flug nach Detroit erwischt wurde. Auch damals kam der Sprengsatz, der nur qualmte statt zu zünden, angeblich aus einer jemenitischen Werkstatt.
Bis Mittwoch war keine US-amerikanische Dienststelle bereit, die Darstellung der Los Angeles Times, der sich mittlerweile auch andere Blätter mit eigenen Berichten angeschlossen hatten, zu kommentieren. Es gibt daher noch keine Klarheit, in welcher Reihenfolge der Agent für welche Dienste gearbeitet hat und was ganz genau seine Mission war. Insbesondere ist nicht sicher, ob das »durchkreuzte« Bombenattentat wirklich von Anfang an eine Auftragsarbeit der CIA war oder ob sie sich vielleicht nur in bereits vorbereitete Pläne einschaltete.
Die Wahrscheinlichkeit spricht indessen dafür, daß die Idee dieses »Anschlagsversuchs« in der Geheimdienstzentrale in Langley, wenn nicht sogar in irgendeinem Regierungsgremium in Washington entstand. Seit dem 11. September 2001 wird in den USA mit allen möglichen Kunstgriffen der Mythos einer ständigen Bedrohung durch Al-Qaida aufrecht erhalten, obwohl es seither keine nennenswerten Attentate mehr gab. Nach einer im Februar 2011 veröffentlichten Analyse starben in den USA im zurückliegenden Jahrzehnt höchstens 33 Menschen infolge von Gewalttaten mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund. In keinem einzigen Fall gab es einen Zusammenhang zu Organisationen im In- oder Ausland. Mittlerweile sind rund 90 Prozent aller gemeldeten Anschlagsversuche in den USA sogenannte Sting-Operationen, zumeist des FBI. Gemeint sind damit Pläne, die von US-Dienststellen erdacht und für die dann mögliche »Täter« in einschlägigen Internetforen angeworben werden. Diese Personen, die meist das umgangssprachlich schlichte Gemüt oder schwere Verhaltensstörungen haben, bekommen von ihren Auftraggebern Bombenattrappen ausgehändigt. Mit denen werden sie schließlich medienwirksam am »Tatort« festgenommen.
Falls ihr an dieser Stelle noch irgendeinen Kommentar zum Thema gezielte Niederträchtigkeit benötigt, dann lest einfach nur weiter.
Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.
Friedrich Nietzsche
So sei es:
Der Postillon liefert uns hierbei eine Vorlage...

Mittwoch, 9. Mai 2012

Versteckte Preiserhöhungen

Hier gibt es eine Liste über verschiedene Waren, bei denen die Preiserhöhungen indirekt über den Inhalt geregelt wurden und somit den Verbrauchern nicht gleich ins Auge stechen sollen.
Solche Preiserhöhungen funktionieren vor allem bei diejenigen, die lediglich die Preise vergleichen. Und davon gibt es viele.

Ebenso sind die Phänomene bekannt, dass die Kunden gerne auf blanke Etikettierungen wie "billig", "stark reduziert", "Sonderangebot", "nur heute", "Geiz ist geil", "Ausverkauf" oder ähnliches hereinfallen. Auch Großpackungen (Familienpackungen) sind oftmals - gemessen am Inhalt - teurer, als ihre kleinen Pendants (Minipackungen). Die betrügerischen Verkaufstricks erfordern leider stetige Skepsis, genaues Hinsehen und Vergleichen.

Auch hier gilt die bewerte Formel: Augen auf beim Scheiße-Kauf...

