Mittwoch, 12. August 2015

Israel: Verhaftung eines jüdischen "Top-Extremisten"

Man lese und staune: Der ultrareligiös motivierte Apartheid-Staat Israel hat diesen sympathisch dreinblickenden Schönling wegen "nationalistischer Verbrechen" verhaftet. Der in Israel als "Top-Extremist" klassifizierte Bürger höchst selbstauserwählter Prägung ist ein weiteres Beispiel dafür, dass nicht nur die beiden Tochterreligionen des Judentums immer wieder religiösen Hass und Fanatismus hervorbringen und, worin es den Buchreligionen garantiert nicht mangelt, ihrem alleinseligmachenden Selbstverständnis geschuldet auch erzeugen müssen.
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Goethe, "Faust"
Israel will mit der Verhaftung Meir Ettingers ein Zeichen gesetzt haben. Doch fragt es sich welches, wenn nicht sogar welche? Die Verhaftung kann mehreren Zwecken zugleich dienen. Vielleicht soll sie das auch. Dabei lässt es sich gar nicht skeptisch genug denken. Denn beim Lesen der Botschaft in der Jüdischen Allgemeinen fiel mir ein sich geradezu aufdrängender Vergleich ein: Wäre ein Al Capone neben all seiner Umtriebe zugleich der Polizeichef von Chicago gewesen und hätte er in dieser Funktion der Öffentlichkeit einen mittellosen Ladendieb als "Top-Verbrecher" präsentiert, was hätte das für eine Aussagekraft beinhaltet?

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