(die Beispiele sind nicht die aktuellsten und dennoch aktuell - so etwas geht, zudem sie das System dahinter verdeutlichen)
Versteckte_Preiserhoehungen

Dienstag, 8. Mai 2012

Viertes U-Boot - 'Geschenk' an Israel / israelische Generäle und Geheimdienstler 'putschen' gegen Regierungschef

Vergangenen Donnerstag hat Israel in Kiel sein viertes deutsches U-Boot in Empfang genommen, das mit ca. 135 Millionen T€uronen vom bundesrepublikanischen Steuerzahler finanziert wird.
Vom Kaufpreis der »Tanin«, ungefähr 500 bis 550 Millionen Euro, tragen die deutschen Steuerzahler mindestens 135 Millionen. Das neue U-Boot kommt sie damit deutlich günstiger als die drei früheren: Die ersten beiden hatte Israel von Deutschland glatt geschenkt bekommen, beim dritten mußte es nur die Hälfte der Rechnung selbst begleichen. Mehr oder weniger verschämt werden in diesem Zusammenhang die Worte »Wiedergutmachung« und »Staatsräson« geflüstert oder gelegentlich, wie etwa in der Springerpresse, auch heraustrompetet.
Zu den jetzigen finanziellen Konditionen wird Israel auch noch ein fünftes und sechstes U-Boot von HDW erhalten. Laut Plan soll die Übergabe 2013 und 2014 erfolgen.
junge Welt
Die junge Welt vermeldet weiterhin, dass derzeit die ersten drei U-Boote, die allesamt mit Atomwaffen bestückt werden können, "unter Mitwirkung von HDW in Israel »modernisiert«" werden. Was das dem bundesdeutschen Steuerzahler kostet, ist nicht bekannt, aber es kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die BRD die Umbauten mindestens teilfinanziert.

Bemerkenswert am junge Welt- Artikel ist aber auch der letzte Absatz. Allein schon deshalb, weil in den Industrie- und Staatsmedien China gerne als Bösewicht und Aggressor dargestellt wird. Das geschieht ganz bestimmt nicht, um zukünftige Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen:
Israel, das zu allen Fragen um seine Atomwaffen grundsätzlich nicht Stellung nimmt, hat niemals versprochen, daß es diese nicht vielleicht unter bestimmten Umständen auch für einen Erstschlag nutzen würde. Von allen Atommächten hat überhaupt nur China eine solche Erklärung abgegeben.
Es gibt aber auch noch angenehmere Meldungen bezüglich Israel zu berichten. So veröffentlichte die junge Welt einen weiteren Artikel, der aus der Feder des Israeli Uri Avnery stammt und vom "Putsch" verschiedener israelischer Geheimdienstgrößen und Generäle gegen die Kriegspolitik der Regierung erzählt:
Putsch gegen den Krieg
Israel: Generäle und Geheimpolizeichefs greifen gemeinsam Politiker an
Von Uri Avnery
Am Sonnabend demonstrierten in Berlin etwa 300 Menschen gegen Kriegsdrohungen und deutsche Waffenlieferungen an Israel
In einigen Ländern verhaften sie den Präsidenten, besetzen die Regierungsbüros, Fernsehstationen und annullieren die Verfassung. Sie veröffentlichen dann das Kommuniqué Nummer eins, erklären die dringende Notwendigkeit, die Nation vorm Verderben zu retten und versprechen Demokratie, Wahlen etc. In andern Ländern machen sie es im geheimen. (…) Solche Offiziere werden gewöhnlich eine »Junta« genannt. Ein spanisches Wort für »Komitee«, das von südamerikanischen Generälen benutzt wurde. Ihre Methode wird üblicherweise als ein »Putsch« bezeichnet, ein deutsch-schweizerisches Wort für einen »plötzlichen Schlag«. (Ja, die Schweiz hatte tatsächlich vor etwa 170 Jahren Revolten.)
 Was fast alle diese Schläge gemeinsam haben, ist, daß ihre Anstifter mit einer Demagogie des Krieges gedeihen. Die Politiker werden unweigerlich des Defätismus angeklagt, des Versagens bei der Verteidigung der nationalen Ehre, und anderes mehr. Nicht in Israel. In unserm Lande sehen wir jetzt eine Art verbalen Aufstand gegen gewählte Politiker durch eine große Gruppe aktueller und früherer Armeegeneräle und Chefs der Geheimdienste. Alle verurteilen die Drohung der Regierung, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, und einige von ihnen verurteilen das Versäumnis der Regierung, mit den Palästinensern Friedensverhandlungen zu führen. (…)
Inkompetente Politiker
 Es begann mit dem unwahrscheinlichsten Kandidaten für solch eine Rebellion: mit Exmossadchef Meir Dagan. Acht Jahre, länger als die meisten seiner Vorgänger, hat Dagan den Mossad, Israels ausländischen Nachrichtendienst geführt, vergleichbar mit dem britischen MI6. (»Mossad« bedeutet »Institut«. Der offizielle Name ist »Das Institut für Nachrichtendienst und Sonderoperationen«.) Niemand warf Dagan jemals Pazifismus vor. Während seiner Dienstzeit führte der Mossad viele Anschläge durch, mehrere gegen iranische Wissenschaftler, sowie Internetangriffe. Der Protegé Ariel Scharons wurde als Anhänger der aggressivsten Politik angesehen. Und jetzt, nachdem er in den Ruhestand getreten ist, spricht er in schärfsten Ausdrücken gegen die Pläne der Regierung, einen Angriff auf Irans nukleare Einrichtungen zu führen. Mit deutlichen Worten sagte er: »Dies ist die dümmste Idee, die ich je in meinem Leben gehört habe.«
 In der vergangenen Woche hat ihn der kürzlich in Pension gegangene Chef des Shin Bet noch in den Schatten gestellt. (Shin Bet und Shabak sind verschiedene Möglichkeiten, die Initialen des offiziellen hebräischen Namens »Generalsicherheitsdienst« auszusprechen.) Er ist ein Äquivalent zum britischen M15, befaßt sich aber vor allem mit den Palästinensern in Israel und den besetzten Gebieten. Sechs Jahre lang war Yuval Diskin der schweigende Chef des schweigenden Dienstes. Er konnte mit seinem geschorenen Kopf beim Betreten und Verlassen der Treffen von Sicherheitskomitees gesehen werden. Er wird als Vater der »gezielten Tötungen« betrachtet, und sein Geheimdienst ist wegen umfassenden Gebrauchs von Folter angeklagt worden. Keiner hat ihn je dafür angeklagt, daß er mit den Arabern sanft umgehe.
 Und nun hat er seine Meinung gesagt. Er wählte einen sehr ungewöhnlichen Ort dafür – einen Stammtisch mit etwa zwei Dutzend Pensionären im Café einer Kleinstadt. Nach Diskin – und wer würde es besser wissen? – wird Israel derzeit von zwei inkompetenten Politikern mit messianischen Illusionen und wenig Verständnis für die Realität geführt. Ihr Plan, den Iran anzugreifen, führt zu einer weltweiten Katastrophe. Nicht nur wird es mißlingen, die Produktion einer iranischen Atombombe zu verhindern. Es wird sogar eher das Gegenteil eintreten: Der Iran wird mit seinen Bemühungen schneller voranschreiten und diesmal mit der Unterstützung der Weltgemeinschaft.
 Diskin geht noch weiter als Dagan; er erklärte, der einzige Faktor, der die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern verhindere, sei Netanjahu selbst. Israel kann mit Mahmoud Abbas Frieden machen. Er verpaßt diese historische Gelegenheit und bringt damit eine Katastrophe über Israel.
 Als Chef des Shin Bet war Diskin die Nummer eins der offiziellen Regierungsexperten die Palästinenser betreffend. Seine Agentur erhielt und sammelte alle Beweise, Spionageberichte, Verhörergebnisse und Informationen, die von Lauschgeräten erfaßt werden. Um keine Zweifel an seiner Aussage zuzulassen, erklärte Diskin, er kenne Netanjahu und Barak aus der Nähe, vertraue ihnen nicht und denke, daß sie nicht geeignet seien, eine Nation in einer Krise zu führen. Er sagte auch, daß sie das Volk bewußt täuschten, und vergaß auch nicht zu erwähnen, daß sie in äußerstem Luxus lebten.
Gegenangriff
 Jeder, der dachte, diese Ankläger wären einsame Stimmen und der ganze Chor vergangener und jetziger Sicherheitschefs würde sich erheben und sie einstimmig verurteilen, wurde enttäuscht. Einer nach dem anderen dieser Experten wurde von den Medien zitiert, daß sie mit den beiden im wesentlichen übereinstimmten, wenn auch nicht mit ihrem Stil. Kein einziger hinterfragte ihre Behauptungen oder leugnete, was sie sagten. Der augenblickliche Stabschef und die Chefs von Mossad und Shin Bet machten bekannt, daß sie die Ansichten der beiden über den Iran teilten. Fast alle ihre Vorgänger, einschließlich aller Militärstabschefs aus der letzten Zeit, sagten den Medien, auch sie stimmten mit ihnen überein. Plötzlich gab es eine gemeinsame Front von erfahrenen Sicherheitschefs gegen einen Krieg mit dem Iran.
 Der Gegenangriff ließ nicht auf sich warten. Die ganze Batterie von Politikern und Medienschreiberlingen wurde aktiv. Sie taten das, was Israelis meistens tun, wenn sie ernsthaften Problemen oder ernsthaften Argumenten gegenüberstehen. Sie befassen sich nicht mit der Sache selbst, sondern picken einige nebensächliche Details heraus und diskutieren endlos über sie. So gut wie keiner versuchte, die Behauptungen der Offiziere zu widerlegen, weder in bezug auf den vorgeschlagenen Angriff auf den Iran noch in bezug auf das Palästinenserproblem. Sie konzentrierten sich auf die Sprecher, nicht auf das, was sie gesagt hatten. Beide, Dagan und Diskin, seien verbittert, weil ihre Dienstzeit nicht verlängert worden sei. Sie fühlen sich gedemütigt, reagierten ihren persönlichen Frust ab und sprächen aus reiner Boshaftigkeit und Rachsucht, wurde behauptet. Wenn sie dem Ministerpräsidenten nicht trauten, warum standen sie nicht auf und kündigten, während sie im Amt waren? Warum sprachen sie nicht vorher? Wenn dies eine Sache von Leben und Tod ist, warum warteten sie? (…)
 Der Mann, dem seine Sicherheitsberater messianische Tendenzen vorwerfen, wurde vergangene Woche von einem persönlichen Schicksalsschlag getroffen. Sein Vater, Ben-Zion Netanjahu, starb im Alter von 102 Jahren. (…) Zweifellos hatte der Vater einen sehr großen Einfluß auf seinen Sohn. Er war Historiker, dessen ganzes intellektuelles Leben auf ein Thema konzentriert war: die spanische Inquisition – ein traumatisches Kapitel der jüdischen Geschichte, vergleichbar mit dem Holocaust. Ben-Zion Netanjahu war ein extremer Rechter, von der Idee besessen, die Juden könnten jeden Moment ausgelöscht werden, und deshalb könne man keinem Nichtjuden trauen. (…) Der Vater war eine sehr verbitterte Person. Als Historiker war er nie von der akademischen Welt in Jerusalem akzeptiert worden, die seine Theorien ablehnte. (…) All dies formte den Charakter und das Weltbild von »Bibi« (…). Wenn Benjamin jetzt endlos über den kommenden zweiten Holocaust spricht und darüber, daß es seine historische Aufgabe sei, ihn zu verhindern, so ist dies nicht nur ein Trick, um die Aufmerksamkeit vom Palästinenserproblem abzulenken oder um sein politisches Überleben zu sichern. Er dürfte – ein erschreckender Gedanke – tatsächlich daran glauben. Das Bild, das auftaucht, ist genau dasselbe, wie es Yuval Diskin malte: Ein vom Holocaust besessener Phantast ohne Kontakt zur Realität, keinem Nichtjuden trauend, versucht, in die Fußstapfen eines starrköpfigen, extremistischen Vaters zu treten – insgesamt eine gefährliche Person dafür, eine Nation durch eine wirkliche Krise zu führen. Doch dies ist der Mann, der nach den Meinungsumfragen dabei ist, in vier Monaten die nächsten Wahlen zu gewinnen.
(Übersetzung aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert. Redaktionell gekürzt)